Bildinformationen
Datum
18.04.2026
Uhrzeit
11:00 - 12:00
Ort
Museum für Geschichte, Prunkraum/Veranstaltungsraum
Kosten
Teilnahme kostenlos
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Der noch heute als „rasender Reporter“ bekannte österreichisch-tschechische Journalist und Schriftsteller Egon Erwin Kisch (1885-1948) engagierte sich früh gegen den Faschismus. Nachdem er 1933 von den Nationalsozialisten aus Deutschland ausgewiesen worden war, ging er ins Exil nach Paris und reiste im Juni 1937 nach Spanien, um am II. Internationalen Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur in Valencia und Madrid teilzunehmen. Beeindruckt vom Widerstandskampf der Spanischen Republik gegen den Faschismus blieb er im Land, um über das Leben im Bürgerkrieg und die Menschen in den Internationalen Brigaden zu berichten. Im April 1938 kehrte er nach Frankreich zurück. Seine Spanientexte erschienen erstmals posthum 1961 in einem schmalen Band. Dieses Buch ist die umfassendste Sammlung von Kischs spanischen Reportagen und Texten, die seine Bedeutung als Chronist und engagierter Reporter hervorheben. Kischs journalistische Arbeiten werden ergänzt durch Briefe, Berichte und Erinnerungen von Weggefährten und unterlegt mit zahlreichen Fotos, von denen viele bislang nicht bekannt waren.
Georg Pichler (Universidad de Alcalá, Madrid) und Joachim Gatterer (Universität Innsbruck)