Ruf und Anerkennung sind in der bürgerlichen Welt nicht nur für die eigene Lebenszeit ein Thema. Man möchte über den Tod hinaus in der Öffentlichkeit präsent bleiben, das Ansehen der Familie im Gedächtnis der Nachwelt verankert wissen.
Entdecke das
Universalmuseum Joanneum
Universalmuseum
Joanneum
Zurück zum Universalmuseum Joanneum
Museum für Geschichte > Entdecken > Kulturgeschichte Online > Bühnen des Bürgertums > Friedhof
Ruf und Anerkennung sind in der bürgerlichen Welt nicht nur für die eigene Lebenszeit ein Thema. Man möchte über den Tod hinaus in der Öffentlichkeit präsent bleiben, das Ansehen der Familie im Gedächtnis der Nachwelt verankert wissen.
Bildinformationen
Die idealen Orte dafür sind jetzt die großen, weil ständig erweiterten Friedhöfe, die aus hygienischen Gründen an den Rändern der Städte liegen. Der Adel widmete seinen Toten einst prunkvolle Epitaphien, bildlich erweiterte Kunstwerke in und an den Kirchen. Das Bürgertum setzt auf aufwendige Grabmäler direkt am Begräbnisort. Dafür werden keine Kosten gescheut. Auf solche Aufgaben spezialisierte Bildhauer haben volle Auftragsbücher.
Nicht nur die Friedhofsanlage bekommt ein repräsentatives, parkähnliches Aussehen. Auch der letzte Weg zum Grab gerät zur feierlichen Zeremonie, in der der Kult um die Vergänglichkeit fortlebt. Planung und Durchführung liegen in den Händen professioneller Bestattungsfirmen. Die Beisetzung ist jetzt Dienstleistung.
Auch hier hat eine gewinnorientierte Zeit Einzug gehalten. Firmen leben von Angebot und Nachfrage. Das preislich gestaffelte Angebot der Bestatter zeigt, dass sich auch rund um den Tod ein lukrativer Markt gebildet hat.
Bildinformationen
Bildinformationen