M Stadt

Europäische Stadtlandschaften

01.10.2005-08.01.2006


Kuratiert von: Marco De Michelis

in Zusammenarbeit mit Katrin Bucher und Peter Pakesch


Das Urbane übt seit der Entstehung der modernen Stadt eine besondere Anziehungskraft aus und ist seither ein thematischer Fixpunkt intensiver künstlerischer und theoretischer Auseinandersetzungen. Die Herbstausstellung des Kunsthaus Graz unter dem Titel M Stadt widmet sich – wie auch das Programm des steirischen herbst 2005 – dem Thema „Stadt“ und eröffnet den BesucherInnen unterschiedliche Zugänge und Wahrnehmungsmöglichkeiten zu diesem komplexen Thema.

 

Die Stadt ist eines der komplexesten und dynamischsten Phänomene in der europäischen Kulturgeschichte. Ihre Entwicklung verlief parallel zu den großen gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen und führte schließlich zu jener charakteristischen Identität, die bis in die Gegenwart wahrnehmbar ist: Tatsächlich kann man „die europäische Stadt“ auch heute noch als eine klar definierte und deutlich erkennbare Siedlungsform bezeichnen.

 

Und doch wurde auch die europäische Stadt von ähnlichen Prozessen und Veränderungen beeinflusst wie andere Städte und Metropolen der Welt: Entvölkerung der Innenstadt und Verwandlung ihrer Funktion; Auslagerung von einigen wichtigen Aufgaben wie Transport, Handel und Freizeit; Umwandlung der traditionellen Peripherie zu einer städtischen „Un-Form“, der so genannten „sprawl“.

 

„M-Stadt“ ist der etwas enigmatische Titel einer Ausstellung über die neuen urbanen Landschaften der mittelgroßen europäischen Städte. Das „M“ soll für „Mittelgroß“ stehen, kann aber auch als „Stadt-Mitte“ oder „Stadt-Medium“ gelesen werden. Es könnte sich aber auch auf jüngste Forschungen beziehen, deren Ziel die Definition einer „Theorie der Stadt“ über die gewöhnlichen Grenzen hinaus ist, d.h. die Theorie einer „Metacity“ oder „Metapolis“.

 

Die Ausstellungsgestaltung basiert auf der Überzeugung, dass nicht nur Architekten und Stadtplaner diese Prozesse analysiert bzw. Reformstrategien erarbeitet haben, sondern dass es vor allem die Künstler, die Fotografen und Videokünstler waren, die die Veränderungen der Stadt erkannten und in ihren Werken thematisierten.

 

Die Ausstellung führt durch sechs Themenbereiche (Earthscapes, Eurosprawl, Shopping, Migrations, No Visions?, Mapping) und sechs Städte-Porträts (Graz, Basel, Krakow, Trieste, Ljubljana, Ruhrstadt), sie präsentiert eigens für das Kunsthaus Graz entwickelte Installationen und Kunstwerke sowie einige aussagekräftige Exponate amerikanischer und europäischer Künstler, wie u. a. Gerhard Richter, Chris Burden, Andreas Gursky, Carlos Garaicoa und Dan Graham.

 

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit dem steirischen herbst.

Austellungskatalog

 

MIT SENSEable
City Laboratory
(Carlo Ratti)
mobile landscape
http://senseable.mit.edu/graz

 

meinGraz
mobile memory –
mobile history

 

Ausstellungsarchitektur
ReD (Marta Malé-Alemany/
Jose Pedro Sousa)
www.re-d.com

 

In Kooperation mit
steirischer herbst

 

Unterstützt von
A1Zumtobel StaffUniqa

Kunsthaus Graz

Lendkai 1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9200
F +43-316/8017-9212
kunsthausgraz@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Kunsthauscafé

So-Do 9-23 Uhr
Fr-Sa 9-1 Uhr

T +43-316/714 957
 

Führungen

Sa 15:30 Uhr, So, Feiertag 11 Uhr (de), So 14 Uhr (en), ausnahmsweise Abweichungen möglich. Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung

 

1. Jänner 2018 13 - 17 Uhr
2. April 2018
21. Mai 2018
31. Dezember 2018

24. bis 25. Dezember
13. Februar 2018
24. bis 25. Dezember 2018