Foto: Museum im Palais

30. Juli 2015 / Hannah Lackner

Museumsbesuch – ganz entspannt!

Museumsalltag

Ein Museumsbesuch ist anstrengend und langweilig? Kann sein, muss aber nicht! Wir geben Tipps, wie man ihn noch besser gestalten kann, zum Beispiel mithilfe von Zeit-(Planung) und (Spiel-)Regeln!

 

Im Museum muss man leise sein, fotografieren ist meistens verboten, Kunst ist sowieso ziemlich kompliziert und angreifen darf man komischerweise auch nichts. Ist das so? Rund um die Institution Museum ranken sich viele Klischees, die man am besten selbst überprüft. Unsere Tipps helfen dabei, einen Museumsbesuch zu einem angenehmen Erlebnis zu machen.

 

In der Ausstellung "Aberglauben - Aberwissen", Foto: Universalmuseum Joanneum

Manchmal darf man sogar was angreifen 😉 so wie etwa in dieser Ausstellung, Foto: Universalmuseum Joanneum

Internet, du lieber Freund …

Was hab ich schon gesehen, was interessiert mich und wie kann ich mehr dazu erfahren? Schon im Vorfeld kann man abklären, was man von einem Museumsbesuch überhaupt erwartet. Die Webseiten von Museen geben in der Regel viel Auskunft über ihr Programm. Man kann sich also schon vor dem Besuch bequem zu Hause informieren: Welche Ausstellungen laufen gerade? Wann finden Führungen oder Workshops statt? Wie lauten die Öffnungszeiten und was kostet der Eintritt? Wenn man diese Basics schon im Vorfeld klärt, kommt man bereits gut vorbereitet ins Museum.

 

Startseite der neuen Website

Infos zu Museen, Ausstellungen und dem laufenden Programm findet ihr auf unserer Website www.museum-joanneum.at

Die Zeit läuft

Erst die halbe Ausstellung gesehen und noch 10 Minuten, bis das Museum schließt? Zeit zählt zu den wichtigsten Faktoren beim Museumsbesuch. Alle Ausstellungen eines Museums in möglichst wenig Zeit zu absolvieren, ist meistens kein guter Vorsatz. Wir raten: Nicht stressen lassen, weniger ist oft mehr. Man muss im Museum nicht ehrfürchtig von Objekt zu Objekt wandern, bis man von vorne bis hinten alles gesehen und gelesen hat. Es ist manchmal schöner, sich auf ein paar Stücke zu konzentrieren und sich mit ihnen intensiver auseinanderzusetzen. Und: Es ist nicht schlimm, wenn einem nicht alles gefällt!

 

(Spiel-)Regeln

Wer will sich schon in seiner Freizeit ärgern? Auch im Museum wollen in der Regel alle Besucher/innen eine angenehme und anregende Zeit verbringen. Wo viele Menschen aufeinandertreffen und sich sehr wertvollen Objekten nähern, sind bestimmte Regeln sehr nützlich, um sowohl die Exponate als auch die Museumsbesucher/innen zu schonen. Darf ich meine Tasche in die Ausstellung mitnehmen? Darf ich alles fotografieren? Sowohl an der Kassa als auch in den Ausstellungsräumen ist das Museumspersonal behilflich, die „Dos and Don`ts“ abzuklären. Ganz grundsätzlich gilt: Objekte in Ausstellungen bitte nicht berühren. Museen verbieten das nicht, weil sie ihren Gästen diese Erfahrung nicht gönnen, sondern weil jeder Hautkontakt Spuren hinterlässt. Aus dem gleichen Grund dürfen auch Museumsmitarbeiter/innen Objekte nur mit sauberen Handschuhen berühren, damit sie noch lange in gutem Zustand erhalten bleiben.

Andererseits gibt es in vielen Museen Dinge, die man ausdrücklich berühren soll: sogenannte „Hands-on-Elemente“. Diese sind immer eigens gekennzeichnet und nicht nur für Kinder sehr aufschlussreich, da man an ihnen zum Beispiel ausprobieren kann, wie sich ein bestimmtes Fell oder Holz anfühlt. Apropos Kinder: Die meisten Museen bieten eigene Vermittlungsprogramme für die jüngsten Besucher/innen an, aber auch ohne solche Spezialangebote kann man Kinder spielerisch für Museen begeistern. Schon kleine Spielchen wie „Ich sehe was, was du nicht siehst….“ wirken oft Wunder! Für die etwas größeren Kinder gibt es zunehmend eigene Kinder-Audioguides, mit denen sie Ausstellungen auf eigene Faust erkunden können – Audioguides sind aber auch für Erwachsene eine gute Möglichkeit, mehr über eine Ausstellung zu erfahren, wenn man vielleicht nicht unbedingt an eine Führung gebunden sein will.

Schmökern und Stöbern

Bei einem abschließenden Besuch im Museumsshop findet man immer wieder schöne Erinnerungsstücke und originelle Mitbringsel, aber natürlich auch Ausstellungskataloge und Bücher, die eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Gesehenen möglich machen.

Letztendlich ist es mit Museen so, wie mit anderen Dingen im Leben auch: Gewisse Dinge muss man einfach ausprobieren, um zu wissen, ob sie einem gefallen. In diesem Sinne wünschen wir allen Neugierigen und Stammgästen eine gute Zeit im Universalmuseum Joanneum!

Kategorie: Museumsalltag
Schlagworte:

Ein Gedanke zu “Museumsbesuch – ganz entspannt!

  1. Thomas

    Ich besuche Museen nicht oft. Da kann ich zustimmen, dass es einem nicht alles in einem Museum gefällt. Ich finde es auch sinnvoller, sich auf ein paar Stücke zu konzentrieren und sich mit ihnen intensiver auseinanderzusetzen.

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