6. November 2012 / Christoph Pelzl

Mobilität. Migration. Museum?

Kulturpolitik

In westlichen Gesellschaftssystemen ist die Integration und Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit besonderen Bedürfnissen, religiösen und ethischen Randgruppen etc. zu einer zentralen Herausforderung geworden. Ob im Ansatz lösungsorientiert oder instrumentalisiert, ob aus humanen oder wirtschaftlichen Gründen, minoritäre Systeme sind in jedem Fall Thema – oft auch nur rein medial oder tagespolitisch.

Sie werfen Fragen auf, auf die überzeugende Antworten gefunden werden müssen, um die Zukunftsfähigkeit des Gemeinwesens zu gewährleisten. Migration ist natürlich kein Phänomen von heute, Migration hat es immer gegeben und wird es immer geben. Denn Mobilität ist ein Wesensmerkmal des Menschen. Die Begriffe Integration und Migration lassen sich nicht alleine auf Ethnografisches, auf Abkunft, auf mögliche körperliche und seelische Beeinträchtigung etc. beschränken. Zudem ist der Begriff Identität ohnehin ein dehnbarer, selbige wird mehrmals am Tag gewechselt, von Machthabern missbraucht etc.

Es wird künftig nicht dabei bleiben können – etwa im Museumsbetrieb –, einzelne Ausstellungen und Aktionen unter das Motto „Integration“ zu stellen und dabei bloß wieder Ghettoisierung zu erreichen. Vielmehr ist die Partizipation von „Randgruppen“ als Querschnittmaterie zu verstehen, genauso wird Ausstellungs- und Veranstaltungspolitik in Zukunft zu denken sein.

Migration. Der Mensch auf Wanderschaft

(E)migration. Reise ohne Wiederkehr
Vortrag von Gerhard M. Dienes, 07.11.2012, 19:40 UhrInvasionen. Fremde Organismen im Vormarsch

Vortrag von Johannes Gepp, 14.11.2012, 19:40 Uhr

Sozialer Wandel am Beispiel des Vielvölkerraums Balkan
Vortrag von Robert Pichler, 21.11.2012, 19:40 Uhr

Migration und Mehrsprachigkeit
Vortrag von von Dieter Halwachs, 28.11.2012, 19:40 Uhr

Text und wissenschaftliche Leitung der Veranstaltungsreihe: Mag. Michael Petrowitsch

Kategorie: Kulturpolitik
Schlagworte: Migration | Mobilität


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