Zukunft sehen © buero bauer

12. Juni 2017 / Barbara Steiner

Zukunft sehen

Kunsthaus Graz

Seit Ende des Jahres verstärkt das buero bauer mit Erwin Bauer und Kathy Scheurich das Team, das am 800-Jahr-Jubiläum der Diözese Graz-Seckau arbeitet.

Auf der Webseite der Gestalter heißt es: „Wir sind aufmerksam. Wir hören genau zu. Wir begleiten, formulieren, konzipieren und kommunizieren.“ Genau diese Aufgabe haben sie auch für das Diözesan-Jubiläum übernommen: Im Prinzip schärfen sie unsere Anliegen, vor allem aber stellen sie Fragen. Beim letzten Workshop tauchte etwa die Frage auf:

„Auf welche Weise kann man eine Verbindung zur nichtkirchlichen Welt erzeugen?“

Das „Auge Gottes“

Die Sujets für die acht Themenfelder kamen kirchenintern und auch -extern sehr gut an. Das buero bauer setzt auf plakativ anmutende Kontraste, die man zwar im kirchlichen Kontext lesen kann, die aber auch in den säkularen Alltag hineinreichen, sie schieben also weltliche und geistliche Motive ineinander. Das sogenannte Hauptsujet zeigt ein Feuerzeug, über dem das „Auge Gottes“ schwebt. Es ist der Kontext, der diese Interpretation erzeugt, denn eigentlich fehlt dem allsehenden Auge das umgebende Dreieck, das auf die göttliche Dreifaltigkeit verweist. Die Meinungen, ob es das richtige Sujet für die Kunsthaus-Ausstellung ist, gehen in der kuratorischen Gruppe auseinander.

„Ist Armut unfair?“

Die acht kontrovers angelegten Themen werden nun mit einer weltlichen Frage eingeleitet; dies erlaubt es, gesellschaftliche Fragen über den religiösen Kontext hinaus zu diskutieren. „Wollen wir uns abschotten?“, „Was würdest du morgen zurücklassen?“, „Ist Armut unfair?“, „Brauchen wir noch Schulen?“, „Rettet Schönheit die Welt?“ – ich bin mir sicher, dass sich dadurch auch Menschen angesprochen fühlen, die der katholischen Kirche nicht nahestehen.

Das Konzept für das Kunsthaus

Im kuratorischen Team gab es ein paar Veränderungen: Florian Traussnig setzt für ein halbes Jahr aus – er hat einen Forschungsauftrag angenommen –, Heimo Kaindl, der Leiter des Diözesanmuseums, ist nun Teil der Gruppe. Er war übrigens mein Klassenkamerad in der Ortweinschule. Nach mehr als 30 Jahren arbeiten wir also wieder an einem gemeinsamen Projekt. Dazu verstärkt Michael Braunsteiner, der im Stift Admont eine umfangreiche Sammlung österreichischer Gegenwartskunst aufgebaut hat, unsere Gruppe.

Die Kunsthaus-Ausstellung wächst: Wir haben inzwischen eine Liste an künstlerischen Arbeiten zusammengestellt, die wir gerne zeigen möchten. Dazu werden wir acht Künstler/innen dazu einladen, vor Ort eine spezifische Arbeit zu entwickeln. Neben Artist-in-Residence-Arbeiten und zeitgenössischen Werken wollen wir auch Objekte aus den Sammlungen des Universalmuseums Joanneum und des Diözesanmuseums in die Ausstellung nehmen.

Lesen Sie dazu auch:

800 Jahre Diözese Graz-Seckau im Kunsthaus Graz

Erfahren Sie mehr über die Ausstellung im Kunsthaus Graz:

Glaube Liebe Hoffnung

800 Jahre Diözese Graz-Seckau

Eröffnung: 12.04.2018, 19 Uhr
13.04.-26.08.2018
Eine Ausstellung anlässlich von „800 Jahre Diözese Graz-Seckau“ gemeinsam mit KULTUM – Kulturzentrum bei den Minoriten.
In Kooperation mit der Alten Galerie, dem Volkskundemuseum und dem Diözesanmuseum Graz.
Kuratiert von: Katrin Bucher Trantow, Johannes Rauchenberger, Barbara Steiner
Co-Kuratoren: Heimo Kaindl, Alois Kölbl

Themenschwerpunkt Glaube

> Erfahren Sie mehr über den Themenschwerpunkt “Glaube” im Universalmuseum Joanneum

Kategorie: Kunsthaus Graz
Schlagworte: Logbuch Barbara Steiner


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Ein Gedanke zu “Zukunft sehen

  1. Alfred Pirker

    Die kathoöische Kirche ist ein krimineller Weltkomzern namens Vatikan!

    An die
    Volksanwaltschaft der Republik Österreich

    Anzeige: Die katholische Kirche betrügt und belügt die Bürger seit Jahrhunderten bis heute zu ihrem Vorteil. Sie kann es machen, da Kirchenangelegenheiten nicht ins Strafrecht fallen!

    Ein Dogma ist eine Aussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich und unveränderbar gilt. Von den 245 Dogmen sechs ausgewählte die ihr Herrschaftswillkür über die Menschen sichert:
    Gott ist unendlich gerecht – barmherzig – die absolute wohlwollende Güte.
    Die Seelen derer, die im Zustand der schweren Sünde sterben, gehen in die Hölle ein. Die Höllenstrafe dauert in alle Ewigkeit. Der Tod ist die Straffolge der Sünde.“
    Eine Reihe von Dogmen und Inhalte von Glaubenssätzen widersprechen jeder Logik, Vernunft und Humanität. Religionsbestimmungen, die dazu dienen die Gläubigkeit der Bürger/innen zu missbrauchen, sind nicht mit einem demokratischen Rechtsstaat vereinbar.
    Durch gezielt formulierte Dogmen und Glaubessätze hat die Kirche die Menschen über Jahrhunderte zu ihrem Vorteil missbraucht, sich bereichert und macht es heute noch. Der durch Betrug der Menschen angehäufte Reichtum durch äußerst bedenkliche Erweckung von Hoffnungen bezüglich der jenseitigen Fortexistenz durch testamentarische Begünstigungen und Spenden sind schwerwiegende Delikte des kriminellen Weltkonzerns katholische Kirche.
    Neben den unwiderruflichen Dogmen hat die kath. Kirche rund 900 Glaubenssätze festgelegt, davon einige zur Auswahl:
    R-Nr. 49: Wer sagt, die Menschenvernunft sei so unabhängig, dass ihr der Glaube nicht von Gott befohlen werden könne, der sei ausgeschlossen (früher = ist verdammt).
    R-Nr.. 57: Wer sagt, die menschlichen Wissenschaften müssten mit solcher Freiheit behandelt werden, dass ihre Behauptungen als wahr festgehalten und von der Kirche nicht verworfen werden könnten, auch wenn sie der geoffenbarten Lehre widersprächen, der sei ausgeschlossen.
    RN 85: Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen.

    R-N. 195: Wer nicht mit den heiligen Vätern im eigentlichen und wahren Sinne die heilige und immer jungfräuliche und unbefleckte Maria als Gottesgebärerin bekennt, da sie eigentlich und wahrhaft das göttliche Wort selbst, das vom Vater vor aller Zeit gezeugte, in den letzten Zeiten, ohne Samen, vom Heiligen Geiste empfangen und unversehrt geboren hat, indem unverletzt blieb ihrer Jungfrauschaft auch nach der Geburt: der sei verworfen.

    R-Nr. 660: Wer sagt in der katholischen Kirche sei die Buße nicht wirklich und eigentlich ein von Christus, unserem Herrn, eingesetztes Sakrament, um die Gläubigen, sooft sie nach der Taufe in Sünde fallen, mit Gott zu versöhnen, der sei ausgeschlossen.
    Unter diesen „göttlichen“ Erkenntnissen und Bestimmungen sind als logische Konsequenz bei Nichtbefolgung in der Vergangenheit Folter und Scheiterhaufen das übliche Mittel gewesen um „Gerechtigkeit“ zu bewirken. Beachtenswert ist bei den letzten Päpsten ihre Einstellung zur Frau, selbst wenn sie danach heiliggesprochen wurden.
    Papst Paul VI. (Papst von 1963 – 1978):
    “Frauen sind nicht die Funktionen eines Messdieners gestattet”.

    Papst Johannes Paul II. (Papst von 1978 – 2005) erklärte 1988:
    „Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es keiner Frau zu Lehren und sich über den Mann erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen und dann erst Eva.“

    Sollten Sie der Meinung sein im 21. Jhdt. hätte man sich der Realität angepasst, wie rechtfertigt man folgende päpstliche Ansicht. Afrika wird von einer Bevölkerungsexplosion bedroht und hat die stärkste AIDS- Verbreitung: Papstkommentar (ORF 30.11.2015) auf die Frage ob der Gebrauch von Kondomen zur Vermeidung von HIV-Infektionen erlaubt werden solle?
    „Es gelte das Gebot der Enthaltsamkeit gegen das Verbot des Tötens abzuwägen. Es gehe darum, das Leben zu verteidigen oder den Geschlechtsverkehr, aus dem das Leben kommt.“
    Diese Person erlaubt sich Verhütungsmaßnahmen als Totschlag zu bezeichnen und ist bemüht die kirchliche Entmündigung der Frau aufrecht zu erhalten. Überbevölkerung und Elend von Millionen (laut Prognosen wird die Bevölkerungsexplosion im AIDS-reichsten Kontinent von 1,3 bis 2050 auf 2,4 und bis 2100 auf 4,2 Milliarden Menschen ansteigen) sind vorprogrammiert. Die bevorstehende Fluchtbewegung ist heute noch nicht abschätzbar! Wo Aufklärung und Bildung unterentwickelt sind, regiert die Kirche gezielt im mittelalterlichen Status zu ihrem Vorteil, der ihr die höchste Zunahme an Gläubigen verschafft. Gott ist für Verzweifelte die letzte Hoffnung!

    Voraussetzungen zur Anerkennung einer Religion
    Die Anerkennung einer Religion ist Angelegenheit des Staates. Doch nimmt er diese Pflicht auch ernst? Mit Sicherheit nicht, sondern wie üblich opportunistisch. Wie kann man einer Kirche die staatliche Anerkennung gewähren, die Nichtmitglieder als Menschen 2. Klasse behandelt und mit der ewigen Verdammnis droht?
    Die Einmischung des Staates in kirchliche Angelegenheiten wird Pflicht, wenn Menschenrechte und Menschenwürde durch die Religion infrage gestellt wird. Welche Achtung die Kirche für Frauen erübrigt, erkennt man in der Untersagung von Abtreibungen, wenn Frauen durch Vergewaltigung oder Inzest geschwängert wurden. Wie eine derart menschenverachtende Haltung, ausgerechnet jenen gegenüber, die Verständnis, Hilfe und Zuneigung brauchen, zu rechtfertigen ist, wird vom Prinzipienverein Vatikan heuchlerisch eantwortet.
    Religion darf nicht im Widerspruch zu Humanität stehen.
    Es darf keine negative Bewertung von Nichtmitgliedern und Ausgetretenen erlaubt sein.
    Die Person entscheidet
    Die Kindestaufe in Kombination mit automatischer Mitgliedschaft gleicht einer geistigen Vergewaltigung und ist mit Demokratie nicht vereinbar. Nur die Person selbst entscheidet im wahlfähigen Alter über seine Mitgliedschaft.
    Gleichberechtigung von Frau und Mann
    Die Gleichberechtigung von Frau und Mann ist eine Selbstverständlichkeit.
    Ethik statt Religionsunterricht
    Die Grundfragen der Ethik lauten: „Was sollen wir tun?“, „Wie sollen wir handeln?“ Ständig müssen wir diese Fragen für uns beantworten, ohne dass uns letztlich jemand die Entscheidung abnehmen kann. Sie setzt voraus, dass wir uns frei im Handeln entscheiden können. Tangiert es den Bereich Gut und Böse, wird sie zur ethischen d.h. moralischen Frage.
    Jeder Mensch hat ein Gewissen, das ihm sagt, was zu tun ist. Ob eine Handlung positiv oder negativ bewertet wird, hängt von der Qualität der Entscheidung ab. . Korrektes Handeln kann wegen der Vielfalt der Gesichtspunkte sehr kompliziert werden. Weisheit, Klugheit und Einsicht sind Komponenten für gerechte Entscheidungen.

    Ein wichtiger Grund Religion durch Ethik zu ersetzen liegt in der Bedenklichkeit der Religionslehren. Längst als falsch oder bedenklich erkannte Ansichten zu lehren und als Glaubenspotential zu verteidigen, steht im Widerspruch zur Vernunft. Kinder in der Schule diesen Legenden und Lügenpotential auszusetzen, ist mit Gewissen und Verantwortung unvereinbar!

    Überzeugung ohne Mitgliedschaft
    Diese Menschen gehören keiner Religionsgemeinschaft an, sind jedoch keine Atheisten. Sie sind von der geistigen Fortexistenz überzeugt und haben sich ihre eigene Meinung gebildet. Menschen ohne konfessionelle Bindung, die aus persönlicher Überzeugung ihren Weg gehen, sind Anhänger einer eigenen Wertevorstellung. Sie haben ihre persönliche Ansicht von „Gott oder Geist“ und dem Sinn des Lebens entwickelt unabhängig von Priester und Kirche. Sie sind Suchende nach neuen Erkenntnissen. Suchen steht im Konnex mit Fragen. Fragen bilden das Fundament des Suchens.
    Die Pflichten einer verantwortungsbewussten Person wurden dem Sachbuch Bewusstseinspflege „Religion“ der Zukunft? entnommen.
    Du bist verantwortlich für Dein Denken, Reden, Schreiben und Handeln gegenüber Dir, dem Nächsten, der Gesellschaft und der Umwelt.
    Befindet sich Unrecht, Bedenkliches oder Leid in Deinem Einflussbereich, schau nicht weg, sondern werde aktiv.

    Staat entzieht sich seiner Verantwortung
    Die Anerkennung einer Kirche ist mit der Nichtverletzung der Menschenrechte und Menschenwürde zu koppeln. Doch wie ist die Moral einer Kirche auszulegen, wenn die, ach so friedliebende Institution Vatikan, bis heute die UN-Menschenrechtkonvention verweigert zu ratifizieren?
    Theologie als Wissenschaft auf der Universität zu lehren bedeutet kirchliche Narrenfreiheit auf Kosten der Steuerzahler zu garantieren. Die Ursprungslehre von Jesus Christus existiert nur in Fragmenten. Paulus, der Apostel der Jesus nie sah, hat sie vom Ursprung her am stärksten geprägt. Mit der Entwicklung zur Staatsreligion im römischen Reich, stand sie in Abhängigkeit vom regierenden Kaiser und hat sich zu einem Machtimperium entwickelt. Grundlage der Religion wurden Dogmen und Glaubensätze, die selbst im 21. Jhdt. nicht in Frage gestellt werden dürfen!
    Natürlich sind in der Religion ISLAM größere Probleme in den Griff zu bekommen. Doch wäre es wohl angebracht zuerst den eigenen Bereich in Ordnung zu bringen.

    Nachdem weder der Justizminister, der Wissenschaftsminister, noch der Minister Moser sich dafür zuständig fühlen, ersuche ich die Volksanwaltschaft die politischen Entscheidungsträger zum Nutzen der Bürger zu motivieren das Problem im Parlament zu behandeln!

    25. Mai, 2018 Dr Alfred Pirker

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