Figur aus der Sammlung Nicoletta Wabitsch, Foto: UMJ / N. Lackner

6. Dezember 2012 / Julia Kolar

Ach, du lieber Nikolaus

Volkskundemuseum

Die Bräuche, die uns rund um das Weihnachtsfest begleiten, tragen zu einer besonderen Atmosphäre in dieser Zeit bei. Oftmals ist aber nicht bekannt was eigentlich dahinter steckt. Hier ein kleiner Einblick.

Die erste vorweihnachtliche Gestalt

Am 6. Dezember begegnet uns bereits die erste vorweihnachtliche Gestalt: der Heilige Nikolaus. Historisch ist das Leben des Hl. Nikolaus nicht belegt, doch ranken sich zahlreiche Legenden um seine Figur, so wie jene, in der er den drei Töchtern eines armen Mannes goldene Kugeln schenkte, um diese aus ihrer Armut zu befreien.

 

Figur aus der Sammlung Nicoletta Wabitsch, Foto: UMJ / N. Lackner

Der Nikolaus ist aber nicht nur Gabenbringer, sondern sein Auftreten als prüfende Gestalt hat durchaus auch erzieherische Funktion. Früher befragte der Nikolaus die Kindern nach Gebeten und Bibelstellen. Zudem hielten sie oft ein Stück Holz als „Beweisstück“ bereit, in das sie in den Wochen zuvor für jedes gesprochene Gebet eine Kerbe geschnitzt hatten. Dafür wurden sie mit Nüssen und Früchten belohnt.

Unterstützung vom Krampus

Da der Nikolaus als Heiligenfigur nicht selbst bestrafen darf, hat er einen Helfer an seiner Seite: den Krampus, der andernorts auch „Tuifl“, „Klaubauf“ oder „Miglo“ genannt wird (im Blog-Beitrag “Höllisches Treiben im Advent” gibt’s weitere Infos zum Krampus) Sein Aussehen ist allerdings immer ähnlich und angelehnt an eine seit der Antike bestehende Vorstellung des Teufels: mit Hörnern, Fell und langer Zunge. Mit dabei hat er die Rute und auf dem Rücken trägt er die Butte, in die er die unartigen Kindern stecken kann.

 

Figur aus der Sammlung Nicoletta Wabitsch, Foto: UMJ / N. Lackner
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