Wie der Grazer Maler Walter Langhammer die indische Avantgarde in Bombay beeinflusste

Vortrag von Margit Franz

15.10.2026

Bildinformationen

Datum

15.10.2026

Uhrzeit

18:00 - 20:00

Ort

Museum für Geschichte, Prunkraum/Veranstaltungsraum

Treffpunkt

Museum für Geschichte, Prunkraum

Kosten

Teilnahme kostenlos

Alle anzeigen

Über die
Veranstaltung

Vortrag von Margit Franz (Historikerin)

 

Walter Langhammer wurde am 19. April 1905 in Graz geboren. Nach der Schulzeit übersiedelte er 1923 zum Studium an die Akademie der bildenden Künste nach Wien. Dort etablierte er sich im Roten Wien als Grafiker, insbesondere nach der Heirat mit der Tochter des sozialdemokratischen und jüdischen Bezirksvorstehers des ersten Wiener Gemeindebezirkes Otto Urbach. Daneben verfolgte er die Malerei und seine „kleine Leidenschaft“, die Karikatur. Ab 1927 im Brotberuf als Gymnasiallehrer tätig, betrieb nach der Ausschaltung der Demokratie 1933/34 mit seiner Frau Käthe und seinem Schwiegervater illegale Zirkel zu Kunst und Sozialismus. 1938 gelang ihm zusammen mit seiner jüdischen Frau die Flucht nach Bombay, damals Britisch-Indien, wo er später „Art Director“ der Times of India, der größten englischsprachigen Zeitung des Subkontinents, wurde. In dieser privilegierten Position versuchte er junge, indische, avantgardistische Künstler, die sich teilweise als Plakatmaler oder Autowäscher verdingten, durch seine Netzwerke zu fördern und ihnen Räume zur Reflexion und Präsentation zu schaffen. Er selbst wurde mit Porträts der High Society Bombays berühmt, mit post-impressionistischen Landschafts- und Kulturstudien wegweisend für viele junge KünstlerInnen. Der indische Kunsthistoriker Ratan Parimoo bezeichnete ihn als „the man who brought Kokoschka to India“.

 

 

 

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Museum für Geschichte