Kunsthaus Graz

Diskurs? Diskurs! Zur weißen Fahne von TEER

Kunsthaus Graz

Die von TEER verwendeten Symbole (Kreuz, Pentagramm, Hexagramm, Hammer und Sichel, Swastika) sind nicht austauschbar, und schon gar nicht unschuldig, dazu haben sich bestimmte Bedeutungen viel zu sehr ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Jedes Symbol ist auf seine Weise kontaminiert, bei jedem haben sich im Laufe der Zeit bestimmte Bedeutungen (Hakenkreuz überlagert Swastika) in den Vordergrund geschoben und andere überschrieben. Dies hängt aber wesentlich davon ab wer mit welchem persönlichen und kollektiven Hintergrund wie darauf schaut.

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Kreuz, Pentagramm, Hexagramm, Hammer und Sichel, Swastika. Zur „Weißen Fahne“ von TEER

Kunsthaus Graz

1987 tauchte die Weiße Fahne von TEER (Wolfgang Temmel und Fedo Ertl) zum ersten Mal auf: eine Woche lang wurden fünf der bekanntesten Macht repräsentierenden Zeichen (Pentagramm, Kreuz, Halbmond, Swastika, Hammer und Sichel) auf ein weißes, an einer Fahnenstange befestigtes Tuch auf dem Schlossbergplatz projiziert. 31 Jahre später reaktivierte TEER diese Arbeit anlässlich der Ausstellung Glaube Liebe Hoffnung vor dem Kunsthaus.

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Glaube Liebe Hoffnung ist eröffnet

Kunsthaus Graz

Zur Eröffnung der Ausstellung Glaube Liebe Hoffnung am 12.4. sind fast 800 Menschen ins Kunsthaus gekommen. Der Tross zog dann von uns in das Kulturzentrum bei den Minoriten – zum zweiten Teil der Ausstellung – und von dort in das Diözesanmuseum und Priesterseminar zu Last & Inspiration. Das stellt aber nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Programm rund um das Jubiläum der 800-jährigen Geschichte der Diözese Graz-Seckau dar. Auch in den Stiften Seckau, Admont und auf Schloss Seggau gibt es weitere Schauen. Das enorme Interesse zeigt uns, dass wir mit unserem Ansatz, sich aus heutiger Sicht dem Verhältnis von Kunst und Religion zu widmen, nicht falsch lagen.

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Tervuren

Kunsthaus Graz

Ende März reisten Günther Holler-Schuster und ich erneut nach Tervuren, um die nächsten Schritte der Kooperation mit dem Afrikamuseum zu besprechen. Auch dieses Mal übernachteten wir – zur Überraschung der belgischen Kolleginnen – direkt in Tervuren und nicht in Brüssel. Inzwischen kennen wir uns in der kleinen Stadt sehr gut aus und schätzen die kurzen Wege.

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Mein Besuch in der Grazer Firmenzentrale von SPAR

Kunsthaus Graz

Zentrale und Auslieferungslager von SPAR Steiermark und südliches Burgenland befinden sich in der Hafnerstraße in Graz-Puntigam, in einem Gebiet, das sich städtebaulich in den letzten Jahren sehr stark verändert hat und weiterhin verändert. Mein Besuch gab mir nicht nur Einblick in die Geschichte und Ausrichtung von SPAR, sondern auch in faszinierende Logistikabläufe. Vor allem die kleinen, unglaublich schnell herumflitzenden Stapelfahrzeuge hatten es mir angetan.

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Mein Besuch bei Saubermacher

Kunsthaus Graz | Museumseinblicke

Im Februar besuchte ich die Saubermacher Dienstleistungs AG in der Puchstraße in Graz und den Hauptsitz des Unternehmens in Feldkirchen. In der Puchstraße betreibt Saubermacher seit 2007 eine Sortieranlage für Kunststoffverpackungsabfälle. Neben Verpackungskunststoffen werden im Werk auch Gewerbeabfälle sortiert und einer Verwertung zugeführt.

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Congo Stars

Kunsthaus Graz | Kuratieren

In den letzten Wochen und Monaten hat sich das Konzept zur Ausstellung Congo Stars zunehmend geschärft. Am einschneidensten ist wohl die Titeländerung von Pop Art im Kongo hin zu Congo Stars. Die Entscheidung fiel einstimmig: Wir wollten vermeiden, dass eine zu große Nähe zur US-amerikanischen Pop-Art suggeriert wird.

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Die “Initiative Kunstverleih” im Gespräch

Kunsthaus Graz | Museumseinblicke

Die "Initiative Kunstverleih" ist zu Gast im Kunsthaus Graz und macht eine Ausstellung im frei zugänglichen Foyer: "Wir teilen Kunst, Aufmerksamkeit und Interesse: beim Speed-Dating Künstlerinnen und Künstler und ihre Arbeit auf einer ganz persönlichen Ebene kennenlernen, Werke ganz unkompliziert 'mieten' und 'auf Zeit' mit ihnen leben." Katrin Bucher Trantow spricht mit Andreas Heller und zweintopf über Zusammenarbeit und Selbstermächtigung abseits von Kommerz, direkten Dialog in lockerer Atmosphäre und was dabei entsteht.

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Der Geldautomat

Kunsthaus Graz

Die Diskussion um einen Geldautomaten beim/im Kunsthaus ist viele Jahre alt. Als ich ans Haus kam, war diese Entscheidung bereits gefällt: Es gab einen Aufstellungsort, und zwar nahe des Abgangs zur Tiefgarage, ein weißer Kasten war bereits gebaut worden, um den Geldautomaten im Foyer einzuhüllen und unsichtbar zu machen. Abgesehen davon, dass ich von Beginn an Zweifel an dessen Unsichtbarkeit hatte, schien mir eine schnöde „Geldbehebungsmaschine“ für das Kunsthaus so gar nicht passend. Ich lud die dänische Künstlergruppe Superflex ein, sich dieser Aufgabe anzunehmen.

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Unterrichten in Helsinki

Kunsthaus Graz

Auf Einladung des Masterstudiengangs „Curating, Managing and Mediating Art (CuMMA)“ war ich Mitte November an der Schule für Kunst, Design und Architektur der Alvar-Aalto-Universität in Helsinki zu Gast. Das Master-Programm ähnelt demjenigen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, das ich dort zwei Jahre lang leitete.

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Zur Wiedereröffnung des Museums für zeitgenössische Kunst (Muzej Savremene Umetnosti) in Belgrad

Kunsthaus Graz

Am 20.10. wurde in Belgrad, in Ušće, das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst wiedereröffnet, nachdem es 10 Jahre leer gestanden hatte. Das zwischen 1960 und 1965 errichtete Gebäude von Ivan Antić and Ivanka Raspopović, ein Meilenstein der Architekturmoderne, wurde in den letzten Jahren behutsam saniert. Entsprechend groß waren das Interesse und der Andrang. Interessierte Besucher/innen konnten ab 20.10. sieben Tage lang – jeweils 24 Stunden am Tag – das Museum besuchen, das in einem Park an der Mündung von Sava und Donau gelegen ist.

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Diskurs? Diskurs!

Kunsthaus Graz | Kuratieren

Ausstellungen werden grundsätzlich verschieden gelesen und bewertet. Mitunter können die Einschätzungen jedoch sehr weit auseinanderliegen – so zurzeit auch bei den im Kunsthaus gezeigten Ausstellungen Auf ins Ungewisse und Graz Architektur.

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Ein wieder verwendbares Ausstellungssystem für das Kunsthaus

Kunsthaus Graz

Immer wieder werde ich darauf angesprochen, dass man im Kunsthaus wegen seiner Architektur eigentlich keine Ausstellungen machen könne. Diese Meinung teile ich nicht.
Und die beiden jetzigen Ausstellungen sind auch dazu gedacht, den Gegenbeweis anzutreten. Setzt man allerdings den weißen Ausstellungsraum als Maßstab, so wird man von den Innenräumen des Kunsthauses enttäuscht sein. Arbeitet man hingegen mit der Architektur, so lassen sich überzeugende Lösungen finden.

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Peter Cook, Colin Fournier und das Kunsthaus

Kunsthaus Graz

So manche Grazerin, so mancher Grazer wird sich noch an die Zeit erinnern, in der man hier um ein Haus für moderne und zeitgenössische Kunst gerungen und auch gestritten hatte. Doch seit 2003 ist das Kunsthaus in der Welt: Schnell wurde es zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt, liebevoll mit Namen bedacht – wie „Seegurke“, „Babyhippo“, „Walfisch“ oder eben „Friendly Alien“, wie es die beiden Architekten Peter Cook und Colin Fournier bezeichnen. Wo auch immer ich hinkomme, auch in den entferntesten Orten kennt man das Kunsthaus Graz.

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Wenn das Kunsthaus zum Spielplatz wird

Kunsthaus Graz

Am 27. September wurde das interaktive Ausstellungsprojekt "play!" im Kunsthaus Graz eröffnet, das gleichzeitig den Abschluss des zweijährigen EU-Projekts "Translocal: Museum as Toolbox" bildet. "play!" erstreckt sich auf verschiedenen Stationen über das gesamte Kunsthaus und lädt damit zum kunstvollen Spielen mit zeitgenössischen Werken und Games ein.

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Play `Go` – lab10 im Interview

Kunsthaus Graz

Im Rahmen der Ausstellung play! wird es möglich sein, auf der BIX-Fassade das Strategiespiel GO zu spielen. Möglich macht das die Genossenschaft lab10 mit dem Projekt P4P (play for privacy). Dabei steht zwar das Spiel im Vordergrund, es soll aber auch eine Botschaft vermittelt werden.

Wie das alles funktioniert und welche Botschaft das ist, haben mir Thomas und David von lab10 in einem Interview erklärt.

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Auf ins Ungewisse: Fünf Fragen an Barbara Steiner 

Kunst- & Naturvermittlung | Kunsthaus Graz

Die Ausstellung "Auf ins Ungewisse" zeichnet die Entstehung des Kunsthauses Graz nach und geht dabei dem Verhältnis zwischen visionären Ideen und deren Umsetzung nach. Diesem Themenfeld zwischen Idee, Planung und Realisierung widmet sich die Kunstvermittlung schon seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 2003 auf verschiedenen Ebenen. Deshalb hat Monika Holzer-Kernbichler der neuen Kunsthaus-Leiterin fünf Fragen zur Ausstellung gestellt.

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Das andere Ich

Kunsthaus Graz

... war der Titel des diesjährigen Ars Electronica Festivals in Linz, das am vergangenen Wochenende stattfand. Ich war gemeinsam mit Tristan Schulze und Ghost vor Ort und habe mich in ein amüsantes, lehrreiches bis inspirierendes Kauderwelsch-Festival zwischen Technik, Wissenschaft, Kunst und Unterhaltung begeben.

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Spielen – play for connections

Kunst- & Naturvermittlung | Kunsthaus Graz | Kuratieren

Neben zahlreichen Treffen der Jugendgruppe im Kunsthaus Graz, wo wir uns über Ausführung und Gestaltung der Ausstellung Gedanken machten und fleißig diskutierten, hatten wir auch die Möglichkeit, einige Institutionen näher kennenzulernen. Da eine der Residencies des Projektes sich mit dem Thema des Spieles und des Spielens auseinandergesetzt hatte, nahmen wir eine Einladung in die steirische Landesludothek Ludovico sehr gerne und herzlich an.

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Die Kunsthaus-Torte

Kunsthaus Graz

Peter Cook erzählte mir bei einem unserer ersten Treffen von einem Bäcker in der Annenstraße, der zur ersten öffentlichen Präsentation der Kunsthausentwürfe vor lauter Begeisterung eine Schokoladentorte in Form des Kunsthauses mitbrachte. Cook erzählte, dass sich das anwesende Fernsehteam plötzlich überhaupt nicht mehr für ihre Zeichnungen an der Wand interessierte, sondern nur noch für die Torte.

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Das neue Foyer

Kunsthaus Graz

Seit Mitte Juli verändert sich das Kunsthaus sichtbar: Zuerst wurden auf dem Vorplatz neue Sitzmöbel, Fahrradständer und Mülleimer aufgestellt, danach fielen im Foyer trennende Wände, Fensterverkleidungen wurden entfernt, der alte Kassentresen demontiert, neue Leitungen verlegt und der Boden von Grund auf saniert, wenn auch noch der letzte Anstrich fehlt.

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Die Zeit in der Jugendgruppe

Kunst- & Naturvermittlung | Kunsthaus Graz | Kuratieren

Vereint durch das Interesse an Kunst und den Wunsch, ein Museum nach eigenen Vorstellungen mitgestalten zu können, fand die Jugendgruppe des Kunsthauses Graz im Frühling des vergangenen Jahres zusammen, um im Zuge des Projektes Translocal: Museum as Toolbox gemeinsam über Kunst, Museen und Kommunikation nachzudenken. Ziel war, neben dem Konzipieren einer Ausstellung, vor allem der Austausch untereinander und das Ausloten der Möglichkeiten. Die grundlegende Frage hierbei war, was ein Museum alles (sein) kann.

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Alles fließt – Zweiter Teil

Kunsthaus Graz

Was vor über zwei Jahren als ein Dialog über versteckte Energien zwischen dem Klangkünstler Bill Fontana und dem Kunsthaus Graz begann, entwickelte sich Ende Mai dieses Jahres mithilfe von Klaus Zausinger, Spartenbereichsleiter KundInnenmanagement & Vertrieb der Holding Graz, zu einer audiovisuellen Untersuchung der Wasserflüsse durch und in Graz.

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Der Vorplatz

Kunsthaus Graz

Nun ist es endlich soweit: der Vorplatz des Kunsthauses wird umgestaltet. Gestern und vorgestern wurden neue Bodenmarkierungen durch die Firma Schleich aufgetragen, morgen kommen die Möbel der Firma Vestre aus Oslo. Der Vorplatz sollte erst 2018 in Angriff genommen werden, aber dank glücklicher Umstände konnten wir diese Maßnahme vorziehen:

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Mein Besuch bei der Firma ZULTNER

Kunsthaus Graz

Der Sitz der ZULTNER Metall GmbH ist heute in der Schmiedlstraße in Graz-Messendorf.
Ohne Auto ist es kompliziert dorthin zu kommen, doch der Weg lohnt sich schon alleine wegen des beindruckenden Gebäudes von Günther Domenig und Hermann Eisenköck, das 2001 in Betrieb genommen wurde.

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