28. Januar 2015 / Anita Brunner-Irujo

Museumsblog neu – Einladend, offen und ehrlich

Joanneum Digital

Nachdem wir das Ziel für die neue Richtung unseres Blogs definiert haben, müssen wir nun unser Autorenteam zuerst finden und dann in Reih und Glied bringen. Aber wie wollen wir eigentlich von den Leserinnen und Lesern wahrgenommen werden? Fragen und Antworten, die auch zu  Klaus Ecks Blogparade zum Thema Content-Marketing und Corporate Blogs passen. #cmcb15

Aus einem Guss statt merkbare Einzelteile

“Bei der Herstellung größerer Metallgegenstände (Statuen u.ä.) wurden früher kleine Partien gegossen und danach zusammengeschweißt. Oft waren danach die Schweißnähte deutlich erkennbar. Nur ausgezeichnete Werkstätten schafften es, ihre Werke so zusammenzufügen, dass diese wie aus einem (einzigen) Guss wirkten. Der kunsthandwerkliche Ursprung der Redensart ist heute noch dafür verantwortlich, dass insbesondere künstlerische (literarische, architektonische usw.) Werke damit lobend charakterisiert werden.” Siehe Quelle

„Aus einem Guss“ stellen wir uns auch die Zukunft unseres Blogs vor – Artikel unseres internen und externen Autorenteams bilden für die Leserinnen und Leser eine homogene Gesamtheit. Dazu braucht es eine einheitliche Tonalität, die einfach und verständlich ist und auf den Fachjargon verzichtet, für den Museen (und natürlich auch wir) immer wieder kritisiert werden. Dabei war es gar nicht so einfach uns darauf zu einigen, wie wir zukünftig von dir wahrgenommen werden wollen!

Damit wir dich als Leser/in nicht verstören oder langweilen, sollen unsere Texte zukünftig einladend sowie offen und ehrlich, aber vor allem natürlich sein. Wir wollen, dass du unsere Artikel ohne Schweißausbruch vom Blättern im Duden genießen kannst und auch gerne wiederkommst. Und hoffentlich schaffen wir es langfristig auch, dass diese Unbeschwertheit der Unterhaltung sich in anderen Medien wie z. B.  den Begleitheften unserer Ausstellungen wiederspiegelt.

An einem Strang ziehen…

Um das zu schaffen, braucht unser Autorenteam die richtigen Vorgaben und eine entsprechende Einschulung. In unserem Betrieb sind zwar alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen für den Blog zu schreiben, jedoch ist die Bereitschaft dazu von den möglichen personellen und zeitlichen Ressourcen abhängig. Oft werden daher Texte aus anderen Veröffentlichungen für den Blog wiederverwertet, was aber bedeutet, dass die Sprache nicht unserer gewünschten Tonalität und Simplizität entspricht.

Damit die Ressourcenfrage kein Hindernis mehr darstellt, muss der Blog von unseren Kolleginnen und Kollegen als Bestandteil ihrer Arbeit wahrgenommen werden. So sollte das Schreiben von Blogbeiträgen oder Social-Media-Aktivitäten Teil der Jobbeschreibung werden, damit die Tätigkeit nicht als zusätzlicher Aufwand wahrgenommen wird. Dies würde auch eine Entlastung für die PR-Abteilung bedeuten, die bisher neben der Verantwortung für den Blog auch den Löwenanteil der Schreibarbeit übernimmt.

…und gemeinsam ein Ziel verfolgen

Zukünftig wollen wir ein Redaktionsteam auf die Beine stellen, mit dem Ziel, allen internen Beteiligten auch die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Dazu brauchen wir den Segen der Geschäftsführung und der Abteilungsleiter/innen, damit unsere Mitarbeiter/innen  gerne ihre Zeit zur Verfügung stellen. Dann klappt es bestimmt auch, den Blog mehr ins Bewusstsein des Arbeitsalltags zu holen um hochwertige und interessante Texte zu generieren.

Zusätzlich zu innerbetrieblichen Beiträgen wird uns ein externes Autorenteam bei der Erstellung von Inhalten unterstützen. Interessierte Autorinnen und Autoren können sich zukünftig über unseren Blog bewerben. Basierend auf dem Autorenteam kann ein Redaktionsplan erstellt werden, der eine ganzjährige und vor allem zeitgerechte Erstellung von Beiträgen garantiert.

Nach erfolgreicher Schulung werden die Autorinnen und Autoren die Beiträge selbst in den Blog eintragen, das Redaktionsteam übernimmt im Anschluss die Korrektur und Freigabe. Wir entwickeln dazu eine einfache Oberfläche im Admin-Bereich des Blogs, damit die Autorinnen und Autoren diese Arbeit dem PR-Team abnehmen können. Konstruktives Feedback vom Redaktionsteam an die Autorinnen und Autoren soll gewährleisten, dass die Qualität und Tonalität der Beiträge laufend optimiert werden.

Neben dem Admin-Bereich werden wir natürlich auch das Blog-Design einem Facelift unterziehen, du darfst also schon gespannt sein! Und damit unsere Beiträge auch in deiner Inbox landen, gibt es zusätzlich zum RSS Feed bald einen wöchentlichen Newsletter mit allen Blogposts der Woche.

Der vierte und letzte Beitrag zum „Museumsblog neu“ behandelt die geplante engere Verschränkung von Print- und Online-Medien sowie das innbetriebliche Bewusstsein für den Blog.

Kategorie: Joanneum Digital
Schlagworte: #cmcb15 | Content Strategie | Museumsblog | Social Media


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