Das Vermittlungsteam führte in Form von "Storytelling" durchs Jahresprogramm 2019.

24. Januar 2019 / Karin Miedler

„Tour de Joanneum: Ein Blick in die Kristallkugel“ – Veranstaltung für Joanneumskarten-Besitzer/innen

Kunst- & Naturvermittlung

Erstmalig fand am 24.11.2018 eine Programmpräsentation der ganz besonderen Art für Joanneumskarten-Besitzer/innen statt. Eine tolle Gelegenheit, um mehr über die Ausstellungen und Aktivitäten des Jahres 2019 zu erfahren.

Erstmalig fand am 24.11.2018 eine Programmpräsentation der ganz besonderen Art für Joanneumskarten-Besitzer/innen statt. Eine tolle Gelegenheit, um mehr über die Ausstellungen und Aktivitäten diesen Jahres zu erfahren. Unsere „Tour Guides“ Gabi Gmeiner und Albert Gramer führten die Gruppe in Form eines Stadtrundgangs zu den innerstädtischen Häusern des Joanneums. Das Vermittlungsteam vor Ort war angehalten, in Form von „Storytelling“ in die Rolle des Ich-Erzählers zu schlüpfen und die Besucher/innen mit ihrem schauspielerischen Talent zu begeistern. Tatkräftige Unterstützung bekam das Team von Jacob Banigan, der Spezialist für Improvisationstheater ist und u. a. am Theater im Bahnhof die Impro-Leitung innehat. Jacob fungierte als Regisseur und stand dem Vermittlungsteam mit Rat und Tat zur Seite.

Wir starteten im Innenhof des Kunsthauses, wo Christof Elpons mit Hornbrille und Aktentasche bekleidet in die Rolle des Künstlers Max Neuhaus schlüpfte. Er fragte die Joanneumskarten-Besitzer/innen, ob sie die Klanginstallation wahrnehmen können, die 10 Minuten vor jeder vollen Stunde zu hören ist. Dann begleiteten unsere „Tour Guides“ die Gruppe über die Murbrücke, auf der uns der Fürst von Eggenberg, gespielt von Andrijana Soldo-Babic, und Hanna Peyker in der Rolle des Dieners entgegenkamen. Beide Protagonistinnen trugen barocke Kleider und die Haarpracht des Fürsten wurde mit einer weißen Perücke bedeckt. Die beiden erzählten uns mit großem Stolz und in gediegener Sprache über ihre Besitztümer, die in ganz Graz zu finden sind.

Die nächste Station war die Neue Galerie Graz, die wir durch den ehemaligen Haupteingang in der Neutorgasse betreten durften. In der Rotunde begegneten wir Romana Schwarzenberger, die ein Ratespiel für die Besucher/innen vorbereitet hatte. Sie war orange und grau gekleidet und erzählte, dass ihr Herz für zeitgenössische und moderne Kunst schlägt und es sie außerdem schon seit den 1940er-Jahren gibt. Für die Zuhörer/innen war schnell klar, dass sie die Personifikation der Neuen Galerie darstellte. Die Farbe ihrer Kleidung entsprach dem Farbcode der Neuen Galerie, der auf der Webseite und auf sämtlichen Drucksorten zu sehen ist. Weiter ging es in den Innenhof des Joanneumsviertels, in dem sich die Eggenberger wieder einbrachten – Bezug nehmend auf die Alte Galerie, die ursprünglich dort angesiedelt war, wo heute die Neue Galerie Graz zu finden ist.

Programmpräsentation der besonderen Art: Das Vermittlungsteam vor Ort war angehalten, in Form von „Storytelling“ in die Rolle des Ich-Erzählers zu schlüpfen und die Besucher/innen mit ihrem schauspielerischen Talent zu begeistern.

 

Danach gingen wir weiter in den Lesliehof, das Stammhaus des Joanneums, in dessen Arkadenhof sich auch die Büste des berühmten Mineralogen Friederich Mohs befindet, der die nach ihm benannte Härteskala für Mineralien erfunden hat. Estha-Maria Sackl, Vermittlerin im Naturkundemuseum und nebenher auch Poetry-Slammerin, schlüpfte mit Frack, Gehstock und Zylinder bekleidet in die Rolle von Professor Mohs. Die Zuschauer/innen wurden aktiv mit eingebunden und durften sogar einen Ritztest durchführen.

Estha-Maria Sackl verkörperte den berühmten Mineralogen Friederich Mohs im Arkadenhof des Naturkundemuseums.

 

Dann machten wir uns auf den Weg zum Durchgang des Landhaushofes, in dem uns schon Andreas Metelko begrüßte und uns über die Rumor-Tafel an der Außenfassade in der Schmiedgasse informierte. Diese diente quasi als Hausordnung und erinnerte daran, sich gebührlich zu verhalten. Im Foyer des Landeszeughauses brachte uns Andreas die kriegerische Sprache in Form von Redewendungen näher und man hatte auch Gelegenheit, einen Bihänder in die Hand zu nehmen. Eine ganz besondere Veranstaltung im Zeughaus ist der Weltfriedenstag, mit dem das Thema Krieg und Konflikt aus heutiger Perspektive kritisch beleuchtet wird.

Vom Joanneumsviertel ging es zum Durchgang des Landhaushofes.

 

Im Foyer des Landeszeughauses brachte Andreas Metelko den Besucher/innen die kriegerische Sprache in Form von Redewendungen näher.

 

Weiter ging es zum Museum für Geschichte im Palais Herberstein – einst ebenfalls im Besitz der Eggenberger –,  in dem sich der Fürst von Eggenberg und sein Diener gebührlich von uns verabschiedeten. Im Museum für Geschichte hat sich das Team etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Joanneumskarten-Besitzer/innen konnten an einem Pop-Quiz teilnehmen – schon als kleiner Vorgeschmack auf die Ausstellung POP 1900–2000, in der populäre Musik sowie steirische „Popstars“ des 20. Jahrhunderts vorgestellt werden, zum Beispiel anhand von Fotografien, Videoaufnahmen und technischen Geräten. Beim Pop-Quiz gab es für jede richtige Antwort ein grünes Belohnungszuckerl.

Ein Pop-Quiz im Museum für Geschichte diente als kleiner Vorgeschmack auf die Ausstellung POP 1900-2000.

 

Die letzte Station führte die Besucher/innen die Sporgasse hinauf Richtung Volkskundemuseum. Vor dem Museum wurden wir von Anita Niegelhell und Doris Fikerment herzlichst begrüßt, die typische Kleidung von Tankwarten inklusive Schirmkappe trugen. Passend zur kommenden Ausstellung Mythos Tankstelle wurde im Volkskundemuseum ein kleines Tankstellencafé eingerichtet. Zum Ausklang des Stadtrundganges servierte man auf Stehtischen den Gästen Kaffee, Süßigkeiten sowie Dosenbier und tauschte sich in typischer Tankstellenatmosphäre aus. Die Programmpräsentation war ein großer Erfolg und wir haben von den Joanneumskarten-Besitzerinnen und -Besitzern viel Lob und ein äußerst positives Feedback erhalten. Wir danken allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz und die tollen Beiträge.

 

Die letzte Station führte die Besucher/innen die Sporgasse hinauf Richtung Volkskundemuseum, wo passend zur kommenden Ausstellung “Mythos Tankstelle”, ein kleines Tankstellencafé eingerichtet wurde.

Kategorie: Kunst- & Naturvermittlung
Schlagworte: Besucher/innen | Jahresprogramm


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