© Eesti Kunstimuuseum

8. November 2012 / Christoph Pelzl

Schulterschluss europäischer Kunstmuseen

Kulturpolitik

Mehrere europäische mittelgroße Museen für moderne und zeitgenössische Kunst, die außerhalb von großen urbanen Zentren agieren, haben sich auf Initiative des Universalmuseums Joanneum zum Museumsnetzwerk „Translocal“zusammengeschlossen, um sich regelmäßige Fragen zurMuseumspolitik, Organisation undKulturfinanzierung zu stellen.

Pressekonferenz “Translocal” im Joanneumsviertel,
v.l.n.r.: Katerina Tlachova, Marek Pokorný (beide Moravska Galerie Brünn) Joanneums-Intendant Peter Pakesch;  Foto: UMJ

Im Rahmen der Pressekonferenz am 07.11.2012 im Joanneumsviertel präsentierten  Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden europäischen Museen die Idee hinter diesem Museumsnetzwerk sowie ihre gemeinsamen Ziele:

Vielfältige Schwerpunkte

Durch gemeinsame Ausstellungs- und Bildungsprojekte soll die Position der Museen gestärkt werden. Jenseits von Konkurrenz sollen gemeinschaftliche Aktivitäten entwickelt werden. Es geht dabei um Aktivitäten vom Wissens- und Erfahrungsaustausch bis hin zur gemeinsamen Kommunikation, Werbung und Marketing.
Daneben wurde zusätzlich unter dem Titel „Translocal Collections“ ein Programm für die Mobilität von Kuratoren und Sammlungen initiiert. Bereits 2014 soll mit Personal- und Sammlungsaustauschen bis hin zu gemeinsamen Publikationen begonnen werden.

 

Joanneumsviertel, Foto: UMJ

Bisher sieben Partner-Institutionen mit dabei

Derzeit sind neben dem Universalmuseum Joanneum das Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz, das Kunstmuseum Stuttgart, das Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb (muzej suvremene umjetnosti), das Muzeum Sztuki im polnischen Lodsch, das Kumu Art Museum im estnischen Tallin und das zweitgrößte Kunstmuseum der Tschechischen Republik, die Moravska Galerie in Brünn mit dabei.
 

© Eesti Kunstimuuseum

Diese Museen bewahren und untersuchen spezifisch lokale und globale Aspekte der Schaffung, Vermittlung und Rezeption von bildender Kunst in Formen, die in der Praxis einzigartig und besonders sind. So sind sie etwa anhand ihrer Sammlungen in der Lage, Entwicklungen der modernen und zeitgenössischen Kunst auf einem internationalen Niveau zu zeigen, auch wenn die jeweiligen Spektren – für sich betrachtet – nicht umfassend sind. Ausführlich hingegen repräsentieren diese Sammlungen lokale und nationale Entwicklungen – diese wiederum auf einem international vergleichbaren Level.

Peter Pakesch, Intendant Universalmuseum Joanneum: “Die Kunstlandschaft in Europa ist sehr differenziert und mit dem Netzwerk können wir zeigen, wie sich verschiedenste Strömungen regional unterschiedlich entwickelt haben.”

 

© Moravska Galerie Brünn

Alle europäischen Museen, welche sich mit dieser Position identifizieren, sind ebenfalls eingeladen, diesem Netzwerk beizutreten.

Der nächste Termin für das Netzwerktreffen inkl. Symposion zum Thema Institutionshistorien und Kulturpolitik in verschiedenen Regionen Europas nach 1945 findet 2013 in Tallinn statt.

Kategorie: Kulturpolitik
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