Foto: Barbara Steiner

19. Juli 2017 / Barbara Steiner

Mein Besuch bei der Firma ZULTNER

Kunsthaus Graz

Der Sitz der ZULTNER Metall GmbH ist heute in der Schmiedlstraße in Graz-Messendorf. Ohne Auto ist es kompliziert dorthin zu kommen, doch der Weg lohnt sich schon alleine wegen des beindruckenden Gebäudes von Günther Domenig und Hermann Eisenköck, das 2001 in Betrieb genommen wurde.

Die Firma, gegründet 1948, war lange in der Griesgasse angesiedelt, und nach einigen Jahren in der Kalvarienbergstraße verlegte man den Standort nach Graz-Messendorf.

Was führte mich zu ZULTNER?

Wir bereiten gerade unsere Herbst-Ausstellungen vor. Für Graz Architektur entwickelt Rainer Stadlbauer das Display. Es handelt sich um horizontale und vertikale Module, die im Space02 von der Decke abgehängt werden. Rahmen und teilweise die Füllungen sind aus Aluminium. Mein Besuch bei ZULTNER war im Grunde genommen mit einem Sondierungsgespräch verbunden, um zu klären, ob bzw. in welcher Form sich die Firma ein Materialsponsoring für diese Ausstellung vorstellen könnte. Erfreulicherweise besteht Interesse, und so werden wir die Eckdaten einer Kooperation in den nächsten Tagen eruieren. Da wir auch Arbeiten von Günther Domenig in der Ausstellung zeigen werden, gibt es über das Gebäude von ZULTNER eine unmittelbare Verbindung zur Firma. Eine weitere Nähe eröffnet sich über das Kunstinteresse des Geschäftsführers, der das Gebäude auch mit Kunstwerken ausgestattet hat und selbst sammelt.

Das Gebäude

Am Firmengebäude beeindruckt besonders seine expressiv anmutende Dachkonstruktion. Unter diesem Dach befinden sich Lagerhalle, Werkstättentrakt, Ausstellungs- sowie Verkaufsbereich und Kleinteile-Lager. Quer zur großen Dachlösung und direkt über dem Eingang sitzt – optisch schwebend – der Bürotrakt.

Dezent, aber wirkungsvoll spielen die Verstrebungen des Bürotrakts auf den ersten Buchstaben des Firmennamens an. Auch die Dachform kann im Prinzip als riesige Z-Form interpretiert werden.

Nicht nur im Aufgreifen des Buchstabens „Z“, auch in der gesamten Anmutung, speziell in der Materialität des Gebäudes – etwa in Form von Alu-Lamellen, Rheinzinkpaneelen – beziehen sich die Architekten auf den Auftraggeber, die ZULTNER Metall GmbH, einem lagerhaltenden Großhändler mit Fokus auf Edelstahl, Aluminium, NE-Metalle, Schweißtechnik und Kunststoffe.

Bei der Führung durch das Haus beeindruckten mich die Sorgfalt der architektonischen Detailausführung und der Einsatz der Materialien.

Kategorie: Kunsthaus Graz
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