Ein Highlight: Das Steiermark-Relief

3. Juli 2012 / Christoph Pelzl

Da gibt’s immer etwas Neues zu sehen!

Naturkundemuseum

"Das neue Naturkundemuseum wird völlig anders sein, als es die Bevölkerung in Erinnerung hat" ... so der renommierte Museumsplaner Dieter Bogner, der auch für das neue Naturkundemuseum im Joanneumsviertel verantwortlich zeichnet .

Am 15. März 2013 eröffnet das neu gestaltete Herzstück des Joanneums, als gemeinsamer Ausstellungsort der Abteilungen Biowissenschaften und Geowissenschaften. Auf stark vergrößerter Ausstellungsfläche gibt es dann 400 Millionen Jahre steirische Erdgeschichte zu entdecken.

Die neue Daueraustellung

Rund um einen Kern permanenter Themen planen wir ein dynamisches Museum, ein Museum in Bewegung. Die Hälfte der verfügbaren Ausstellungsräume wird sich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess befinden, um durch immer wieder neue Themenstellungen die riesigen Sammlungsbestände bestmöglich nutzen zu können, aber auch auf neue Entwicklungen und die Gesellschaft beschäftigende Fragestellungen antworten zu können.Ein Museum in Bewegung

Die Sammlungen sind das Kapital des Naturkundemuseums und damit der steirischen Bevölkerung. Dieses Kapital in immer wieder neuen Zusammenhängen und auf Grundlage im Hause betriebener wissenschaftlicher Forschung zu nutzen ist Aufgabe des neuen Museums.

Bis zu drei kurzfristige bzw. mittelfristige Ausstellungen können gleichzeitig präsentiert werden. Ein Fixpunkt der Neuaufstellung wird die “Hall of Fame” der steirischen Naturwissenschaften sein. Gezeigt werden die Leistungen berühmter historischer Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler, deren Schaffen die Basis für das Joanneum und die Naturkunde im Allgemeinen darstellt. Dazu gehört natürlich auch Erzherzog Johann, der Gründer des Joanneums und der naturwissenschaftlichen Forschung an dieser zweihundertjährigen Institution.

Wie ein roter Faden werden sich interaktive Stationen für Kinder durch die gesamte Ausstellung ziehen. Diese Einrichtungen sollen vor allem auch Familien ein gemeinsames Erleben des Naturkundemuseums ermöglichen. Deshalb bleibt auch das historische Bergwerk erhalten, an das sich viele Steirerinnen und Steirer erinnern können.

Beinahe alle Steirerinnen und Steirer kennen es von ihren Schulbesuchen: Das Bergwerk;
Foto: UMJ

Die historische Präsentation der mineralogischen Schätze des Naturkundemuseums wird als geschichtliches Erbe ebenfalls bewahrt, erfährt aber eine Verbesserung der Beleuchtung und vor allem der Erschließung der Inhalte.

Der Stucksaal bleibt nahezu im Original erhalten, lediglich die Vermittlungs- und Präsentationsformen werden auf den neuesten Stand gebracht. Foto: UMJ

Das Ineinanderfließen verschiedener Sammlungen auch außerhalb des naturwissenschaftlichen Feldes soll so oft wie möglich geschehen. Dadurch wird ein Thema perfekt aufbereitet und aus verschiedenen Perspektiven behandelt.

Die wissenschaftlichen Arbeitsräume, Bibliotheken, Labors, Werkstätten und Sammlungen der Abteilungen Biowissenschaften und Geowissenschaften befinden sich zwar seit Herbst 2009 im Studien- und Sammlungszentrum Graz-Andritz, aber keine Sorge: Auch das neue Naturkundemuseum gewährt Einblicke hinter die Kulissen: Ein “Fenster der Wissenschaft”  präsentiert in regelmäßigen Abständen Wissenswertes zu aktuellen Forschungsprojekten aus den Abteilungen.

Ein Blick ins Depot. Foto: UMJ

Seit März 2012 gibt es übrigens ein Fundraising-Projekt, das wir gemeinsam mit der Kronen Zeitung ins Leben gerufen haben und wo wir bitten, für die naturwissenschaftliche Förderung von Kindern und Jugendlichen zu spenden.

Die nächsten Monate werden wir in unserem Blog natürlich weiterhin Neuigkeiten rund um die Neugestaltung des Naturkundemuseums bekanntgeben, um die Wartezeit so gut es geht zu verkürzen.

Kategorie: Naturkundemuseum
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