Foto: Johannes Diem

6. November 2019 / Barbara Steiner

Top oder Flop? Das Kunsthaus Graz bleibt im Gespräch

Kunsthaus Graz

In einer Umfrage unter den Leserinnen und Lesern der renommierten britischen Tageszeitung „The Guardian“, wohin man in Europa reisen sollte, um großartige, moderne Architektur zu sehen, landete das Grazer Kunsthaus auf dem ersten Platz.

Das ist ein Kompliment an die Architekten Peter Cook und Colin Fournier sowie an alle, die den Mut hatten, auf dieses Gebäude zu setzen.

Zehn europäische Bauwerke wurden für einen Besuch empfohlen, darunter das spektakuläre Museum of European and Mediterranean Civilisations in Marseille oder die Oodi central library in Helsinki. Bewertet wurde große europäische Architektur, die sich besonders gut in ihre Umgebung einfügt beziehungsweise einen spannenden Kontrast dazu herstellt.

Wenige Tage vor dem Artikel im „Guardian“ bezeichnete ein Landespolitiker (der FPÖ) das Kunsthaus als „steirische Elbphilharmonie“. Die Hamburger Elbphilharmonie zieht jährlich Hunderttausende von Besucherinnen und Besuchern an, die Konzerte sind über Jahre ausgebucht. Die Elbphilharmonie geriet in Kritik, weil das Budget um ein Vielfaches überschritten wurde. Doch hier hinkt der Vergleich mit dem Kunsthaus Graz: Dessen Baukosten wurden nämlich nicht überschritten. Das ist bei einem solch ehrgeizigen Bauprojekt im internationalen Vergleich ungewöhnlich und verdankt sich einer enormen Leistung der Bauausführenden.

Unser „Friendly Alien“ strahlt in die Welt aus und zieht Besucher/innen an. Doch nicht nur das Gebäude: „Auch die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst sind einen Blick wert“ – so der „Guardian“. Wer es nicht glauben mag: einfach vorbeikommen und sich selbst davon überzeugen! Wir freuen uns über die Anerkennung.

Kategorie: Kunsthaus Graz
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