Bildinformationen
Datum
23.09.2026
Uhrzeit
17:00 - 18:00
Ort
Kunsthaus Graz, Space04
Kosten
Freier Eintritt!
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Oksana Kazmina ist Künstlerin, Filmemacherin und Performerin. In ihren multimedialen Arbeiten untersucht sie die Beziehung zwischen Körper* und Medien, die Medialität von Erfahrung und verkörpertes Gedächtnis.
Im Wechselspiel zwischen Makro- und Mikroperspektiven und (Male) Gazes erforscht sie, wie wir Alltägliches betrachten, die*der*das Andere, weibliche* Körper und ganz direkt: wie wir das Andere betrachten, das schon allein darin besteht, eine Frau im Patriarchat zu sein.
Seit Russlands Invasion in der Ukraine konzentriert sich ihre künstlerische Praxis auch auf Aspekte des „Entarchivierens“. Der fortlaufende Prozess challengt die Idee eines Archivs als weibliche Künstlerin, die sich ständig bewegt und abwesend ist, während ihre Heimat ausgelöscht wird.
Gleichzeitig ist er für die Künstlerin eine Auseinandersetzung mit Erinnerung als einem selektiven Prozess, der stark mit Orten, anderen Personen und inter- wie intrapersonalen Erfahrungen verbunden ist. Contemporary History of Ukraine nennt Oksana Kazmina ihr künstlerisches Projekt, an dem sie seit 2022 kontinuierlich arbeitet und das sich je nach Aufenthaltsort und Kontext in verschiedenen Medien und Formen – etwa Video, Bakterien oder Performances – manifestiert.
Während ihrer Residency in Graz wird Oksana Kazmina die Geschichte mit einer Serie von Performances weiterschreiben, die Objekte als Erinnerungsträgerinnen verhandeln. Encounters konzentriert sich hier auf die Abwesenheit und das Unbekannte als konstitutive Bedingungen der Erinnerung.
Weitere Termine:
30.09., 18:00, im Rahmen des Office for Ukraine OPEN HOUSE, < rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst
14.10., 18:00, ZIEGEL. Atelier Gemeinschaft ukrainischer Künstler*innen
21.10., 18:00, tbc
Oksana Kazmina ist Teil der Filmbewegung „Freefilmers“ (Mariupol/Kiew) und von Solidaritätsnetzwerken in der Ukraine.
Die Artist Residency wird im Rahmen von BRIDGE organisiert – einem Projekt zwischen AWARE (Paris), City of Women (Ljubljana) und Kunsthaus Graz – gefördert von Creative Europe (2026–2028). Die Einladung an weiblich gelesene Künstlerinnen folgt dem Ziel des Projekts, intersektionale Barrieren und Herausforderungen im Zusammenhang mit Gender und diasporischer Identität aktiv abzubauen.
BRIDGE: Building, Revising, Including – Diaspora and Gender Equality wird von der EU im Rahmen von Creative Europe gefördert.
Unterstützt durch die Kulturvermittlung Steiermark