Kinderwollhandschuhe
um 1900, Volkskundemuseum/UMJ
Kinderschlitten
1. Hälfte 20. Jahrhundert, Volkskundemuseum/UMJ
Schaukelpferd aus Holz
2. Hälfte 20. Jahrhundert, Volkskundemuseum/UMJ
Strickliesel
2. Hälfte 20. Jahrhundert, Volkskundemuseum/UMJ
Baukasten „Matador“
2. Hälfte 20. Jahrhundert, Volkskundemuseum/UMJ
Lederschnürschuhe für Kinder
2. Hälfte 20. Jahrhundert, Volkskundemuseum/UMJ
Kinderkleid
Anfang 20. Jahrhundert, Volkskundemuseum UMJ
Holzochse
2. Hälfte 20. Jahrhundert, Volkskundemuseum/UMJ
Belege für Schenkpraktiken zu Weihnachten, vor allem für Kinder, gehen zurück bis in das 16. Jahrhundert. Lange Zeit war es allerdings eine Praxis in adeligen und bürgerlichen Kreisen und diente nicht zuletzt einer wohlbedachten Erziehung und sozialen Ordnung. Mit dem Geschenk eines realitätsgetreuen Puppenhauses wurden spielerisch Rollen und Muster eingeführt – für das bürgerliche Kind der erste Schritt in seine ihm vorbestimmte Welt.
Kinder der bäuerlichen und arbeitenden Schicht sahen sich mit anderen Realitäten konfrontiert. Die Steiermark war weit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts für große Teile der Bevölkerung von Armut und Hunger geprägt. Lange Zeit war für diese Menschen ein üppiges Weihnachtsfest mit prächtig ausgestattetem Christbaum und wertvollen Geschenken nicht leistbar. Mit dem weihnachtlichen Schenken kam man oftmals der Notwendigkeit von alltäglichen Gebrauchsgegenständen nach. [Alternative: Geschenkt wurden oft nützliche Dinge, die im Alltag gebraucht wurden.]
Seit geraumer Zeit wird das Schenken als Teil des Weihnachtsfestes zusehends auch kritisch betrachtet. Kaufrausch, Wegwerfgesellschaft, Klimaveränderungen und ein verändertes Wertebild regen viele zu nachhaltigeren Lebensweisen an und wirken sich auf das Konsumverhalten aus.