Ausstellungsansicht “Die Produktion der Dinge”, Foto: N. Lackner/UMJ

23. September 2016 / Marion Kirbis

Wie baut man eigentlich …?

Museum für Geschichte

Die kürzlich eröffnete Ausstellung Die Produktion der Dinge im Museum im Palais rückt die vorindustrielle Herstellung von Produkten und damit auch das Leben und die handwerkliche Arbeit ihrer Produzenten und Produzentinnen in den Mittelpunkt.

Aus dem über 35.000 Objekte umfassenden Bestand der Kulturhistorischen Sammlung haben die Kuratorinnen Bettina Habsburg-Lothringen und Astrid Aschacher sowie Kurator Christoph Pietrucha 25 Leitobjekte für die Ausstellung Die Produktion der Dinge ausgewählt. Rund um diese Stücke entstanden Objektgruppen, die von großem Erfindergeist und den Problemen ihrer Zeit erzählen. Einige der ausgestellten Objekte, wie die Flohfalle oder Schmuck aus Menschenhaar, wirken aus heutiger Sicht kurios. Andere Exponate spiegeln den Arbeitsalltag der Arbeiterinnen und Arbeiter wider oder belegen frühe Formen von Produktspionage und Marketing.

Zehn Kurzfilme begleiten die Ausstellung und zeigen Werkprozesse aus nächster Nähe. Somit kann man Fachleuten aus zehn ausgewählten Betrieben der Region dabei zusehen, wie sie gezeigte Objekte – etwa eine Geige, eine mundgeblasene Vase oder ein Grabkreuz – herstellen. Damit möglichst viele Menschen von den Filmen profitieren können, wurden alle Filme auf YouTube zur Verfügung gestellt. So können Interessierte sie sich jederzeit ansehen oder Lehrerinnen und Lehrer sie in den Unterricht einbauen.

Das Rahmenprogramm zur Schau Die Produktion der Dinge schlägt den Bogen in die Gegenwart: Bei Ausflügen zu vier Großbetrieben in Graz und Umgebung und Werkstattbesuchen in Grazer Handwerksbetrieben können Interessierte die „Produktion der Dinge“ von heute kennenlernen.

Museum im Palais
Sackstraße 16, 8010 Graz
Dauer: 16.09.2016–07.05.2017
Kuratiert von Bettina Habsburg-Lothringen, Astrid Aschacher und Christoph Pietrucha

 

Kategorie: Museum für Geschichte
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