Nach dem Krieg

Humanitäre Hilfe und Wiederaufbau für die Steiermark

Kriege und Konflikte bringen immense Zerstörung mit sich. Doch was geschieht, wenn die Waffen schweigen? Der Alltag der Zivilbevölkerung wird weiterhin von Hunger, Trümmern und Traumata geprägt. In solchen Notlagen war und ist eine globale Zusammenarbeit sowie humanitäre Unterstützung überlebenswichtig – für Millionen von Menschen.

Bildinformationen

UNRRA-Missionsleiter Reginald Parminter, Juni 1947: „Es besteht kein Zweifel daran, dass die österreichische Nation ihr Überleben der Hilfe der UNRRA verdankt.“

Ein Jahr nach Kriegsende zählten Österreich und die Steiermark zu den am schlechtesten versorgten Gebieten Europas. Die Region war politisch, wirtschaftlich und sozial zerrüttet. Der Krieg hatte an die 60.000 Tote in – oder aus der Steiermark gefordert, Städte waren zerstört. Viele Menschen standen vor existenziellen Fragen nach Nahrung, Wohnraum und Zukunft.

In dieser kritischen Phase von 1945 bis 1948 sicherten internationale Hilfsprogramme das Überleben Zehntausender Menschen. Ermöglicht wurde dies durch eine völlig neue Form der globalen Zusammenarbeit: die Gründung der UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration). Unter US-Federführung übernahm diese Organisation eine historische Vorreiterrolle, deckte bis zu 80 Prozent der österreichischen Grundversorgung ab und setzte neue Maßstäbe in der Diplomatie.

Dialogischer Rundgang

  • Von CARE-Paketen bis UNRRA.

    Als Hilfe überlebenswichtig war.