Bau eines Wasserrads, Foto: Universalmuseum Joanneum

29. Juni 2016 / Eva-Maria Pomberer

Gemma mur schauen – Mu(r)seumstag im Museum im Palais

Kunst- & Naturvermittlung | Museum für Geschichte

Wasser ist die Quelle allen Lebens, kann aber auch schlimme Katastrophen verursachen. Beim „Mu(r)seumstag“ am 2. Juni erfuhren insgesamt 330 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Wissenswertes und Überraschendes über dieses kraftvolle Element – und zwar am Beispiel der Mur.

In der Ausstellung

Schüllerinnen und Schüler in der Ausstellung “Die Mur. Eine Kulturgeschichte”, Foto: Universalmuseum Joanneum

Bei 14 spannenden Programmpunkten konnten die jungen Leute tief in die Materie eintauchen und selbst aktiv werden. Ausgangspunkt für den „Mu(r)seumstag“ war die aktuelle Schau „Die Mur. Eine Kulturgeschichte“ im Museum im Palais, die bei einem gemeinsamen Rundgang mit Astrid Aschacher und Christoph Pietrucha zu einem tollen Erlebnis wurde. Simone Maier, Petra Fuchs und Peter Pessl ließen die Schülerinnen und Schüler anschließend Wasserräder bauen  – dabei konnten sie auch erfahren, wie diese funktionieren und wozu man sie überhaupt braucht.

Spannende Informationen aus erster Hand

Hochwasser kann großen Schaden anrichten, wie die Schlagzeilen der letzten Wochen leider wieder zeigen. Wie die Grazer Berufsfeuerwehr bei solchen Ereignissen vorgeht, konnten die Schülerinnen und  Schüler aus erster Hand erfahren: Erfreulicherweise haben wir OA Gernot Eisenberger, der für die Einsatzplanung des Katastrophenschutzes für die Grazer Berufsfeuerwehr zuständig ist, als Vortragenden gewonnen.

Vortrag Berufsfeuerwehr_1

Vortrag von OA Gernot Eisenberger, Berufsfeuerwehr Graz, Foto: Universalmuseum Joanneum

Über die Renaturierung der Mur hat Dipl.-Ing. Katharina Schüssler vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung (A 14 Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit) berichtet. Bei Bewegungsspielen konnten alle erleben, wie wichtig die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen ist.

Bewegungsspiel zur Renaturierung, Foto: Universalmuseum Joanneum

Bewegungsspiel zur Renaturierung, Foto: Universalmuseum Joanneum

Kreativ im Team

Ein Highlight des Tages war das gemeinsame Bauen einer stabilen Brücke, die ein Gewicht von 1 Kilogramm hält. Nur mithilfe von 3 A3-Blättern, Tixo und Schere sollten die Schülerinnen und Schüler  im Team austüfteln, wie das funktionieren kann. Es war sehr schön zu sehen, wie kreativ, teamfähig, ehrgeizig und ausdauernd sowohl Volksschülerinnen und Volksschüler als auch jene aus höheren Schulstufen an die Sache herangingen. Sehr oft hörte man ein Jubeln aus dem Hof, denn jede Gruppe schaffte die Aufgabe aus eigener Kraft – die Freude darüber war natürlich groß! Den Kulturvermittlern Clemens Fink und Christoph Kugler kam dabei die schöne Aufgabe zu, Koordinatoren von Wissen zu sein, das die Kinder mithilfe einiger Tipps selbst generierten.

Alles in allem war es ein gelungener Tag, der den Schülerinnen und Schülern den Hauptfluss der Steiermark auf eine andere Weise nähergebracht hat.

 

Tipp:

Die Ausstellung “Die Mur. Eine Kulturgeschichte” ist noch bis 17.07.2016 im Museum im Palais zu sehen!

Museum im Palais
Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9810
museumimpalais@museum-joanneum.at

Kategorie: Kunst- & Naturvermittlung | Museum für Geschichte
Schlagworte: Die Mur | Schule


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