7. Mai 2015 / Nina Bachler

Mein Blick hinter die Kulissen eines Kulturbetriebs

Museumsalltag

Drei Monate als Volontärin im Universalmuseum Joanneum.

Genauer gesagt im Referat Presse und digitale Kommunikation. Von Datenbanken, Fotoshootings, Interviews und Museumsblog bis hin zu Pressekonferenzen – entdeckt habe ich viel Neues. Meine letzten paar Tage hier möchte ich nun nutzen um meine vergangenen drei Monate als Volontärin Revue passieren zu lassen.

 

Besuch in der Neuen Galerie Graz: Da konnte ich auch schon zu vielen Objekten etwas erzählen. Foto: J. J. Kucek

Besuch in der Neuen Galerie Graz: Da konnte ich auch schon zu vielen Objekten etwas erzählen. Foto: J. J. Kucek

Schreib‘ einfach drauf los

Einfach? Leichter gesagt als getan, denn sämtliche Regeln, die an der Uni eingehalten werden müssen, um wissenschaftlich erschließbare Seminararbeiten zu verfassen, sind fürs Bloggen hinfällig.

Zu unterschiedlichen Themen und Ausstellungen entstanden im Laufe der Monate zahlreiche Einträge für den Museumsblog. Es ging darum, bestehende Texte zu überarbeiten, sich Neues aus den Fingern zu saugen und Interviews zu führen, um sie anschließend dem Redaktionsplan entsprechend für den Blog zu verwenden oder auch verschiedenen Printmedien zur Verfügung zu stellen. Besonders gefreut habe ich mich über meinen Artikel für die „Steirischen Berichte“, in dem ich über das Ausstellungsjahr 2015 im Universalmuseum Joanneum berichtete. Spannend fand ich die Aufbereitung von Texten über aktuelle Ausstellungen wie zum Beispiel HyperAmerika oder Steiermark im Blick.

Nachdem ich die Ausstellung Keep Smiling. Humor als Waffe in den Multimedialen Sammlungen genau unter die Lupe nahm, erschien Mitte März mein Kommentar „Das Ende der Satire“, in dem ich meine eigenen Gedanken zu diesem aktuellen Thema niederschreiben konnte. Den Kommentar sah ich als Vorarbeit für den „Kleine Zeitung Salon“ am 18. März, bei dem der Karikaturist Gerhard Haderer zu Besuch war. Der darauffolgende Beitrag „Cartooning for Peace“ war somit mein Nachbericht zu einem Thema, das mich selbst sehr interessierte.

Der Blick hinter die Kulissen

Im März und April fanden im Kunsthaus Graz, in der Neuen Galerie Graz und im Volkskundemuseum Pressekonferenzen und Ausstellungseröffnungen zur aktuellen Saison statt. Neben dem Bloggen bereitete ich Pressemappen für die Pressekonferenzen vor und half mit, sämtliche Unterlagen aufzubereiten. Außerdem besuchte ich die Ausstellungsräume in den Tagen vor den Eröffnungen, um den Aufbau mitzuverfolgen und zu beobachten, wie viel Arbeit hinter einer einzelnen Ausstellung steckt.

Im Laufe der Monate wurde mir immer dank des Engagements meiner Kolleginnen und Kollegen deutlich vor Augen geführt, welche Bedeutung der Social-Media-Bereich für ein großes Unternehmen hat. Facebook, Twitter, YouTube, Instagram: Die Notwendigkeit, in sozialen Netzwerken präsent zu sein und stets über Aktuelles zu berichten, wurde mir durch meine Tätigkeit hier bewusst.

 

Durch Hintergrundgespräche mit Kolleginnen und Kollegen erhielt ich spannende Einblicke in die Arbeitsweise und unterschiedlichen Aufgabengebiete. Foto: J. J. Kucek

Durch Hintergrundgespräche mit Kolleginnen und Kollegen erhielt ich spannende Einblicke in die Arbeitsweise und unterschiedlichen Aufgabengebiete. Foto: J. J. Kucek

Drei Monate – viele neue Erfahrungen

Mit meinem Blick hinter die Kulissen möchte ich mich verabschieden und danke sagen für drei spannende und lehrreiche Monate: Ich danke meinem Chef Christoph, der mir viel Neues zutraute und mir bei Fragen stets weiterhalf. Anna, die immer ein offenes Ohr hatte und mir danke ihrer Ruhe die anfängliche Scheu vorm Schreiben nahm und Jörg, der den Texten schlussendlich den letzten Feinschliff gab.

Kategorie: Museumsalltag
Schlagworte: Arbeiten im Museum | Marketing und Kommunikation


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