Judith, 16. Jh.

Judith, Nachfolge Tiziano Aspetti, Bronze, Venedig, Ende, 16. Jh., KHS, Inv.-Nr. 576, Foto: UMJ/V. Delic

In elegant-gezierter Haltung präsentiert sich Judith als Siegerin über den Todfeind ihrer Heimatstadt Betulia, den assyrischen Feldherrn Holofernes. Mit der Linken vor der Brust bekundet Judith ihre Aufrichtigkeit, die Rechte hält das Schwert. Zu ihren Füßen liegt das Haupt des allein durch List zu Fall gebrachten Gegners. Als Retterin ihres Volkes und Tugendheldin gefeiert, ist Judith eine der bekanntesten Frauengestalten des Alten Testamentes.

Die Grazer Statuette geht auf einen Entwurf des aus Padua gebürtigen, in Venedig wirkenden Bildhauers Tiziano Aspetti (1565-1607) zurück, die Originalbronze befindet sich in der Wiener Kunstkammer. Sie dürfte zu einem Zyklus heroischer Frauengestalten gehört haben, wie sie seit dem Spätmittelalter als „neuf preuses“ bekannt waren und immer wieder dargestellt wurden.

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