Geschichte der STYROMAG und des Betriebes in Oberdorf

Der Sitz der Firma STYROMAG ist in Oberdorf, Gemeinde St. Katharein an der Laming, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, Steiermark. Magnesitvorkommen im Gebiet Oberdorf sind seit 1870 bekannt und urkundlich erwähnt.

Die Rechtsvorgängerin der Firma STYROMAG hatte in Kraubath bei Leoben bereits 1870 einen Schachtofen errichtet. Sie war damit die erste industrielle Herstellerin kaustisch gebrannten Magnesits der Welt.


Im Jahr 1906 begann in Oberdorf der industrielle Abbau von Magnesitgestein. Anfangs wurde das Rohmaterial mit Pferdefuhrwerken nach Kraubath an der Mur zur Verhüttung transportiert.
1911 wurde in Oberdorf der erste Schachtofen zur Herstellung von kaustisch gebranntem Magnesit sowie eine Mahlanlage errichtet. Bereits ein Jahr später wurden weitere 3 Schachtöfen gebaut.
 Im 20. Jahrhundert erlebte der Betrieb von Oberdorf eine wechselvolle Geschichte. Sie begann damit, dass die damalige Oberdorfer Magnesitwerke GesmbH in die Steirische Magnesitindustrie AG (später Veitscher Magnesitwerke AG) eingebracht wurde. Während der Dauer der Zugehörigkeit zu diesem Konzern wurden die Abbaue in Oberdorf systematisch erweitert und modernisiert.


Darauf folgte im Jahre 1985 der Neubau des ersten und einzigen Wirbelschichtofens zur Herstellung von kaustisch gebranntem Magnesit in der Welt. Mit diesem Wirbelschichtofen, der über 25 Jahre lang das Rückgrat der Kausterproduktion in Oberdorf bildete, wird eine Produktverbesserung im Rahmen des Brennvorgangs dadurch erzielt, dass unerwünschte Nebenprodukte mit dem anfallenden Bettmaterial ausgeschieden werden.


1984 wurde das Werk Oberdorf als Bestandteil der Magindag AG aus der Veitscher Magnesit AG ausgegliedert. Nach der Insolvenz der Firma Magindag AG wurde der Betrieb Oberdorf von der neugegründeten STYROMAG, Styromagnesit Steirische Magnesitindustrie GmbH, übernommen. Federführend bei der Übernahme war damals der heutige Alleingesellschafter der STYROMAG – Dr. Ernst H. Stefan – der damals als geschäftsführender Gesellschafter der Duralit Österreich GesmbH der bedeutendste Kunde des Werkes Oberdorf für kaustisch gebrannten Magnesit war, den die Duralit zur Herstellung von magnesitgebundenen Industriefußböden (Sorelzement) einsetzte.


100 Jahre nach der Errichtung des ersten Schachtofens in Oberdorf - 2011 - wird ein neuer Etagenofen fertiggestellt, der den Ausstoß an kaustisch gebranntem Magnesit in Oberdorf um 50 % erhöht. Mit der Errichtung des Etagenofens werden wichtige strategische Ziele erreicht.


Zum einen ist die STYROMAG damit erstmals in der Lage, gekörntes/ granuliertes Material (Kauster) herzustellen. Andererseits ist mit dem zweiten Brennaggregat die Versorgung der Kunden absolut sichergestellt. Darüber hinaus können mit der speziellen Steuerung des Brennvorganges im Etagenofen individuelle Kundenanforderungen erfüllt werden.

Museum für Geschichte

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