Kann aus einer mittelalterlichen Burg eine neuzeitliche Festung werden?

Der Begriff „Burg“ wird seit der Antike unter anderem zur Bezeichnung bewohnter Wehrbauten oder von Fluchtorten auf befestigten Anhöhe genutzt. Im Verlauf des Mittelalters entstehen in der Steiermark zahlreiche solcher Anlagen. Sie sichern das Land, sind Orte der Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Mit dem ausgehenden Mittelalter endet ihre Zeit. Burgen halten den neuen Feuerwaffen nicht mehr stand, viele verfallen. Die Herren über Grund und Boden wohnen fortan in repräsentativen und leichter erreichbaren Schlössern und Landsitzen. Die Adaption einer mittelalterlichen Burg im Hinblick auf neue Bedrohungslagen und Waffentechnik bildet die Ausnahme. Die oststeirische Riegersburg ist eine davon.

Wo heute die Riegersburg thront, existiert vermutlich schon im 7. Jahrhundert eine kleine Fluchtburg. Die erste größere Burganlage entsteht um 1100 auf der Nordkuppe des etwa 100 Meter hohen Basaltfelsens. 1138 wird die Riegersburg erstmals als „Ruotkerspurch“ urkundlich erwähnt. Im Laufe des Mittelalters ist die fortan „Kronegg“ genannte Obere Burg Spielball in Auseinandersetzungen und politischen Machtkämpfen. Räumlich näher zum Tal wird die „Burg Lichtenegg“ samt zugehörigem Markt errichtet. Beide Burgen verschmelzen im Laufe der Jahrhunderte zu einer einzigen Wehranlage. Den Hauptverdienst daran trägt Katharina Elisabeth Galler. Sie lässt die Riegersburg in ihrer heutigen Form erbauen. Tore, Türme, Basteien und Gräben erschweren nach dem Umbau den Zugang. Meterdicke Kurtinen sollen dem Beschuss durch die Artillerie standhalten.

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
geschichte@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
10. April 2021 bis 31. Oktober 2021 Mo-So, Feiertag 10 - 18 Uhr
01. November 2021 bis 31. Dezember 2021 Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr
02. Jänner 2022 bis 31. Dezember 2022 Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr


Aufgrund der aktuellen Covid-Verordnungen ist in allen Häusern des Universalmuseums Joanneum die Teilnehmer*innenzahl bei Führungen begrenzt. Wir bitten Sie deshalb um verlässliche Voranmeldung unter +43-316/8017 9810

 

1. November 2021
18. April 2022
6. Juni 2022
15. August 2022
1. November 2022
26. Dezember 2022

24. bis 25. Dezember 2021
1. Jänner 2022
1. März 2022
24. bis 25. Dezember 2022