9. Juni 2015 / Theresa Wakonig

Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut

Museumsalltag

Das Joanneum ist nicht bloß ein Museum – sondern ein Museenkomplex mit zwölf Standorten in der ganzen Steiermark. Aber es gibt nur eine Pressestelle. Dort hatte ich die Ehre, zwölf Wochen zu staunen, zu lernen und zu arbeiten.

3 Monate Praktikum am Universalmuseum Joanneum

Mit vermutlich genug Arbeit für sechs Vollzeitkräfte schlagen sich Christoph und Anna durch den Arbeitsalltag. Der ist keineswegs langweilig: Informationen zu Ausstellungen sammeln, Pressetexte schreiben, Journalisten treffen, den Museumsblog bespielen und so weiter. Alle Hände voll zu tun in einem großen und vielseitigen Unternehmen.

Meine Unterstützung war herzlich willkommen; schön, denn es gibt nichts Schlimmeres, als im Praktikum nur zusehen zu dürfen. Ich habe geholfen, Pressekonferenzen vorzubereiten, die Webseite instand zu halten, Kontakte in der Datenbank zu aktualisieren, und manchmal wurden meine Kollegin Nina und ich auch als Fotomodelle für Ausstellungsansichten engagiert: zum Beispiel in der Ausstellung von Maria Lassnig.

 

Theresa als "Fotomodell" in der Ausstellung der Neuen Galerie Graz :) Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Theresa als “Fotomodell” in der Ausstellung der Neuen Galerie Graz 🙂 Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

 

Meine Hauptaufgabe im Praktikum bestand darin, Inhalte für den Museumsblog zu produzieren. Als Journalismus- und PR-Studentin mache ich das sehr gerne. Nachberichte, Ankündigungen, Interviews und Berichte zu aktuellen Themen – meine Texte sind vielfältig. Meine persönlichen Favoriten sind das Interview mit Peter Peer zu Hubert Hoffmann und der Grazer Altstadt sowie das Interview mit Angeli Sachs zur Ausstellung Endstation Meer?

Plastikmeer

Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt ist für mich die berührendste Ausstellung am Joanneum. Diese Wanderausstellung des Museums für Gestaltung Zürich ist im Grazer Naturkundemuseum zu Gast. Das Problem Plastikmüll reicht von unserem Lebensstil und unserer unmittelbaren Umgebung bis tief in die Wissenschaft hinein: Erschreckend, was chemische Zusatzstoffe in unseren Körpern bewirken und dass sich die Schadstoffe auf Mikroplastikteilen kumulativ anreichern.

Auch aus allen anderen Ausstellungen des Joanneums kann man etwas für sich persönlich mitnehmen. Durch Öffentlichkeitsarbeit machen wir auf die Inhalte aufmerksam und bewegen so die Menschen, sich etwas Gutes zu tun. Darum hat mir das Praktikum in der Pressestelle sehr gefallen.

 

Kategorie: Museumsalltag
Schlagworte: Arbeiten im Museum | Marketing und Kommunikation


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