OBJEKTSALON #12

Nürnberger Exportschlager: Vom Edelzinn zum Jugendstil

04.10.2016 18:30



Treffpunkt: Museum im Palais, Erdgeschoß

Kosten: Eintritt frei!

 

Um unserem Publikum Vielfalt und Qualität der Bestände der Kulturhistorischen Sammlung näher zu bringen, werden in unserem neuen Format „Objektsalon“ ausgewählte Sammlungsstücke von Sammlungskurator Ulrich Becker vorgestellt. 

 

 

Nürnbergs Ruf beruht auf einer großen Vergangenheit: Seit der Romantik gilt die Heimat Albrecht Dürers als „altdeutsche Stadt“ schlechthin. Doch es sind nicht nur die großen Bildhauer und Maler, die den Ruhm Nürnbergs verbreiteten: Für diesen steht auch ein singuläres Kunsthandwerk, dessen, Präzision und Formenreichtum ihresgleichen suchen. Weniger bekannt ist der Beitrag, den das Nürnberger Edelzinn im 16. und 17. Jahrhundert geleistet hat. Zumeist im Schatten der Goldschmiedekunst stehend, weist es ebenfalls internationales Niveau auf, das Spezialisten wie dem aus Basel zugewanderten Caspar Enderlein zu verdanken ist. Mit europäischen Standards vertraut, haben er und seine Kollegen das Nürnberger Zinn zu einem Exportschlager werden lassen. In der Gründerzeit, der großen Ära der Kunstgewerbemuseen, fanden Zinnprodukte unter Sammlern und Kuratoren hohe Wertschätzung. Aber Nürnberg hat nicht nur auf seine Geschichte geschaut. Zu einer Industriemetropole aufgestiegen, wurde es um 1900 ein Zentrum des Kunsthandwerks im Zeichen des Jugendstils. Karl Lacher, der Begründer unserer Sammlung, hat dies früh erkannt und Produkte aus dieser bedeutenden Epoche Nürnberger Kulturgeschichte für Graz erworben.

  

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
geschichte@museum-joanneum.at

 

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