Künstler*innen im Exil sowie mit Migrations- oder Diaspora-Hintergrund haben die europäische Kulturgeschichte wesentlich mitgeprägt, sind in Institutionen und Archiven jedoch bis heute unterrepräsentiert. Laut Mathilde Provansal stammen nur rund 30 % der in europäischen Museen ausgestellten Werke von Künstlerinnen, bei einer Betrachtung von Geschlecht und Migration bzw. Ethnizität ist der Anteil noch geringer.
BRIDGE setzt hier an: Die zweijährige Zusammenarbeit von City of Women (Ljubljana), Kunsthaus Graz und AWARE (Paris) verbindet Forschung, künstlerische Produktion, Ausstellungen und Publikationen. Ziel ist es, vielfältige Stimmen sichtbar zu machen und die Beiträge von Künstlerinnen und nicht-binären Künstler*innen mit Exil-, Migrations- oder Diaspora-Erfahrung stärker in den europäischen Kunstkontext einzubringen.