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Universalmuseum Joanneum
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Bildinformationen
Herta Reich, Zwei Tage Zeit. Flucht und Vertreibung und die Spuren jüdischen Lebens in Mürzzuschlag, hg. v. Heimo Gruber und Heimo Halbrainer, Graz 2014.
1938 begann unter den NS-Gauen der sogenannten Ostmark geradezu ein Wettkampf um die Frage, wer als erster Gau „judenfrei“ werde. Dazu wurden die Maßnahmen gegen Jüdinnen*Juden stetig verschärft. Der Druck zur Auswanderung wurde erhöht. Viele Verfolgte schafften es zunächst ins benachbarte europäische Ausland. Dort wurden sie jedoch nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht selten von der deutschen Wehrmacht wieder eingeholt. Ihre Flucht ging weiter und viele wurden noch auf der Flucht Opfer des Holocaust. Für andere Jüdinnen*Juden begann im Jahr 1938 eine jahrelange Flucht, ehe sie eine sichere neue Heimat erreichen konnten. Herta Reich, geborene Eisler, aus Mürzzuschlag befand sich von 1938 an auf einer solchen Odyssee, ehe sie Mitte 1944 endlich nach Palästina kam.