OBJEKTSALON #14

Über den nationalen Tellerrand geblickt: Ein altfranzösisches Möbel und sein deutscher Besitzer um 1900

07.03.2017 18:30



Treffpunkt: Museum im Palais, Erdgeschoß
Kosten: Eintritt frei!

Um unserem Publikum Vielfalt und Qualität der Bestände der Kulturhistorischen Sammlung näher zu bringen, werden in unserem neuen Format „Objektsalon“ ausgewählte Sammlungsstücke von Sammlungskurator Ulrich Becker vorgestellt.

Französische Kunst der Renaissance ist im Vergleich zur italienischen nur wenig bekannt. Im deutschen Sprachraum wurde um 1900 dem verklärten Geburtsland der Renaissance mit seinen Künstlerheroen weit höhere Wertschätzung entgegen gebracht als dem großen, zudem misstrauisch beäugten Nachbarn im Westen. Frankreich galt als Nachahmer von hoher Perfektion, aber ohne Genie. Andererseits wusste man die verfeinerte Pariser Luxuskunst späterer Epochen durchaus zu schätzen. Dennoch fand auch altfranzösisches Kunsthandwerk Eingang in deutsche Sammlungen. So besitzt das Joanneum eine sogenannte „chaire“, ein schönes Beispiel für die frühe Renaissance in Frankreich in der Zeit von König Franz I., der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Das Möbel stammt aus dem Besitz des deutschen Verlegers Georg Hirth (1841-1916), der eine der interessantesten Figuren im München der Jahrhundertwende war. Die von ihm 1896 begründete Zeitschrift „Jugend“ gab einer ganzen Stilrichtung ihren Namen.

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
geschichte@museum-joanneum.at

 

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Mi-So, Feiertag 10 - 17 Uhr

 

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