Arthur Zalewski, aus "Favoriten", 2017, ASPN, Leipzig

18. September 2017 / Monika Holzer-Kernbichler

Auf ins Ungewisse: Fünf Fragen an Barbara Steiner 

Kunst- & Naturvermittlung | Kunsthaus Graz

Die Ausstellung "Auf ins Ungewisse" zeichnet die Entstehung des Kunsthauses Graz nach und geht dabei dem Verhältnis zwischen visionären Ideen und deren Umsetzung nach. Diesem Themenfeld zwischen Idee, Planung und Realisierung widmet sich die Kunstvermittlung schon seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 2003 auf verschiedenen Ebenen. Deshalb hat Monika Holzer-Kernbichler der neuen Kunsthaus-Leiterin fünf Fragen zur Ausstellung gestellt.

Warum machen Sie eine Ausstellung über das Kunsthaus Graz?

Das Gebäude des Kunsthauses ist sehr beliebt. Von nah und fern kommen Menschen, die sich für das Haus interessieren. Man kennt das Kunsthaus als Nilpferdbaby, Seeschnecke, Stachelschwein, Walfisch. Die Architekten haben es als „freundlichen Außerirdischen“ bezeichnet. Nun steht es gleichsam als größtes Ausstellungsstück selbst im Mittelpunkt einer Ausstellung. Wir erzählen seine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte.

Gibt es durch diese Ausstellung neue Erkenntnisse über das Kunsthaus Graz?

Durch die verschiedenen Sichtweisen der Mitwirkenden entsteht ein vielschichtiges Bild von der Entstehungsgeschichte des Kunsthauses. Die Erkenntnisse sind also mannigfaltig, doch die wichtigste mag sein: Die Herausforderungen konnten nur gemeinsam bewältigt werden. Das Kunsthaus ist das Ergebnis eines Zusammenwirkens von Planung und Umsetzung.

 

Was ist für Sie das Besondere am Kunsthaus Graz als Institution dieser Stadt?

Ich wünsche mir, dass das Kunsthaus für die Grazer/innen und Steirer/innen ein Ort ist, auf den man stolz sein kann und den man Gästen zeigt – nicht nur wegen des Gebäudes, sondern auch wegen seiner Ausstellungen.

 

Was bedeuten diese einzigartigen Räume des Kunsthauses für das Kuratieren von Ausstellungen?

Es handelt sich um ein herausforderndes Haus mit besonderen Eigenschaften. Ich sehe es als Partner, der zur Auseinandersetzung einlädt. Eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern haben in der Vergangenheit sehr besondere Ausstellungen an diesem und für diesen Ort entwickelt. Mich interessiert es, von der Architektur ausgehend zu arbeiten; weiße Wände werde ich nicht aufstellen.

Warum sind in der Ausstellung Auf ins Ungewisse alle Texte auf Englisch?

Das Kunsthaus wurde in englischer Sprache geplant. Peter Cook und Colin Fournier haben in dieser Sprache für das Kunsthaus geworben und Menschen für ihre Ideen begeistert. Wir machen diese Aussagen nun im Original zugänglich. Doch natürlich haben wir auch alle Texte übersetzt. Sie sind im Ausstellungsführer auf Deutsch nachzulesen.

 

Auf ins Ungewisse

Peter Cook, Colin Fournier und das Kunsthaus

Eröffnung, 23.09.2017 um 14 Uhr | 23.09.2017–25.03.2018

Space01

Weitere Blogs von Barbara Steiner zum Thema:

Die Kunsthaus-Torte

80 Years, 80 Ideas

Auf ins Ungewisse

steirischer herbst 2017

Kategorie: Kunst- & Naturvermittlung | Kunsthaus Graz
Schlagworte: Logbuch Barbara Steiner


Folgende Beiträge sind für dich interessant:

  • Der Vorplatz Die Landschaftsarchitekten Topotek 1 verzichten auf ihr Honorar und die Sitzmöbel werden von der Firma Vestre gesponsert. Topotek 1 Der Entwurf stammt von Topotek 1, einem 1996 gegründeten Büro für Landschaftsarchitektur in Berlin, das in den Grenzbereichen von Architektur, […]
  • Gruppenreise nach London The New Tate Ausgangspunkt der Reise war ein gemeinsamer Besuch der Tate Modern nach der Eröffnung des Erweiterungsbaus der Schweizer Architekten Herzog & De Meuron. Der Ausblick vom obersten Stock auf die Stadt ist atemberaubend. Von der Rauschenberg-Ausstellung war ich hingegen […]
  • steirischer herbst 2017 Veronica Kaup-Hasler wollte frühzeitig sondieren, ob das Kunsthaus auch 2017 mit dem steirischen herbst kooperieren wolle. Es stellte sich schnell heraus, dass ihre Überlegungen hervorragend zu meinem ersten großen Ausstellungsvorhaben passen, bei dem das Kunsthaus selbst Ausgangspunkt […]
  • Mein Besuch in der Gaulhofer-Firmenzentrale in Übelbach Gutstücke, Fehlstücke, Flutung, Holzmerkmale Manfred Gaulhofer erzählte uns, dass es das Unternehmen bereits seit 1919 gibt, am jetzigen Standort befinde man sich aber erst seit Mitte der 1970er-Jahre. Man hatte das Gelände einer aufgelassenen Papierfabrik gekauft. Hauptsächlich werden […]
  • Das neue Foyer Auch der neue, große Kassentresen konnte vor ein paar Tagen fertiggestellt werden. In den nächsten Tagen soll dann eine weitere Drehtür eingesetzt werden, sodass es in Zukunft zwei Eingänge an der Lendkai-Seite geben wird. Ein großzügig dimensioniertes, einladendes, nach außen […]
  • trigon 67 Spektakulär war das Eingangsgebäude von Eilfried Huth und Günther Domenig: ein mit halbtransparentem Kunststoff überzogener, futuristisch aussehender Pavillon. Dieser bildete den Eingang zur Ausstellung Ambiente, in deren Zentrum Raumfragen standen. Das bereits 1951 errichtete […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Benutzen Sie diese HTML Tags und Attribute:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>