Nach dem Krieg mussten in Österreich rund 7 Millionen Menschen versorgt werden. Die Lebensmittelrationen der Nichtselbstversorger*innen konnten lediglich zu etwa 40 % aus heimischen Quellen gedeckt werden. Der Rest wurde vor allem durch internationale Hilfslieferungen der UNRRA bereitgestellt.
Neben den Hilfsmaßnahmen von außen kam es aber auch zu Eigeninitiativen der Bevölkerung. Zu den wichtigsten individuellen Strategien zur Beschaffung von Waren zählten der Schleich- und Tauschhandel sowie das „Hamstern“. Durch den „Schwarzen Markt“ oder den Naturaltausch konnte jedoch nur wenige kaufkräftige Menschen ihre Lage verbessern. Die meisten hatten kaum das Geld oder Tauschwaren, um sich mit den notwendigen Gütern des alltäglichen Gebrauchs zu versorgen. Für die Ärmsten war die internationale Hilfe überlebensnotwendig.