Insgesamt kamen im Zweiten Weltkrieg rund 60.000 Steirer*innen ums Leben. Dabei handelte es sich um gefallene Soldaten sowie zivile Opfer, die infolge von Kampfhandlungen und Bombenangriffen getötet wurden, und um die Tausenden Opfer der NS-Verfolgung. Neben dem Verlust an Menschenleben gab es enorme Kriegsschäden: Zehntausende Wohnungen und Häuser waren zerstört. Ackerflächen lagen brach oder waren verwüstet, Infrastruktur und Wirtschaft waren am Boden. Zudem war das Land von Soldaten besetzt und übersät mit Flüchtlings- und Vertriebenenlagern.
Es fehlte am Nötigsten – vor allem die Ernährungs- und Versorgungslage war schlichtweg katastrophal. Hinzu kam die politische, soziale und wirtschaftliche Spaltung des Landes entlang der Grenzen zwischen den Besatzungszonen.
Nur dank der Unterstützung durch die alliierten Militärregierungen sowie durch die Hilfswerke einzelner Staaten konnte im ersten Nachkriegsjahr ein vollständiger wirtschaftlicher und sozialer Zusammenbruch Österreichs verhindert werden.