Der Weltfriedenstag im Landeszeughaus, Foto: Universalmuseum Joanneum

16. September 2015 / Christoph Pelzl

Was hat das Universalmuseum Joanneum mit dem Weltfrieden zu tun?

Kunst- & Naturvermittlung | Landeszeughaus | Museum für Geschichte | Volkskundemuseum

So viel, dass wir am 21. September 2015 bereits den zweiten Aktionstag anlässlich des „Internationalen Weltfriedenstags“ veranstalten! Es ist uns wichtig, vor dem Hintergrund der Schrecken des Krieges auf die Wichtigkeit des friedlichen Zusammenlebens hinzuweisen –zumal der Krieg inzwischen auch wieder sehr nahe an unseren Alltag herangerückt ist.

Täglich kommen viele Menschen zu uns, weil sie vor den kriegerischen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat fliehen müssen. Das fordert uns immer wieder aufs Neue heraus, Stellung zu diesem Thema zu beziehen – auch und gerade im Landeszeughaus.

Denn Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber noch immer nicht selbstverständlich genug, sodass wir uns tagtäglich um ein friedliches Miteinander bemühen müssen.

 

Friedliches Zusammenleben

Gerade weil im Landeszeughaus der Krieg das zentrale Thema ist, fühlen wir uns dazu verpflichtet, gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern an diesem Tag besonders darüber nachzudenken, was es alles braucht, damit Frieden gelingen kann und was jeder und jede von uns dazu beitragen kann, damit ein friedliches und wertschätzendes Miteinander gelingt. Nicht nur am Weltfriedenstag, sondern täglich. Auch das Museum im Palais und das Volkskundemuseum möchten mit einem speziellen Vermittlungsangebot auf dieses Thema eingehen.

So haben wir wieder ein dichtes Programm zusammengestellt, mit dem wir gemeinsam mit unseren vor allem jungen Besucherinnen und Besuchern auf viele unterschiedliche Aspekte von Krieg und Frieden hinschauen wollen, damit wir am Ende ein klein wenig besser wissen, wie Frieden vielleicht gelingen kann. Wir beschäftigen uns dabei zum Beispiel mit den absurdesten Kriegsgründen, lesen und diskutieren Texte zum Thema oder betrachten die Rolle von Frauen und Kindern im Krieg.

 

Das Unvorstellbare greifbar machen

Darüber zu sprechen und Vergangenes nicht zu vergessen ist wichtig, weil die Vergangenheit immer in der Gegenwart weiterwirkt. Auch Themen, die in diesem Kontext vielleicht weniger naheliegend erscheinen, kommen an diesem Tag zur Sprache: Inwiefern verändern kriegerische Handlungen die Landschaft? Wie und wo leistet das Bundesheer Friedensarbeit? Die Schüler/innen werden auch aktiv verschiedene Dinge ausprobieren – etwa zum Thema „Ernährung in Notzeiten“ – und in Kooperation mit der Friedensburg Schlaining aktiv soziale Kompetenzen trainieren. Und wenn Kriegszeugen von ihren Erfahrungen erzählen, dann wird es sehr still, weil dabei spürbar und erlebbar wird, was diese Situation, die sich die meisten von uns gar nicht vorstellen können bzw. wollen, wirklich bedeutet.

 

Zu Kriegszeiten ist auch oftmals das Grundbedürfnis der Ernährnung nicht mehr gewährleistet, Foto: Universalmuseum Joanneum
Zu Kriegszeiten ist auch oftmals das Grundbedürfnis der Ernährnung nicht mehr gewährleistet, Foto: Universalmuseum Joanneum

 

Am 21. September 2015, dem Weltfriedenstag, haben Schulklassen von 9–14:30 Uhr die Gelegenheit, unsere 90-minütigen Programme gratis zu besuchen. Weitere Informationen zu den Programminhalten und zur Anmeldung erhaltet ihr unter: Tel: +43-316/8017-9810; info-zh@museum-joanneum.at

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