Catherine Papst, Die Verwandlung, Foto: Ana Jeinic, Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften, 2014

30. Oktober 2014 / Christoph Pelzl

Revival der Utopie

Kunsthaus Graz

In der Needle des Kunsthauses Graz sind bei freiem Eintritt noch bis zum 09. November die utopischen Entwürfe von Grazer Architekturstudent*innen zu sehen, es handelt sich also um eine Architektur der Utopie. Konzipiert wurden die Modelle im Verlauf einer Lehrveranstaltung des Instituts für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz.

Am Freitag, dem 24. Oktober fand die Ausstellungseröffnung statt, wobei vor allem die Podiumsdiskussion mit Eilfried Huth, Daniel Gethmann, Petra Eckhard, Ana Jeinic, Michael Hieslmair und Katrin Bucher Trantow interessante Einblicke gab: zum einen in die Geschichte der Utopie in der Architektur, zum anderen in den Gestaltungsprozess der Projekte während der Lehrveranstaltung.

Eine Verbindung zu Ersterem stellen dabei Abbildungen der Arbeiten von Eilfried Huth dar, die an den Glaswänden des Needles befestigt sind: dieser hat in den 1960er-Jahren eine (utopische) vertikale Stadt, Stadt Ragnitz, entworfen, und schlug auch als Teilnehmer der Podiumsdiskussion eine Brücke zwischen Entwürfen der 1960er-Jahre und den in der Ausstellung zu sehenden Projekten, die auch teilweise auf ältere Projekte referenzieren.

Die Entwürfe geben unterschiedliche Antworten auf die Frage: Was ist eine Utopie? Das spiegelt sich auch in der Vielfalt der Themen wider, die aufgegriffen werden: da wird etwa der technische Fortschritt (Technotopia) in den Vordergrund gerückt, der Klimawandel (Climate Change) und seine Auswirkungen auf die Architektur, ein Werk bezieht sich sogar auf die politische Geographie (Geopolitics), indem die Situation zwischen Nord- und Südkorea als Ausgangspunkt für den utopischen Entwurf dient. Auch Anspielungen auf andere Disziplinen, etwa Literatur, finden sich bei den Entwürfen, wie Catherina Papsts Projekt mit dem Titel Die Verwandlung:

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Dieser Blogbeitrag erschien zuerst im KultRef-Blog und ist Teil einer Kooperation zwischen dem Kulturreferat der ÖH Uni Graz und dem Universalmuseum Joanneum.

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