22. August 2015 / Hannah Lackner

Wer hat an der Uhr gedreht?

Gastbeiträge

Mein Monat als Volontärin im Referat Marketing und Kommunikation des Universalmuseums Joanneum ist im Nu vergangen. Ungefähr so wie der erste Schneefall. Viel zu schnell. Ich habe gelernt, gestaunt, bin auf unbekanntem Terrain gewandelt. Und habe (Kultur-)Blut geleckt.

 

Hannah Lackner, Foto: H. Lackner

Hannah Lackner, Foto: H. Lackner

Ist es wirklich schon so spät?

Leider ja. Die Arbeit im Museum bleibt mir dennoch in vielerlei Hinsicht in Erinnerung. Wie ein besonders wertvolles Bild im Rahmen meines bisher 21-jährigen Lebens. Besonders beeindruckt hat mich, was sich alles im Kunsthaus Graz abspielt!

K wie Kunsthaus – Kunst und Kultur pur! Das fällt mir als Erstes ein, wenn ich an meine Tätigkeit als Volontärin zurückdenke. Denn durch meine Aufgaben durfte ich nicht nur viel Neues zum Thema Kunstgeschichte lernen, z. B. durch das Bearbeiten von wissenschaftlichen Gastbeiträgen von Kuratorinnen/Kuratoren oder Restauratoren, sondern ich wurde auch in eine hochinteressante Arbeitswelt eingeführt.

U wie unglaublich liebe Menschen, die ich kennenlernen durfte. Vom ersten Tag an wurde ich mit offenen Armen empfangen, in das Arbeitsgeschehen eingeführt und mit Rat und Tat unterstützt. Ich habe mich nie so gefühlt, als würde ich in der Luft hängen. Immer war da das Gefühl, als gleichwertige Kollegin gesehen zu werden – und das weiß ich sehr zu schätzen.

N wie neu. Denn neu war die Erfahrung, im Bereich Presse und PR zu arbeiten für mich allemal. Der erste Einblick hat sich für mich ausgezahlt. Denn ich weiß nun: Ja, in diesem Sektor möchte ich bleiben!

S wie Social Media. Eine meiner Aufgaben bestand darin, mich um Social-Media-Angelegenheiten zu kümmern. Als Absolventin des Studiums der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft war das besonders spannend für mich.

T wie TANKE! Danke schreibt man zwar mit „D“, aber ich nehme mir die Freiheit, hier ein wenig mit den Buchstaben zu jonglieren! „Tanke“ also an all die lieben Menschen, die mir meine Arbeit so angenehm gestaltet haben und für die spannenden Erfahrungen, die ich sammeln durfte.

 

Kunsthaus Graz, Dachlandschaft, Foto: Universalmuseum Joanneum, Eduardo Martinez

Kunsthaus Graz, Dachlandschaft, Foto: Universalmuseum Joanneum, Eduardo Martinez

H wie harmonisch. Das Arbeitsklima war – abgesehen von den gefühlten 40 Grad im Büro – wunderbar. Nie hatte ich das Gefühl, nicht mit Freude zur Arbeit zu radeln.

A wie Ausstellungen. Diese besuchte ich nämlich und verfasste Blogberichte darüber – eine jener Aufgaben, die ich wahnsinnig gerne gemacht habe. Denn Schreiben hat mir immer schon Spaß gemacht. Und Schreiben über Kunst war ein besonderes Schmankerl!

U wie unverwechselbar. Kein Volontariat hat mir bisher so viel Spaß gemacht und so viele meiner Interessen zugleich abgedeckt.

S wie schön. Und S wie schade. Denn schön war es, einmal in jenen Arbeitsbereich schnuppern zu dürfen, den ich mir auch für meine Zukunft vorstellen kann. Schön war es, Kunst- und Kulturarbeit hautnah erleben zu dürfen. Und schade ist es, dass die Zeit viel zu kurz war.

 

Für’s erste ist nun zwar Schluss mit meiner Volontariatszeit. Aber wer weiß? Wie Paulchen Panther kann ich zwar nicht „Ich komme wieder, keine Frage“ sagen, aber vielleicht kann ich später einmal in dieses vielseitige Arbeitsfeld zurückkehren.

Kategorie: Gastbeiträge
Schlagworte: Arbeiten im Museum | Marketing und Kommunikation


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