Kelch, 1360

Kelch, Silber, Wien, dat. 1360, KHS, Inv.-Nr. 23084, Foto: UMJ/N. Lackner

Der Kelch ist ein zentrales Element der Messliturgie und gehört daher zu den heiligen Gefäßen (lat. vasa sacra). Für die Fertigung kamen nur die kostbarsten Materialien wie Gold und Silber infrage. Der Kelch gliedert sich in drei Bestandteile: das eigentliche Gefäß für den Messwein (lat. „kuppa“), das knaufartige Zwischenglied (lat. „nodus“, deutsch „Knoten“) und den Fuß. Die beiden letztgenannten weisen reichen bildnerischen Schmuck sowie Inschriften mit Bezug auf Maria auf; eine weitere Inschrift auf dem Nodus vermerkt außer dem Erwerbsjahr 1360 den Eigentümer: Engelbert Drichopf.

Den Fuß schmücken 4 Medaillons mit Szenen aus dem Leben Christi bzw. Mariens: Geburt Christi, Darbringung im Tempel und Kreuzigung.

 

Museum für Geschichte

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