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[1939] Zwangsumsiedelung der jüdischen Bevölkerung

01.01.1939

Die Verordnung, wonach Jüdinnen*Juden den Zweitnamen Israel bzw. Sara führen müssen, tritt im ehemaligen Österreich durch eine Verordnung am 24.01.1939 in Kraft.

 

23.01.1939

Das „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniform“(„Heimtücke-Gesetz“) tritt im „angeschlossenen“ Österreich in Kraft. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist somit abgeschafft.

 

15.03.1939

Deutscher Einmarsch in die Tschechoslowakei.

 

25.03.1939

„Jugenddienstpflicht“ verpflichtet alle Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren, in die Hitlerjugend (HJ) einzutreten.

 

14.04.1939

Das Ostmarkgesetz regelt die Verwaltungsstruktur und -einteilung des ehemaligen Staates Österreich.

 

28.04.1939

Abfahrt von 212 steirischen Jüdinnen*Juden von Graz nach Palästina mit dem illegalen „Lisl-Transport“.

 

13.06.1939

Zerschlagung der Widerstandsorganisation des Kommunistischen Jugendverbands in der Obersteiermark.

 

26.08.1939

Verordnung über das „Sonderstrafrecht im Kriege und bei besonderem Einsatz (Kriegssonderstrafrechtsverordnung) vom 17. August 1938“ wird in Kraft gesetzt.

 

01.09.1939

Kriegsbeginn: deutscher Angriff auf Polen.

Die „Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen“ („Rundfunkverordnung“) tritt in Kraft; sie verbietet das Hören ausländischer Radiosender.

 

03.09.1939

Kriegserklärung der Briten und Franzosen an Deutschland.

 

01.09.–31.10.1939

Zwangsumsiedelung der letzten Jüdinnen*Juden von Graz nach Wien.

 

17.10.1939

Auf Anweisung von Heinrich Himmler erlässt das Reichssicherheitshauptamt den sogenannten „Festsetzungserlass“. Damit dürfen Romnja*Roma und Sintiza*Sinti ihren Wohn- und Aufenthaltsort nicht mehr verlassen. Der Erlass dient der Vorbereitung der späteren Deportation.

 

20. und 26.10.1939

Erste Deportationszüge mit 912 bzw. 672 Jüdinnen*Juden fahren von Wien aus in den Osten nach Nisko (Grenze des Generalgouvernements zur Sowjetunion).