Der mobile Pavillon der STEIERMARK SCHAU (der Ersatz für die Landesausstellung)leuchtet grün in der Dämmerung.

KADADESIGN/Bildermehr Rendering mobiler Pavillon, 2020

11. März 2021 / Presse Praktikum

STEIERMARK SCHAU – Die Ausstellung des Landes

Ausstellungen | Kunsthaus Graz | Museum für Geschichte | Volkskundemuseum

Am 9. April wird die STEIERMARK SCHAU eröffnet. Vier Schauplätze zeigen das Werden und den Wandel der Steiermark sowie gesellschaftliche Entwicklungen, künstlerische Positionen und Visionen für die Zukunft. Am Eröffnungswochenende ist die Ausstellung des Landes für Besucher*innen bei freiem Eintritt zugänglich.

Von 10.4. bis 31.10.2021 gibt die STEIERMARK SCHAU einen Einblick in den Facettenreichtum des Bundeslandes. Sie ist keine klassische Landesausstellung, sondern interpretiert die traditionellen Landesausstellungen neu und hebt die „Ausstellung des Landes“ auf zukunftsweisende Schienen.

1 Ausstellung – 4 Schauplätze

Drei Museen des Universalmuseums Joanneum und ein mobiler Pavillon nehmen gesellschaftliche Fragen zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf und laden zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit der Steiermark ein. Das Museum für Geschichte zeigt, was war, das neu aufgestellte Volkskundemuseum widmet sich der Frage, wie es ist, und das Kunsthaus Graz wagt einen Blick darauf, was sein wird. Zusätzlich tourt ein mobiler Pavillon nach einem Prolog am Wiener Heldenplatz durch die steirischen Regionen. In einer monumentalen Video-Rauminstallation geht diese nomadische Kunsthalle der Frage nach, wer wir sind.

TIPP: Am Eröffnungswochenende vom 10. bis 11. April genießen alle Besucher*innen freien Eintritt in das Volkskundemuseum, das Museum für Geschichte und das Kunsthaus Graz. Der mobile Pavillon kann immer gratis besucht werden.

Mehr Infos: steiermarkschau.at/eroeffnung

Kulturlandesrat Christopher Drexler und die Direktor*innen des Universalmuseums Joanneum Wolfgang Muchitsch und Alexia Getzinger betrachten das Modell des mobilen Pavillons der STEIERMARK SCHAU, die die Landesausstellung neu interpretiert.

Kulturlandesrat Christopher Drexler und die Geschäftsführung des Universalmuseums Joanneum Wolfgang Muchitsch und Alexia Getzinger mit dem Modell des mobilen Pavillons. Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J.Kucek

Jeder Schauplatz ermöglicht in seiner Ausstellung eine intensive Auseinandersetzung mit der Steiermark, jeweils aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Gemeinsam laden sie dazu ein, überraschende Entwicklungen, Schnittstellen und Visionen kennenzulernen, in deren Mittelpunkt die hier lebenden Menschen stehen.

Was war – Historische Räume und Landschaften

In der Ausstellung was war. Historische Räume und Landschaften lässt sich bei einer Wanderung durch die Jahrtausende die Geschichte der Steiermark erkunden. „Wir im Museum für Geschichte möchten mit der STEIERMARK SCHAU das Bewusstsein der Menschen für die Allgegenwart der Geschichte sowie den Wert unseres kulturellen Erbes fördern“, sagt Bettina Habsburg-Lothringen, Leiterin des Museums für Geschichte. In diesem Sinne führt die Route der Ausstellung was war von der frühen Siedlungsgeschichte bis zur radikal neu gestalteten Steiermark im 20. Jahrhundert. Großformatige Objekte säumen als „Treibgut der Geschichte“ den Pfad. Gebirge und Flüsse, Wälder und Hügellandschaften fassen die Geschichtslandschaft ein. Natur, Technik und die Sprachen der historischen Steiermark werden als „Rauschen der Geschichte“ hörbar.

Bettina Habsburg-Lothringen, die Leiterin des Museums für Geschichte, das im Rahmen der STEIERMARK SCHAU (die neue Landesausstellung) zeigt was war.

Bettina Habsburg-Lothringen, Leiterin des Museums für Geschichte, bei einer Besprechung zur STEIERMARK SCHAU. Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J.Kucek

Wie es ist. Welten – Wandel – Perspektiven

„Mit neuen Wegen der Vermittlung und der kulturellen Teilhabe wollen wir auch neue Zugänge zu den Inhalten eines volkskundlichen Museums der Gegenwart eröffnen“, wie Birgit Johler, Kuratorin der Ausstellung wie es ist, die Ziele des rundum neu gestalteten Volkskundemuseums beschreibt. Das Volkskundemuseum greift für die STEIERMARK SCHAU Themen auf, die Menschen von heute bewegen.

Ein Foto aus den 1970er Jahren, das die Familie Rainer in Steiermark-T-Shirts mit dem grünen Herz zeigt, wird bei der STEIERMARK SCHAU (die neue Landesausstellung) ausgestellt.

Foto der Familie Rainer in Schloss Seggau, 1970er-Jahre, Volkskundemuseum/Universalmuseum Joanneum

Nicht erst seit der Covid-19-Pandemie stehen unsere gesellschaftlichen Regeln und Strukturen auf dem Kopf. Wohlstand und Fortschritt, Bildung, soziale Absicherung und individuelle Mobilität sind Faktoren, welche die Steiermark zu einer lebenswerten Region werden ließen. Gleichzeitig haben Globalisierung, Digitalisierung, Abwanderung und Umweltprobleme das Leben verändert. Die Ausstellung erzählt von „typisch steirischen“ Objekten und (Selbst-)Bildern, geht Entwicklungen in Zeiten der Veränderung und sozialem Wandel auf den Grund und zeigt auf, wie die Steiermark mit der Welt verbunden ist.

 

Was sein wird. Von der Zukunft zu den Zukünften

Das Kunsthaus Graz lädt im Rahmen der STEIERMARK SCHAU dazu ein, Spuren des Zukünftigen im Hier und Jetzt zu erkunden. Es geht nicht darum, den einen möglichen Entwurf für eine Idealgesellschaft zu zeigen: „Mit der Ausstellung was sein wird beteiligen wir uns aktiv an der Gestaltung möglicher Zukünfte und spielen bestimmte Szenarien praktisch durch“, erklärt Kunsthaus-Direktorin Barbara Steiner den Disziplinen übergreifenden Ansatz dieser Schau.

Eine Zukunftsvision der Steiermarkschau ist ein begrüntes Kunsthaus Graz.

Marianne Lang, “Haus im Grünen”, 2017, Foto: Marianne Lang, © Bildrecht, Wien 2021

Die vorgestellten Zukünfte nehmen etwa den Strukturwandel im ländlichen Raum, Logistik, Mobilität, Digitalisierung, Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Altern, Migration oder Geschlechtergerechtigkeit in den Blick. Die Ausstellung entfaltet sich im gesamten Kunsthaus und dehnt sich auch in das Internet aus – so entsteht ein mehrdimensionales Netzwerk zwischen Theorie, Praxis und künstlerischen Visionen.

 

Wer wir sind. Kunst – Vielfalt – Landschaft

Als Charakteristikum der Steiermark wird stets die Vielfalt der Kulturlandschaften hervorgehoben. Kunst, Vielfalt und Landschaft stehen daher im Mittelpunkt der Ausstellung wer wir sind im mobilen Pavillon. Dieser ist an sich schon ein Hingucker: 800 Quadratmeter wurden von Alexander Kada (Idee und Konzept), Bettina Zepp (Architektur) sowie der Kuratorin Astrid Kury gestaltet.

Der Designer Kada und die Kuratorin Kury sind für die Gestaltung der STEIERMARK SCHAU zuständig.

Alexander Kada, Astrid Kury, Gestalter*innen, Kurator*innen, mobiler Pavillon, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Auf einem 50 x 3 Meter großen Screen werden künstlerische Filmbeiträge über die Vielfalt der regionalen (Kultur-)Landschaft gezeigt. Darüber hinaus erzählen weitere Bewegtbild-Stationen zum Beispiel vom Facettenreichtum der steirischen Sprachenlandschaft, von der Artenvielfalt in Kulturlandschaften und von kontaminierten Landschaften.

„Der mobile Pavillon erzählt in einem großformatigen Panorama aus Filmen und bewegten Bildern über die Steiermark als Land der Kunst und der künstlerischen Forschung“, erläutern Alexander Kada und Astrid Kury,

Der mobile Pavillon macht während der STEIERMARK SCHAU in Wien und vier steirischen Gemeinden Station:

Die Karte zeigt, dass der mobile Pavillon der neuen Landesausstellung in Wien, Hartberg, Schladming, Bad Radkersburg und Spielberg halt macht.

Standortübersicht des mobilen Pavillons, Grafik: KADADESIGN

  • Wien: 08. bis 18. April 2021
  • Hartberg: 08. Mai bis 04. Juni 2021
  • Spielberg: 05. bis 25. Juli 2021 (01. bis 04. Juli 2021 exklusiv mit Formel-1-Ticket zu besuchen)
  • Schladming: 14. August bis 05. September 2021
  • Bad Radkersburg: 25. September bis 31. Oktober 2021

Alle Infos: steiermarkschau.at

Kategorie: Ausstellungen | Kunsthaus Graz | Museum für Geschichte | Volkskundemuseum
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