Die Märchen des Axl Leskoschek

Vortrag von Heimo Halbrainer

12.03.2026

Bildinformationen

Datum

12.03.2026

Uhrzeit

18:00 - 20:00

Ort

Museum für Geschichte, Prunkraum/Veranstaltungsraum

Kosten

Teilnahme kostenlos

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Über die
Veranstaltung

Vor 50 Jahren ist der Grazer Künstler Axl Leskoschek gestorben. Der 1889 geborene Albert von Leskoschek war schwer verwundet aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt und beschloss, seine „alte“ Welt hinter sich zu lassen. Aus dem Juristen Albert wurde der Künstler Axl, der 1919 bzw. 1923 zu den Mitbegründern der Künstlervereinigung „Freiland“ bzw. der „Sezession“ Graz gehörte. Der in Wien zum Grafiker ausgebildete Leskoschek illustrierte in den 1920er-Jahren zahlreiche Romane und Erzählungen, vor allem aber Kinderbücher. Daneben verfasste er Märchen, die damals jedoch nicht veröffentlicht wurden und die er später in sein Exil mitnahm und überarbeitete.

 

Leskoschek betätigte sich in der Zwischenkriegszeit aber auch politisch innerhalb der Sozialdemokratischen bzw. Kommunistischen Partei, was ihm nach der Ausschaltung der Demokratie 1934 Zuchthaus und Anhaltelager einbrachte. Nach der Machtübernahme der Nazis floh er zunächst in die Schweiz und später weiter nach Brasilien, wo er für seine Illustrationen berühmt wurde und eine Professur erhielt. 1948 kehrte er nach Österreich zurück, wo er die ihm in Aussicht gestellte Professur nicht erhielt und wie schon vor 1938 als Illustrator und Kulturredakteur tätig wurde. Die beiden auch in Brasilien nicht publizierten Märchen hat er mitgenommen, sie blieben aber auch in Österreich unveröffentlicht.

 

Anlässlich seines 50. Todestages geben wir nun seine Märchen von der Orange Amarante und dem verirrten Donnerhund heraus.

 

 

 

Buchvorstellung und Lesung: Heimo Halbrainer und Michaela Wolf