Die Steiermark geht baden!

Astrid Aschacher

Erinnern Sie sich …

an wunderschöne Stunden im Freibad, an vergnügliche Fahrten zum Badesee, an aufregende Reisen ans Meer, an Sonne, Sand, klares Wasser, schwimmen, Eis essen, Muscheln sammeln. Mit der Erinnerung kommt der Geschmack, der Klang, der Duft der Kindheit und Jugend wieder ins Bewusstsein: lang vergessene Getränke, ohne die man sich als Kind das Leben nicht vorstellen konnte, der Lieblingssong, der heute noch für Urlaub steht, der Duft nach Pinien und Gegrilltem. Es erfüllt uns mit einem guten Gefühl – und im Rückblick betrachtet sind die langen Wartezeiten an der Grenze, die Staus auf den Autobahnen, die völlig überteuerten Snacks in den Bädern, der unvermeidliche Sonnenbrand und das aufgeschlagene oder von Seeigeln zerstochene Knie gar nicht mehr so schlimm. Unvermeidliche Regentage werden vom Gedächtnis ausgefiltert. Der erinnerte Himmel ist immer blau, die Luft warm und der Sommer erscheint stets endlos. Ganz wie auf den Fotos, Dias und Postkarten, durch deren Betrachtung wir unsere Erinnerungen aufleben lassen und die uns die Geschichten vergangener Sommertage in freundlichen Tönen schildern.

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Schwimmen

Schon in der Antike zählt Schwimmen zu den beliebtesten Aktivitäten an einem heißen Sommertag: Man schwimmt – bevorzugt unbekleidet – im Fluss, im Meer oder im eigenen Pool. Wohlhabende Menschen, wie zum Beispiel der römische Senator Plinius der Jüngere, besitzen sogar ein Schwimmbecken mit Meeresblick. Archäologische und literarische Zeugnisse der antiken Schwimmbegeisterung gibt es in großer Zahl.

Auch die vielen Fluss- und Meeresgötter, die die Gewässer der antiken Mythologie bevölkern, bezeugen die Faszination für das Wasser, das ganz im Sinne des athletischen Ideals auch ein Element des Sports ist. Der Gesundheitsaspekt des Wassers ist schon in der Antike bekannt. So empfiehlt der römische Dichter Horaz, bei Schlaflosigkeit dreimal über den Tiber zu schwimmen.

Mit dem Christentum und seinen neuen, strengeren Moralvorstellungen gerät das Schwimmen in Verruf: Man sorgt sich um die guten Sitten. Trotzdem lassen sich die Menschen nicht davon abhalten. Moralapostel aller Richtungen reagieren darauf mit Verboten. In Graz schwimmt man direkt vor der Stadt in der Mur, „wo sich Burschen gantz bloß auszieheten und ohne Scheuch zu höchsten Sacandalum sich badeten“ – 1710 bereitet ein Verbot diesem Vergnügen ein Ende.

Populär wird das Schwimmen, als Ärzte die Heilkraft des Badens im Wassers anpreisen und der positive Effekt des Schwimmens auch bei der Ausbildung der Soldaten erkannt wird. Immer mehr Menschen steigen ins Wasser der Flüsse, Teiche und Meere. Der positive gesundheitliche Effekt ist dabei oft ein Vorwand für ein ausgedehntes Vergnügen. Der Großteil der Bevölkerung nutzt zum Baden und Schwimmen die entstehenden Fluss- und Seebäder. Künstler, exzentrische Aristokraten, Abenteurer und besonders Mutige bevorzugen auch heute noch das ungezähmte Wasser der Meere, Seen und Flüsse.

Schwimmen in der Mur, Richard Prettner, 1925, MiAZ

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Baden in der Mur, ca. 1903, MiAZ

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Baden in der Mur, 1939, MiAZ

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Baden in der Mur, Anfang 1950er, MiAZ

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Baden in der Mur, 1930, MiAZ

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Zwei Frauen beim Schwimmen, ohne Datum, MMS/UMJ

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Beim Schwimmen, ohne Datum, MMS/UMJ

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Badende Kinder bei einer Wasserwehr, 1957, Blaschka, MMS/UMJ

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Badegruppe, Richard Prettner, Mitte 1920er, MiAZ

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Badegruppe, Richard Prettner, Mitte 1920er, MiAZ

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Beim Baden mit Ilse in Birkfeld, Album Marko, ohne Datum, MMS/UMJ

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Badegruppe, Album Marko, ohne Datum, MMS/UMJ

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Beim Baden, ohne Datum, MMS/UMJ

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Kinder beim Baden, Schmiedererteich in der Plaschenau, Richard Prettner, um 1914, MiAZ

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Altes Bad an der Mur, Richard Prettner, um 1914, MiAZ

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Schmiedererteich in der Plaschenau, Kinder beim Baden, Richard Prettner, um 1914, MiAZ

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Tragöss, Baden am Grünen See, 1940er, MMS/UMJ

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Beim Baden an der Wehr, 1957, Blaschka, MMS/UMJ

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Beim Baden an der Wehr, 1957, Blaschka, MMS/UMJ

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Baden im Kreuzteich, Weinburg, 1932, Sammlung Feldbacher

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Mur bei Retznei, ohne Datum, MMS/UMJ

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Beim Fischen, ohne Datum, Fotosammlung VKM/UMJ

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Beim Fischen, ohne Datum, Fotosammlung VKM/UMJ

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Kanal des Dampfkraftwerks Voitsberg, Uto Laur, ohne Datum, MMS/UMJ

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Loicicnik auf der Mur, unbekannter Fotograf, 1935-1930, MMS/UMJ

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Zwei Frauen an einem See, Alfred Steffen, ohne Datum, MMS/UMJ

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Flussbad

Das 18. Jahrhundert bringt eine Hinwendung zur Natur und auch das Element Wasser erfährt eine Umdeutung. Wird es im Zeitalter des Barock noch als schädlich und Krankheiten übertragend angesehen, steigt sein Ansehen mit der Aufklärung: Wasser gilt nun als gesund – nicht nur als Getränk, sondern auch in Form des Bades. Im Gefolge dieser neuen Sichtweise entstehen an den Küsten Europas See- und im Binnenland Flussbäder. Eine Kur am Meer können sich allerdings nur wenige leisten. Seebädern wohnt daher stets auch etwas Exklusives inne. Flussbäder hingegen entstehen vornehmlich im urbanen Raum und ihre Nutzung ist für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Je nach den örtlichen Gegebenheiten nehmen Flussbäder eine andere Gestalt an: Es gibt etwa Flöße, die mit Aufbauten im Fluss oder am Ufer verankert werden, oder Flussabschnitte, die zum Schwimmen und Baden mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet sind. Bauten an Land füllt man mit abgeleitetem Fluss- oder Kanalwasser. Zu letzterem Typ gehört die 1839 gebaute, nördlich der heutigen Keplerbrücke gelegene Militärschwimmschule in Graz, die mit Wasser aus dem Mühlgang gespeist wird. Ab den 1850er-Jahren gibt es dort auch eine eigene, wenngleich kleine Abteilung für Frauen. Die Militärschwimmschule besteht bis 1978. Viele, die dort Schwimmen lernten, berichten vor allem vom kalten Wasser, das zwar zwei bis drei Grad wärmer als jenes der Mur war, aber trotzdem nicht mehr als 20 °C erreichte.

So lernte man in Graz früher schwimmen, ohne Datum, MMS/UMJ

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Wellenbad, Körösistraße 40, Hauber, um 1960, MMS/UMJ

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Badeanstalt an der Mur, Radkersburg, Sommer 1931, MiAZ

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Schwimmriege im Murbad, Radkersburg, Ende 19. Jahrhundert, MiAZ

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Flussbad Arnfels, Steffen Lichbild, Erika Verlag, ohne Datum, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Feistritz mit Damenbad, „Gruß aus Fürstenfeld“, Verlag des Warenhauses Anton Hengl, ohne Datum, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Feistritz mit Damenbad, „Gruß aus Fürstenfeld“, Verlag des Warenhauses Anton Hengl, ohne Datum, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Badeanstalt in Fürstenfeld, Franz Knollmüller, 1941, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Badeanstalt in Fürstenfeld, Franz Knollmüller, 1941, Slg. Kubinzky

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Bad in Anger, unbekannter Fotograf, ohne Datum, Slg. Kubinzky

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Leibnitz, Steiermark, im Vordergrund städtisches Sulmstrandbad, ohne Datum, Slg. Kubinzky

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Leibnitz, städtisches Strandbad, ohne Datum, Slg. Kubnizky

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Leibnitz, Steiermark, städtisches Strandbad, ohne Datum, Slg. Kubnizky

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Leibnitz, Steiermark, städtisches Sulm-Strand – Basin- u. Wellenbad, ohne Datum, Slg. Kubnizky

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Leibnitz, Steiermark, städtisches Strandbad, ohne Datum, Slg. Kubnizky

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Leibnitz, Steiermark, städt. Sulmbad, ohne Datum, Slg. Kubnizky

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Leibnitz mit Sulmbad, ohne Datum, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Städtisches Sulmstrandbad in Leibnitz, 1942, Slg. Kubinzky
Vorderseite: Städtisches Sulmstrandbad in Leibnitz, 1942, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Städtisches Sulmstrandbad in Leibnitz, 1942, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Städtisches Sulm-Strandbad in Leibnitz, 1935, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Städtisches Sulm-Strandbad in Leibnitz, 1935, Slg. Kubinzky

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St. Ruprecht an der Raab, Aufnahme Franz Knollmüller, Graz, Verlag Therese Edel St. Ruprecht, 1932, Slg. Kubinzky

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Ans Meer

Einst wurden die Meeresküsten als trostlose und wüste Orte geschmäht, doch in den letzten 200 Jahren wurden sie als Reiseziele Schritt für Schritt immer populärer. Der Aufenthalt im Wasser gilt als gesund, das Meer wird zum beliebten Aufenthaltsort. Der Ausbau von Massentransportmitteln ermöglicht ab der Mitte des 19. Jahrhunderts immer weiteren Kreisen die Reise an die ersehnten Gestade. Für den komfortablen Aufenthalt am Strand werden Hütten und Zelte errichtet. Der Strandkorb etabliert sich als mobiles Multifunktionselement.

Mit steigender Gästezahl entwickelt sich die für Badeorte typische Infrastruktur: Hotels, Theater, Promenaden, Geschäfte, Kaffeehäuser. Der Badegast soll nichts vermissen und die gesellige Durchmischung verschiedenster Menschen durch nichts getrübt werden. Unterschiedliche finanzielle Ressourcen werden ebenfalls berücksichtigt. Nach dem Ersten Weltkrieg erkämpfen sich die Arbeiter/innen ihr Recht auf bezahlten Urlaub. Die Reise ans Meer rückt damit in greifbare Nähe. Die Badeorte reagieren darauf: Das Angebot wächst weiter und von der Fischerhütte bis zum Grand Hotel ist nach und nach für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Am Strand, Ansichtskarte, um 1910, Slg. Kubinzky

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Grado, Ansichtskarte, um 1910, Slg. Kubinzky

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Grado, Ansichtskarte, um 1910, Slg. Kubinzky

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Grado, Ansichtskarte, um 1910, Slg. Kubinzky

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Grado, Ansichtskarte, um 1910, Slg. Kubinzky

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Abbazia, Slatinabade, 1904, Slg. Kubnizky

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Abbazia, Ansichtskarte, 1904, Slg. Kubinzky

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Portorož/Portorose, Ansichtskarte, 1926, Slg. Kubinzky

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Portorož/Portorose, Ansichtskarte, 1926, Slg. Kubinzky

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Am Beginn ihrer Nutzung sind die Strände stark segmentiert. Es gibt Zonen für Männer, für Frauen und eine „neutrale“ für Nichtbadende. Diese klare Trennung löst sich mit der Zeit jedoch genauso auf wie das strikte Verbot, außerhalb der zum Baden ausgewiesenen Strandabschnitte ins Wasser zu gehen.

Der Massentourismus im heutigen Sinn setzt nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Wer es sich irgendwie leisten kann, fährt ans Meer. Anfänglich mit Bus oder Bahn, dann mit dem Moped, schließlich mit dem eigenen Auto. Die Kolonnen an den Grenzen und Mautstationen stellen die Geduld der Reisenden auf eine harte Probe. Dabei wird extra zu nachtschlafender Zeit losgefahren, um dem Stau zu entgehen. Da jedoch alle anderen ebenfalls im Morgengrauen aufbrechen, ist der Erfolg dieser Strategie gleich null. Bleibt immer noch das Argument mit dem Ausweichen der Tageshitze, denn damalige Autos verfügen noch nicht über Klimaanlagen. Die mitreisenden Kinder liegen am Beginn der erwartungsgemäß längeren Fahrt schlafend auf der Rückbank. Gurte werden erst ab 1976 Pflicht und dann nur schweren Herzens angelegt. Für die meist männlichen Autolenker war das Angurten sehr oft nicht maskulin genug.

Aufgehalten durch diverse Staus, Esel-Melonen-Karren, Apes, Abkürzungen, die sich als erstaunlich lang erweisen (das Navigationsgerät wird erst später erfunden), oder Autos mit Wohnwagenanhängern – trifft die reisende Familie oft erst am frühen Nachmittag am Zielort ein, meist hungrig und in froher Erwartung auf ein exotisch-fremdes Essen. In Italien steht den Reisenden um diese Uhrzeit allerdings die erste Enttäuschung bevor: Die Küche ist ab 14 Uhr bis zum Abend geschlossen. Pizzastücke, Paninis, Toast oder Brioche trösten als Snacks über den ärgsten Hunger hinweg.

Fremdes Essen ist überhaupt ein interessantes Thema. Ob italienisch oder jugoslawisch, es ist exotisch und schmeckt im Urlaub wunderbar. Eine besondere Attraktion an italienischen Stränden ist der Cocobello-Verkäufer, der am Strand Kokosnussstücke verkauft. Die schmecken den meist jungen Käuferinnen und Käufern zwar nicht besonders, aber das ist Nebensache. Man muss sie haben, schließlich gibt es sie nicht alle Tage.

Genauso ungewöhnlich und faszinierend wie das Essen ist auch die bunte Plastikwelt der fremden Spielsachen, die man unbedingt mit nach Hause bringen muss. Dort verstauben sie dann meist unbenutzt in der Ecke und finden schließlich ein unrühmliches Ende im Müll.

Bezahlt wird alles mit fremdem Geld mit vielen Nullen und bimetallischen Münzen. Da das Geld eigens für den Urlaub getauscht wird und nur mit Verlust zurückgetauscht werden kann, ist genaue Planung gefragt. Der gewechselte Betrag muss hoch genug sein, dass nicht nachgewechselt werden muss, am Ende muss aber alles ausgegeben sein. Schließlich, da ist man sich sicher, ist im nächsten Sommer die fremde Währung aufgrund der Inflation nur noch die Hälfte wert.

Ganz besondere Ängste erregen Quallen. Sie werden öfters am Morgen tot am Strand gefunden. Der Anblick des unförmigen Glibbers und die Schreckenserzählungen über die furchtbaren Schmerzen, die mit der Berührung der Tiere einhergehen, sorgen für Albträume und Angstfantasien, selbst wenn die Tiere nie lebend gesichtet werden. Sehr real und spürbar ist der von Seeigeln verursachte Schmerz: Wer einmal in einen der vielen schwarzen Bälle getreten ist, zieht gerne die bunten Plastikschuhe an, um ins Wasser zu gehen.

Eine drohende Krebserkrankung ist in der optimistischen Aufbruchs- und Wirtschaftswunderzeit kein Thema. Rauchen gehört noch genauso zum guten Ton wie eine möglichst nahtlose Urlaubsbräune als nachhaltiger Beweis für die Reise in den Süden. Sunblocker gibt es ausschließlich für Kleinkinder, die etwas Größeren werden nur am Anfang des Urlaubs mit der Sonnencreme traktiert und Erwachsene schwören auf Tiroler Nussöl, da es die Bräune fördert. Der Sonnenbrand ist vorprogrammiert und gehört zum Urlaub wie Eiscreme und Nudeln. Auch die Bewohner/innen des Gastlandes schwören auf Sommerbräune. Stundenlang stehen Italiener/innen plaudernd im seichten Wasser, da die Reflexion eine allseitige Bräunung ermöglicht. Der aus dem Norden kommende Tourist hält sich an die hergebrachte „Regelmäßig-Wenden-Methode“.

Urlaubsvorbereitung ist Planung. In Zeiten vor den kleinen und handlichen E-Book-Readern, mit denen man stets seine ganze Bibliothek dabeihat, ist die Frage, wie viele Bücher mitgenommen werden dürfen, ein heiß diskutiertes Thema. Ein anderes ist die Überlegung, wie viel Filmmaterial ins Reisegepäck kommt.

Fotografieren ist teuer und man sieht erst Wochen später, ob aus den Fotos etwas geworden ist oder nicht. Es wird daher nicht einfach losgeknipst, sondern überlegt fotografiert. Schließlich ist die Zahl der Bilder, die man machen kann, begrenzt. Im Idealfall ist mit dem letzten Foto auch der Urlaub zu Ende. Muss am Ende der Ferien doch noch ein neuer Film eingelegt werden, dauert es oftmals bis Weihnachten, diesen auszuknipsen. So findet sich die Strandidylle neben dem Wintertraum im gleichen Fotopaket.

Servicestation in Italien, ohne Datum, Nachlass Sorger, MMS/UMJ

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Cattolica, Ansichtskarte, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Restaurant Augustus, Misnao 1956, Nachlass Sorger, MMS/UMJ

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Lignano, Ansichtskarte 1970, Slg. Aschacher

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Bibione, Ansichtskarte, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Cattolica, Ansichtskarte, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Meeresschildkröte, Caorle 1954, Nachlass Sorger, MMS/UMJ

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Sonnenbad am Strand, ohne Datum, Nachlass Sorger, MMS/UMJ

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Sandspielen am Strand, Italien, 1960, Gruber, MMS/UMJ

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Italienische Küste, 1960, Gruber, MMS/UMJ

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Lignano, Ansichtskarte, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Lido di Jesolo, Ansichtskarte, 1969, Slg. Aschacher

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Falconera, Ansichtskarte, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Bibione, 1955, Nachlass Sorger, MMS/UMJ

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Misano, 1956, Nachlass Sorger, MMS/UMJ

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Rückseite: Split, 1915, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Split, 1915, Slg. Kubinzky

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Sommer am Meer, 29. Juni 1929, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Sommer am Meer, 1929, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Auf Sommerurlaub in Bibione, 1953, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand von Bibione, 1953, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Sommerurlaub in Bibione, 1953, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Im Kampf mit den Elementen, Bibione, 1954, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Die stolzen Baumeister und ihre Sandburg, Bibione, 1954, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Im Kampf mit den Elementen, Bibione, 1954, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Sommerurlaub in Bibione, 1954, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand, Bibione, 1954, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand, Bibione, 1955, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Sommerurlaub in Bibione, 1955, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Kraft des Wassers, Misano, 1955, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand von Misano, 1955, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Zeitungslektüre am Strand von Misano, 1956, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Kleiner Junge mit Ziege, Pesaro, 1956, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Richtig schön geworden, Bibione, 1954, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Sommervergnügen, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Sommervergnügen, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Am Strand, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Mit Hund am Meer, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Mit Hund am Meer, ohne Datum, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Cattolica, Sommer 1959, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Unterkunft, Lignano, 1958, Nachlass der Familie Sorger, MMS/UMJ

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Portorose, Beer, ohne Datum, MMS/UMJ

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Vorderseite: Brioni, 31.12.1913, Guilio Costalunga, Pola, Sammlung Kubinzky

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Rückseite: Brioni, 31.12.1913, Guilio Costalunga, Pola, Sammlung Kubinzky

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Vorderseite: Voloska, J. Dreiwurst, Voloska, ohne Datum, Sammlung Kubinzky

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Rückseite: Voloska, J. Dreiwurst, Voloska, ohne Datum, Sammlung Kubinzky

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Vorderseite: Cattolica, Ed. C. Magi, 1955, Slg. Aschacher

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Rückseite: Cattolica, Ed. C. Magi, 1955, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Bibione, Fotocolor Fanotto, Via Aurora, 26, Bibione, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Rückseite: Bibione, Fotocolor Fanotto, Via Aurora, 26, Bibione, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Lido Di Bibione, Italgraph Genova, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Rückseite: Lido Di Bibione, Italgraph Genova, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Rimini. Riviera Adriatica, Rotalfoto Milano, 1969, Slg. Aschacher

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Rückseite: Rimini. Riviera Adriatica, Rotalfoto Milano, 1969, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Rivabella. Riviera Adriatica, Helios Rimini, 1979, Slg. Aschacher

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Rückseite: Rivabella. Riviera Adriatica, Helios Rimini, 1979, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Lignano Sabbiadoro, fotometalgrafica Bologna, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Rückseite: Lignano Sabbiadoro, fotometalgrafica Bologna, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Baci da Porto S. Margherita, Ed. Cancell. Odorica s.n.c. Ramuscello, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Grüße aus Bibione, Kina Italia Milano, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Laurana, Grand Hotel e Bagno Maddalena, E. Fantini, Fiume, 1926, Slg. Aschacherb

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Rückseite: Laurana, Grand Hotel e Bagno Maddalena, E. Fantini, Fiume, 1926, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Porec, Riviera Porec, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Rückseite: Porec, Riviera Porec, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Mali Losinj, Vjesnik, Zagreb, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Rückseite: Mali Losinj, Vjesnik, Zagreb, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Lovran, Suvenir – Clizain, Pula, 1984, Slg. Aschacher

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Rückseite: Lovran, Suvenir – Clizain, Pula, 1984, Slg. Aschacher

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Vorderseite: Pozdrav iz Pule, Zadruzna Stampa, Zagreb, 1967, Slg. Aschacher

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Rückseite: Pozdrav iz Pule, Zadruzna Stampa, Zagreb, 1967, Slg. Aschacher

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Pozdrav iz Crikvenice, I. Eterovic, L.Benko, ohne Datum, Slg. Aschacher

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Lissa.-Vis., Purger & Co., München, ohne Datum, KHS/UMJ

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Ombla Quelle bei Ragusa, Purger & Co München, Verlag von B. Weiss-Erben, Ragusa, ohne Datum, KHS/UMJ

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Ragusa, Schloss Lacroma mit Palmen, Purger & Co., München, ohne Datum, KHS/UMJ

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Sebenico-Sibenic, Purger & Co, München, ohne Datum

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Grado

Im Gegensatz zu Abazzia/Opatija, dem Bad Ischl an der Adria, mit seinem aristokratischen Publikum wird Grado von Mitgliedern der (groß)bürgerlichen Schicht frequentiert. Zu seinen Gästen zählen etwa Beamte, Offiziere, Rechtsanwälte, Professoren, Kaufleute, Ärzte, Fabrikanten. Es ist ein Ziel der Bildungsreisenden und Künstler. Seine Besucher/innen prägen den Stil der Architektur, die Riten und die Identität der Insel, an deren älteren Hotelbauten sich noch heute der Sezessionsstil der ersten Hochzeit ablesen lässt.

1914, bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, ist Grado mit 16.672 Gästen und 350.000 Nächtigungen das beliebteste Seebad der Monarchie. Zu dieser Zeit ist die Anreise schon um einiges leichter als Mitte des 19. Jahrhunderts, als Grado noch durch die Lagune vom Festland getrennt ist und die potenziellen Besucher/innen mit der Kutsche von einer Station der Südbahn nach Aquileia fahren und von dort auf verschlungenen Wegen mit dem Boot die Lagune durchqueren müssen. Der etwas später gebaute Kanal verkürzt die Anreise erheblich. Ab 1888 existiert schon eine Dampfschiffverbindung nach Aquileia. 1894 wird die Eisenbahnlinie Monfalcone–Cervignano eröffnet, was die Anreise ebenfalls erleichtert, und 1902 wird die Verbindung Triest–Grado und retour geschaffen. 1910 eröffnet schließlich die Eisenbahnstrecke Cervignano–Belvedere–Grado.

Auch die zur Verfügung stehende Infrastruktur für Badende ist Mitte des 19. Jahrhunderts noch sehr spartanisch. Es gibt gerade einmal zwei durch einen Kilometer Abstand getrennte Umkleidekabinen – eine für Männer, eine für Frauen. Diese werden 1868 durch eine Badeanstalt ersetzt, die bis 1883 von der Gemeinde Grado verwaltet wird.

Der Beginn von Grados Popularität hängt eng mit der Gründung eines Hospizes für skrofulöse und rachitische Kinder aus Görz und Triest zusammen. Das Hospiz wird 1873 von Giuseppe Barelli gegründet und von reichen Bürgern aus Görz gefördert. Hierher werden Kinder aus armen Verhältnissen zur Behandlung geschickt. Durch die zunehmende Bekanntheit und den Erfolg der Einrichtung kommen die Kinder mit der Zeit aus der ganzen Monarchie. Die Heilerfolge sind eine gute Werbung für Grado und werden bis 1889 regelmäßig in Fachblättern und später auch in Tageszeitungen veröffentlicht. 1892 steigt Grado offiziell zum Kurort mit genehmigter Kurordnung auf.

Parallel zu dieser Entwicklung beginnt sich Grado ab dem Ende der 1880er-Jahre als Sommerbadeort durchzusetzen. Die Badesaison dauert vom 15. Mai bis 30. September. Um die beste Zeit für eine Klima- und Heliotherapie zu nutzen, reisen Mütter mit Kindern aber meist schon Ende April an.

Grados größter Vorzug gegenüber anderen Kurorten an der Adria ist der breite Sandstrand. Der Eintritt zum Strand ist allerdings kostenpflichtig und ab 8 Uhr morgens gestattet. Als Umkleideort dienen Zelte, die für vier Personen ausgelegt sind.

Zur Unterhaltung der Gäste gibt es unterschiedliche Attraktionen, zum Beispiel Ausflüge in die Lagune, aber auch musikalische Vergnügungen durch das städtische Musikorchester. Es entstehen Souvenir- und Badeartikelgeschäfte, Fotografen wie Hezs & Wessely halten Erinnerungen für die Gäste im Bild fest. Auch auf den gewohnten Kaffee müssen die Gäste nach der Gründung des Wiener Cafés „Secession“ nicht mehr verzichten.

Sommerfrische in Grado, 1906/07, Hugo Wessely, MMS/UMJ

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Rückseite: Grado, Ansichtskarte, um 1910, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Grado, Am Strand, Ansichtskarte, um 1910, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Grado, Ansichtskarte, 1924, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Grado, Ansichtskarte, 1924, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Grado, Ansichtskarte, 1911, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Grado, Ansichtskarte, 1911, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Grado, Ansichtskarte, vor 1918, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Grado, Ansichtskarte, vor 1918, Slg. Kubinzky

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Grado, Ansichtskarte, 1914/1915, Slg. Kubinzky

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Grado, Ansichtskarte, 1914/15, Slg. Kubinzky

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Rückseite: Grüß aus Grado, Ansichtskarte, 1987, Slg. Kubinzky

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Vorderseite: Grüß aus Grado, Ansichtskarte, 1987, Slg. Kubinzky

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Sommerfrische in Grado, 1906/07, Hugo Wessely, MMS/UMJ

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Sommerfrische in Grado, 1906/07, Hugo Wessely, MMS/UMJ

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Sommerfrische in Grado, 1906/07, Hugo Wessely, MMS/UMJ

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Sommerfrische in Grado, 1906/07, Hugo Wessely, MMS/UMJ