Das „Jahr ohne Sommer“ und seine Folgen: Draisine Erzherzog Johanns

Foto: UMJ

Die Erfindung des badischen Forstmeisters Karl Freiherr von Drais aus dem Jahre 1817 wurde aus der Not geboren: Nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora (1815) verschlechterte sich das Klima, was zu einer Reihe von Missernten und in der Folge zu Lebens- und Futtermittelknappheit führte. Gesucht wurde ein Transportmittel, das nicht ernährt werden musste. Die Draisine war ein solches. Ihre zwei hintereinander angeordneten Laufräder wurden durch wechselweises Abstoßen der Beine vom Boden angetrieben. Es wurde gerollt – und das mit doppelter Gehgeschwindigkeit.

Der Erfolg dieses Vehikels ließ nicht lange auf sich warten. Wer etwas auf sich hielt und über die nötigen finanziellen Mittel verfügte, schaffte sich ein Laufrad an. Auch Erzherzog Johann folgte diesem Trend – er ließ sich beim k.k. Hofackerwerkzeug- und Maschinenfabrikanten Anton Burg die ausgestellte Prachtdraisine bauen, deren eleganter Rahmen in Form einer Seeschlange gestaltet ist.

Museum für Geschichte

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