Kunsthaus Graz

Das kuratorische Team des Kunsthauses berichtet über zeitgenössische Kunst, Begegnungen mit Künstler/innen und gibt Einblick in Ausstellungen und Projekte.

Interesting times …

Kunsthaus Graz

Eigenartig still ist es überall. Vor wenigen Wochen noch war eine solche Stille unvorstellbar. Damals gingen Teenager und andere optimistische Menschen noch freitags auf die Straße, um für weniger Energieverbrauch, mehr staatliche Maßnahmen zum Umweltschutz und für eine Verlangsamung der Verbrauchsspirale und eines darunter leidenden Ökosystems zu demonstrieren.

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Der Künstler, das Werk, die Ausstellung (Fortsetzung)

Kunsthaus Graz

Vor etwas mehr als einem Jahr zeigte das Kunsthaus Graz eine viel beachtete Ausstellung von Jun Yang mit dem provozierenden Untertitel: Der Künstler, das Werk, die Ausstellung. Sie stellte grundsätzliche Fragen zum Künstler/in-Sein, zur Autorenschaft und zum Werkbegriff und bearbeitete das Format der Einzelausstellung künstlerisch und kuratorisch. 

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egami – Zur Ausstellung von Christian Helbock im Palais Thurn und Taxis in Bregenz

Kunsthaus Graz

Die Ausstellung von Christian Helbock im Palais Thurn und Taxis in Bregenz war leider nur sehr kurz – bis zum 1. März – zu sehen. Doch wollte ich darüber berichten, weil ich denke, dass es sich zum einen um eine wichtige Ausstellung handelt, und zum anderen mit und über die Ausstellung ein für mich bedeutender Diskurs zu Kunsträumen, Formen des Zeigens und institutionellen Strukturen geführt wird.

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Die ganze Stadt – Bauwelt Kongress 2019

Kunsthaus Graz

Am 5. und 6. Dezember fand in der Berliner Akademie der Künste der Bauwelt-Kongress 2019 statt. Thema war „Die ganze Stadt“. Vor dem Hintergrund einer „zerfallenden Stadt“, so der Text der Einladung, „die in alt und neu, arm und reich, durchgeplant und planlos, angeschlossen und abgehängt“ zerfällt, sollte auf gegenwärtige Entwicklungen geschaut und danach gefragt werden, „wie sich Stadtplanung, Architektur, Mobilität und der Einsatz von Energie ändern müssen, und wie dies in eine Charta für die europäische Stadt der Zukunft münden kann.“

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Es ist Geschichte: Connected. Peter Kogler with … George Antheil with Friedrich Kiesler with Hedy Lamarr with Fernand Léger with museum in progress with Otto Neurath with Charlotte Perriand with Franz Pomassl with Winfried Ritsch with Franz West …

Kunsthaus Graz

Nach fast genau vier Monaten ging am Wochenende die erfolgreiche Ausstellung Connected. Peter Kogler with … mit einem vielfältigen Vermittlungsprogramm zu Ende. Insgesamt über 30.000 Besucher/innen wollten das zwischen Zeit und Raum vernetzende Projekt sehen!

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Zero Gravity

Kunsthaus Graz

Wer derzeit noch unterwegs ist und die letzten Spätsommertage im Norden verbringt, dem sei eine besondere Ausstellung in München ans Herz gelegt, die Peter Koglers Signatur ebenso trägt wie die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Graz. Mitte Juli habe ich sie mit meiner Tochter besucht…

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Kinshasa-Bayreuth

Kunsthaus Graz

Im Juli wurden im Iwaleahaus in Bayreuth Barber Pop und eine Einzelausstellung des kongolesischen Künstlers Mega Mingiedi eröffnet. Beide Präsentationen schließen das von der deutschen Kulturstiftung des Bundes geförderte gemeinsame Projekt zur kongolesischen Kunst ab, das im Kunsthaus Graz im September 2018 mit Congo Stars begann und sich in der Kunsthalle Tübingen 2019 fortsetzte. Die Ausstellungen in Bayreuth sind noch bis 7. September zu sehen.

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In den Zisternen Kopenhagens

Kunsthaus Graz

Unter dem Frederiksberg im Herzen des Søndermarkenparks in Kopenhagenbefinden sich die sogenannten „Zisternen“ (dänisch: Cisternerne). Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an versorgten sie die dänische Hauptstadt mit Trinkwasser. Sie konnten bis zu 16 Millionen Liter sauberes Wasser aufnehmen. 1933 stellte man deren Funktion als Trinkwasserspeicher ein und 1981 wurden sie schließlich entwässert. Heute gehören sie zu den Frederiksberger Museen und werden für Kunstausstellungen und andere Veranstaltungen genutzt, bei denen die spezielle Atmosphäre des Ortes eine zentrale Rolle spielt. 2019 wurde SUPERFLEX eingeladen, in den Zisternen eine Ausstellung zu machen. Sie erzeugt ein düsteres Bild der menschlichen Zukunft.

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Bei SUPERFLEX in Kopenhagen

Kunsthaus Graz

Die dänische Künstlergruppe Superflex setzt in Graz und am Kunsthaus in insgesamt fünf Jahren mehrere Projekte um. Den Auftakt machte "C.R.E.A.M.", 2017, der Fetisch-Bankomat im Herzen des Kunsthaus-Foyers. 2018 realisierte SUPERFLEX in Graz "Free Shop" und 2019 "Number of Visitors". 2020 wird "Lost Money" umgesetzt. Den Abschluss bildet eine Einzelausstellung mit Arbeiten der Künstlergruppe im Jahr 2021. Im Juli besuchte ich Superflex in Kopenhagen, um die nächsten beiden Projekte für 2020/21 und ihre Einzelausstellung zu besprechen.

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Zwei Tage Performance-Programm im Kunsthaus

Kunsthaus Graz

Theater wird gespielt, Performance gelebt. Dass Marina Abramović mit dieser Behauptung richtiglag, zeigte sich in den zwei Tagen intensiven Performance-Programms am 31.5. und 1.6. Das Projekt „I don’t think I am trying to commit suicide“. Performance Now entstand aus einer Zusammenarbeit mit der KUWI Graz, einem Zusammenschluss kooperativer Lehre der drei Universitäten KF Uni Graz, KUG und TU Graz, genauer gesagt, deren Kunst- und Kulturwissenschaftliche Institute.

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Ústí nad Labem

Kunsthaus Graz

Nicht viele kennen vermutlich Ústí nad Labem, auch wenn sie vielleicht schon mit dem Zug von Dresden nach Prag an der tschechischen Stadt vorbeigekommen sind. Im April war ich anlässlich eines Vortrags über das Kunsthaus an der dortigen Jan-Evangelista-Purkyně-Universität eingeladen. 2006 hatte ich längere Zeit in Ústí nad Labem verbracht, als ich eine Ausstellung zu Architektur als Aufforderung zum Handeln (Archit-Action!) in der Emil Filla Galerie kuratierte.

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China im Universalmuseum Joanneum

Kunsthaus Graz

Aus Anlass der Ausstellung des österreichisch-chinesischen Künstlers Jun Yang im Kunsthaus Graz entstand die Chinagalerie. Sie spürt in den Sammlungen des Universalmuseums Joanneum den Verbindungen zwischen dem zweitgrößten Museum Österreichs und China nach.

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Congo Stars in der Kunsthalle Tübingen

Kunsthaus Graz

Die Presseresonanz könnte nicht besser sein: „Sinnlich und politisch: Mit ihrer grandiosen Ausstellung ,Congo Starsʻ bietet die Tübinger Kunsthalle eine neue Perspektive auf afrikanische Gegenwartskunst“, so die Stuttgarter Zeitung vom 11. März. Am 8. 3. haben wir in der Kunsthalle Tübingen jene Ausstellung eröffnet, die von September 2018 bis Januar 2019 in etwas veränderter Form bereits im Kunsthaus Graz gezeigt wurde.

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Zu Gast bei Jorge Pardo in Mérida/Mexiko

Kunsthaus Graz | Museumseinblicke

Der kubanisch-amerikanische Künstler Jorge Pardo hat seine gesamte Produktion und sein Studio vor ein paar Jahren von Los Angeles nach Mérida verlegt. Dort besuchte ich ihn Ende Februar. Zum einen, um Einblick in seine aktuelle Produktion zu bekommen, und zum anderen, um mit ihm gemeinsam Leihgaben für unsere Herbstausstellung zum Kunst_Handwerk zu überlegen. Vier Tage lang wohnte ich in Pardos Haus, das selbst ein Werk des Künstlers ist.

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Der Künstler, das Werk und die Ausstellung

Kunsthaus Graz

Am 14.2. eröffneten wir die Ausstellung Jun Yang. Der Künstler, das Werk und die Ausstellung. Der Titel klingt nicht nur übertrieben, er ist es auch. „Der“ Künstler, „das“ Werk und „die“ Ausstellung? Man kann den Titel durchaus auch als Parodie lesen, als eine Parodie auf den singulären (männlichen) Künstler, das einzigartige Werk und die repräsentative Einzelausstellung.

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Gibt es einen Unterschied zwischen zeitgenössischer österreichischer, europäischer und außereuropäischer Kunst?

Kunsthaus Graz

Vor Kurzem wurde ich gefragt, was der Unterschied „zwischen zeitgenössischer österreichischer, europäischer und außereuropäischer Kunst“ sei. Diese Frage hat mich in verschiedener Hinsicht erstaunt. Ist österreichische Kunst denn keine europäische? Und was macht man mit kulturellen Überlagerungen, die sich nationalen oder kontinentalen Kategorien entziehen?

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Das Bronze House von Plamen Dejanoff in Sofia

Kunsthaus Graz

Am 14.12. fand in der Nationalgalerie in Sofia eine Podiumsdiskussion zu zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum statt. Es diskutierten Vanessa Joan Müller, Dramaturgin an der Kunsthalle Wien, Luchezar Boyadjiew, bulgarischer Künstler, und ich. Anlass war die Aufstellung des Bronze House von Plamen Dejanoff auf dem Alexander-Battenberg-Platz.

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„Womit habe ich das verdient?“

Kunsthaus Graz

Als der LKH-Krankenhausseelsorger Mitte September beim Augenoptiker Kurt Otter seine Kontaktlinsenflüssigkeit einkauft, bekommt er sie zu seiner großen Überraschung geschenkt. Geradezu geschockt und etwas peinlich berührt kauft er das Gleiche gleich noch einmal und betont, dass er sich dieses zweite Produkt nicht auch noch schenken lassen kann.

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