Das Versprechen der „NS-Volksgemeinschaft“ war stets auch ein Versprechen auf eine bessere Zukunft. „Arbeit und Brot für alle“ sowie die „Demokratisierung des Konsums“ sollten breite Teile der Arbeiterschaft für den Nationalsozialismus gewinnen. Daher pries die NS-Propaganda ab dem März 1938 neue Arbeitsplätze, neue Sozialleistungen und Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung an. Mit der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ sollten die „Volksgenoss*innen“ auf den Reichsautobahnen erstmals in den Urlaub fahren. „Ehestandsdarlehen“ sollten Jungvermählten die Gründung eines eigenen Haushalts in einer neu errichtete Wohnsiedlung erleichtern. All diese Versprechen waren aber stets mit arbeitsmarktpolitischen und ideologischen Zielen des NS-Regimes verbunden. Finanziert wurden sie durch eine steigende Waffenproduktion sowie durch Raub an der jüdischen und europäischen Bevölkerung.