26. Januar 2015 / Anita Brunner-Irujo

Der Museumsblog – Past, Present and Future

Joanneum Digital

Wir arbeiten bereits seit einigen Monaten an einem neuen Content- und Facelift unseres Museumblog und nehmen Klaus Ecks Aufruf zur Blogparade zum Thema Content-Marketing und Corporate Blogs als Anstoß über unseren Prozess zu berichten. #cmcb15

Darf‘s ein bisschen Statistik sein?

Der Museumsblog des Universalmuseums Joanneum startete im Februar 2012 vorerst mit dem Grundgedanken, über den Blog an Geschichten und Texte aus den einzelnen Abteilungen zu gelangen, die für die klassische Pressearbeit relevant sein könnten. 2012 und 2013 wurden jeweils rund 85 Artikel veröffentlicht, 2014 waren es knapp 150 Beiträge. Die durchschnittliche Leserschaft hat sich von 2013 auf 2014 verdoppelt, aber unsere Leser/innen sind mit nur rund 100 Kommentaren noch sehr zurückhaltend.

2014 stechen besonders die Beiträge zur Kunsthausdebatte heraus, welche im Vergleich dreimal so viele Views sammelten wie andere Artikel. Besonders die Protestnoten über die potenzielle Ausgliederung des Kunsthauses Graz aus dem Universalmuseum Joanneum mit knapp 3.300 Views erlangten weltweite Aufmerksamkeit in der Künstlerwelt und den Medien.

Mittlerweile hat sich der Blog auch intern und in der Geschäftsführung als wichtiges Instrument etabliert und wird nun vermehrt als Kommunikationskanal mit unseren (Museums-)Besucher/innen verstanden. Manche Artikel finden zusätzlich ihren Weg in die Pressearbeit, wie anfangs geplant, doch der Fokus hat sich eindeutig auf die Besucher/innen-Interessen verlagert. 2015 gibt es daher erstmals ein Budget für den Museumsblog und somit finanzielle Unterstützung für die strategische Weiterentwicklung des Auftritts, und im Speziellen der Inhalte.

Besucher/in im Vordergrund

Unsere Blogbeiträge liefern in erster Linie Zusatzinformationen zu Ausstellungen, Tätigkeiten und ähnlichen relevanten Themen, die den Museums- oder Ausstellungsbesuch ergänzen. Hintergrundinformationen wie z. B. zum Aufbau der Installation von Katharina Grosse  sollen unsere Leser/innen dazu animieren, die Ausstellungen zu besuchen oder sich an Projekten wie dem BIG DRAW GRAZ zu beteiligen.

Der Blog bietet unseren Kuratorinnen und Kuratoren, dem Restaurierungsteam und dem Vermittlungsteam sowie allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform, um ihre Arbeitsbereiche vorzustellen. Neben den musealen Tätigkeiten bietet der Blog auch mehr Informationen zu Ausstellungsobjekten und deren Konservierung sowie ergänzende Inhalte zu Ausstellungsthemen. Gleichzeitig beziehen wir uns auf aktuelle kulturpolitische Diskussionen wie die Solidaritätsbekundung zu „Charlie Hebdo“ an der BIX-Fassade des Kunsthauses Graz.

 

 

2012 starteten wir den ersten Versuch, unsere Besucher/innen direkt zur Interaktion einzuladen. Daraus entstanden die sogenannten Frans – Friends und Fans des Museums, welche mit der Joanneumskarte ein Jahr lang alle Ausstellungen gratis besuchen können. Durch regelmäßige Sonderveranstaltungen erhalten die Frans zusätzliche Blicke hinter die Kulissen des Museumsbetriebs. Als Gegenleistung beschreiben die Frans ihre Museumseindrücke auf ihrem Blog oder anderen Social-Media-Plattformen und sind somit wichtige Multiplikatoren und Influencers, die wir wiederum prominent auf unserem Blog präsentieren. #fran14 #fran15
FranCard Schema
Aber „viele Köchen versalzen die Suppe“, wie es heißt, oder in unserem Zusammenhang, viele Autoren resultieren in einem uneinheitlichen Schrift- und Textbild. Im nächsten Artikel zur Serie erfährst du mehr darüber, wie wir das in Zukunft ändern wollen.

Kategorie: Joanneum Digital
Schlagworte: #cmcb15 | Content Strategie | Museumsblog | Social Media


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Ein Gedanke zu “Der Museumsblog – Past, Present and Future

  1. Anita Brunner-Irujo Beitragsautor

    Liebe Tanja,

    Vielen Dank für deinen netten Kommentar! Das Budget ist in erster Linie für einen Relaunch des Designs und Backend, sowie für Autor/innen verplant. Wir hoffen in Zukunft auch, dass sich kulturinteressierte Blogger/innen bei uns bewerben. Dazu wollen wir wie besprochen auch das nötige interne Netzwerk aufbauen.

    Aber bei dir tut sich ja auch einiges, wir sind schon auf die Berichte zur neuen #NymApp gespannt! Ein App ist bei uns auch immer wieder Thema, aber wir sind uns noch nicht sicher wie wir das sinnvoll umsetzen könnten. Es gibt auch Ansätze zu virtuellen Apps in den Ausstellungsräumen, wie z.B. im Smithsonian. Ideen gibt es vielen, aber das liebe Budget ist eine andere Frage.

    Wir würden uns sehr freuen dich bei uns begrüßen und auch persönlich kennenlernen zu dürfen!

    Liebe Grüße,
    Anita

  2. Tanja Praske

    Liebes Joanneum, liebe Anita Brunner-Irujo,

    das Joanneum ist seit jeher ein Best Practice für Museumsblogs. Von Beginn an verfolge ich eure Aktivitäten und machte auch bei mancher mit – jetzt muss ich euch nur endlich mal besuchen!

    Was mich sehr freut, ist die stete interne Verfestigung des Blogs bis hin zur Geschäftsführung #sosollessein – ein langer Weg war das, aber er hat sich gelohnt. Ich gratuliere euch, dass ihr für 2015 ein eigenes Blog-Budget zur Verfügung habt – genau der richtige Weg! Was bedeutet das? Wird es für Kampagnen eingesetzt? Wenn ja, dürft ihr schon etwas verraten? Werdet ihr eine Comunity Manager Stelle, Redakteur haben? Oder gibt es die/den schon? Mich begeistert eure Entwicklung, ich werde auch weiterhin den Weg mit euch gehen!

    Klasse finde ich eure Transparenz, Offenlegung von Statistiken, Status quo, Verbesserungen etx. Klasse finde ich vor allem eure Berichte zu euren Werken und Häusern, kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass ihr 12 (?) Häuser widerspiegelt – Chapeau!

    Witzig auch, das wir wieder einmal an ein und derselben Blogparade – #cmcb15 – mitgemacht haben, dieses Mal sogar am selben Tag 🙂

    Wünsche euch einen wunderbaren Wochenstart – ihn habt ihr mir bereitet!

    Herzlich,
    Eure Tanja

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