1990–1998

Die größte Sammlung ihrer Art

 

Neben der kontinuierlichen Fortführung fotohistorischer Forschung und Ausstellungstätigkeit, der (Eigen)Dokumentationstätigkeit und den diversen personal- und zeitintensiven Service-Leistungen (Museumsfotografie Anfragen) standen die 1990er-Jahre im Bereich der Sammlungserschließung ganz im Zeichen der EDV-mäßigen „Bild- und Textspeicherung“.
Die Existenz des BTA geriet mit der Pensionierung Schiffer-Ekharts Ende der 1990er-Jahre stark in Bedrängnis. Landesarchiv und -bibliothek wollten sich „im Falle einer Umstrukturierung“ Personal und Sammlung „aus inhaltlichen und sachlichen Gründen“ aufteilen. Das Landesmuseum Joanneum erteilte diesen Bestrebungen jedoch eine klare Absage. Die Sammlung umfasste indessen Ende der 1990er-Jahre 1.600.000 Fotodokumente, 25.000 Ansichtskarten, 7.400 Tonträger, 1.800 Filme/Videos und 400 historische Geräte und war damit die quantitativ größte Sammlung ihrer Art in Österreich.

Bild- und Tonarchiv

1990

Für die EDV-technische Aufarbeitung der Bilddokumente wurden 2.490 Belege erarbeitet. Wie im Vorjahr durfte nur eine beschränkte Anzahl am PC gespeichert werden.

1991

Die Präsidialabteilung – EDV-Koordinierungsstelle genehmigt das Projekt Bild- und Textspeicherung im Bild- und Tonarchiv. Gemeinsam mit Univ. Doz. Dr. Walter Koch von der Forschungsgesellschaft Joanneum erarbeitet man ein Softwareprogramm.
Die Ausstellung Heraus aus dem Dreck, Lärm und Gestank -Alltag und Arbeiterbewegung in der Schweiz wird um lokale Videobeiträge aus der Steiermark ergänzt.

1993

Im September findet der Kongress BILD und TON in OST und WEST – 1. Mitteleuropäisches AV-Mediengespräch der AGAVA (Audiovisuelle Archive Österreich) im Palais Attems sowie im Filmzentrum Rechbauerkino statt. Archivierung und katalogmäßige Aufbereitung sowie vor allem die gänzlich neuen Möglichkeiten der EDV stehen im Mittelpunkt der Diskussionen. Im Rahmen des Kongresses wird die Ausstellung „Zeitbilder 1933-1943 – Aus der Sammlung Heinrich Hoffmann“ gezeigt.

Foto: Heinrich Kranzelbinder

1998

Als Ergebnis der Beteiligung am EU-Projekt ONE (OPAC Network in Europe) wird die Bilddatenbank auf das Betriebssystem Windows 95 umgestellt. Für die Präsentation der Bilddaten über das Internet wird eine eigene Schnittstelle installiert.
Die Existenz des BTA gerät mit der Pensionierung Dr. Schiffer-Ekharts stark in Bedrängnis. Während das Joanneum einen Arbeitskreis zur Neupositionierung der Abteilung einsetzt, verhandeln andere schon eine Aufteilung der „Erbmasse“.

 

AUSSTELLUNGEN:

 

1990
Samtbarett und Kamera – Leopold Bude (1840–1907) (+ Publikation);


sowie 1993 (Publikation):
Graz zur Gründerzeit – Leopold Bude k.k. Hof-Fotograf

 

1991
Heraus aus Dreck, Lärm und Gestank – Alltag und Arbeiterbewegung in der Schweiz (Übernahme von Pro Helvetia/Schweizer Kulturstiftung, Zürich)

 

1992
Erich Kees – Reaktionen


1993
Zeitbilder 1933–1941 – aus der Sammlung Heinrich Hoffmann (+ Publikation)


1994
Erich Lessing – Die ersten 50 Jahre (Übernahme vom Historischen Museum der Stadt Wien)


1995

Bilder aus Alt-Radkersburg – Richard Prettner (1871–1941), Ein Fotograf aus Passion (+ Publikation);
die Ausstellung war auch in Bad Radkersburg und in Maribor zu sehen

 

 

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
geschichte@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
01. Jänner 2020 bis 09. April 2021 Mi-So, Feiertag 10 - 17 Uhr
10. April 2021 bis 31. Oktober 2021 Mo-So, Feiertag 10 - 18 Uhr
01. November 2021 bis 31. Dezember 2021 Mi-So, Feiertag 10 - 17 Uhr

 

8. Dezember 2020
5. April 2021
1. November 2021

24. bis 25. Dezember 2020
1. Jänner 2021
16. Februar 2021
24. bis 25. Dezember 2021