Der Nationalsozialismus in der Steiermark

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 bereiteten die Nationalsozialisten durch eine radikale Umgestaltung von Staat und Gesellschaft den Krieg vor. Auch in der Steiermark, nun Teil des „Reichsgaus Steiermark“, setzten sie die NS-Ideologie in allen Lebensbereichen um.

Bildinformationen

„Für den Volksgenossen, der ehemals politischer Gegner war, wird in diesem Staate in Zukunft immer Arbeit und Brot vorhanden sein, für den Juden dagegen nie.“ (Gauleiter Sigfried Uiberreither, 3. Juli 1938)

Mit der Idee der „Volksgemeinschaft“ boten die Nationalsozialisten den Menschen zahlreiche Versprechungen und Verlockungen an: „Arbeit und Brot für alle“ - soziale Geborgenheit, „Demokratisierung des Konsums“ - Gleichheit und nationale Größe winkten als Belohnungen für jene, die sich gehorsam ein- und unterordneten.

Wer nicht Teil der neuen Gemeinschaft sein konnte oder wollte, wurde gnadenlos verfolgt. Jüdinnen*Juden und andere Menschen, die den rassistischen Wahnideen der Nationalsozialisten nicht entsprachen, wurden aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Es gab in der Steiermark aber auch Menschen, die nicht Teil der neuen „Volksgemeinschaft“ sein wollten und Widerstand leisteten. Auch gegen sie gingen die Nationalsozialisten mit aller Härte vor.

Erinnerungen von Zeitzeug*innen

Der Zeitzeug*innenenbereich enthält persönliche Erinnerungen und individuelle Berichte. Er ergänzt die Themensammlung um Erinnerungen, die einen Bezug zum Nationalsozialismus haben.

Zu den Workshops

  • Was unterscheidet einen autoritären von einem demokratischen Staat?

     "Jeder tut mit – Jeder denkt nach - Jeder meldet"

 

  • Rechtsextreme und antisemitische Narrative – damals und heute

     "Deutschland den Deutschen?"