Foto: UMJ / N. Lackner

5. Dezember 2012 / Peter Pakesch

Aufbruch und Gegenwart

Archäologie und Münzkabinett | Neue Galerie mit BRUSEUM | Registratur

Soeben stellen wir die Hängung des zweiten Teils der Schausammlung der Neuen Galerie Graz fertig, der am Donnerstagabend (6.12.) eröffnet wird. Im Fokus steht hier die Kunst von 1945 bis heute.

Es ist ein Gefühl großer Befriedigung, dass wir nun endlich einen Rahmen gefunden haben, in dem die Kunst der letzten Jahrzehnte regelmäßig und kontinuierlich als Sammlung zu sehen ist. Die Sammlung der Neuen Galerie verdient es jedenfalls, weiterentwickelt zu werden! Im Kunsthaus Graz haben wir mit medien.kunst.sammeln bereits eine Annäherung an die ständige Präsentation der Medienkunst gemacht. Ab kommendem Freitag zeigen wir auch in dieser Ausstellung zwei neue „Fenster“.

 

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Wenn wir auch die Archäologie mit einbeziehen, können wir am Universalmuseum Joanneum Kunstwerke aus mehreren Jahrtausenden präsentieren: Kunst, die hier entstanden ist, aber auch Objekte, die einen internationalen Vergleich ermöglichen, wie wir ihn anstreben. Sehr schön ist diese Vision vor allem anhand der Kunst seit 1945 zu sehen. Da lässt sich viel von der erstaunlichen Entwicklung der Kunst in diesem Land seit den 1960er-Jahren ablesen. Leider haben wir – wie immer – viel zu wenig Platz für eine umfassendere Präsentation. Daher wird es bei Ausstellungen dieser Art immer Lücken geben. An der Kompensation dieses Platzproblems werden wir bereits am Tag nach der Eröffnung zu arbeiten beginnen, denn: „Nach dem Umbau ist vor dem Umbau“, heißt es in Museumskreisen.

 

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Eine Sammlung zu entwickeln und zu präsentieren ist natürlich ein kontinuierlicher Prozess. So planen wir beispielsweise, die Bereiche der “steirischen Moderne” vor und unmittelbar nach dem Krieg vergleichend gegenüberzustellen und als geschlossenes Phänomen zu untersuchen. Wir denken daran, modulare Sammlungsräume als Inserts einzurichten, um Formate für Kleinausstellungen zu entwickeln und Formen wie Papierarbeiten und Fotografie zeigen zu können. Solche Werke können aufgrund ihrer Materialität nur für jeweils kurze Zeit ausgestellt werden.

Eine solche Präsentation gab es in Graz – trotz hervorragender Ausstellungen aus den Sammlungsbeständen – in dieser Form noch nie. Wir brechen damit in ein neues Zeitalter auf und setzen uns mit der Sammlung der Neuen Galerie Graz in einer Form auseinander, wie sie auch international üblich ist. Das ist für uns ein sehr spannender Prozess.

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