Inventur

Werke aus der Sammlung Herbert

10.06.-03.09.2006 10:00-18:00


Kuratiert von: Peter Pakesch, Katrin Bucher

Kuratorische Assistenz: Katia Schurl 
Ausstellungsarchitektur: Heimo Zobernig, Niels Jonkhans


Bei der Sammlung von Anton und Annick Herbert, die gerade in letzter Zeit durch eine große Besprechung in der New York Times besondere Aufmerksamkeit erfahren hat, handelt es sich um einen konzentrierten Überblick über wichtige Positionen der Konzept- und Minimalkunst sowie der Arte Povera.

 

Der Grundstock der Sammlung wird von zwei historischen Eckpunkten, 1968 und 1989, markiert: Es sind zum einen die politischen Ereignisse jener Jahre, die in diese besondere Sammlung hineinwirken und ihr damit ein unverkennbar politisches Profil verleihen. Vor allem aber reflektiert die Auswahl der Werke diese Zeitspanne eines europäischen Aufbruchs auf einer ideen- und geistesgeschichtlichen Ebene in einzigartiger Weise.

 

Die Künstler, für die sich Annick und Anton Herbert engagiert haben und nach wie vor engagieren, waren mit ihren Werken an einer radikalen Neuorientierung einer Aufladung der Kunst mit kritischem Bewusstsein beteiligt. So vereint die Sammlung Herbert für ihre Zeit wegweisende Arbeiten von Marcel Broodthaers, Carl Andre, Hanne Darboven, On Kawara , Mario Merz oder Gerhard Richter und zeichnet anhand von Werken von Martin Kippenberger, Mike Kelley, Thomas Schütte oder Franz West eine Entwicklung über den Zeitraum zweier Generationen innerhalb von drei Jahrzehnten nach.

 

Die Zusammenarbeit zwischen wegweisenden Künstlern, den Sammlern, Persönlichkeiten aus der Museumswelt und ausgewählten Galeristen ist seit den frühen 1970er Jahren eine bestimmende Konstante der Sammlung Herbert. In einer Art ebenbürtiger Rollenverteilung ging man auf diese Weise den alles verändernden Zielsetzungen der Konzeptkunst nach: Ein Teil dieser Stoßrichtung zu sein, so Anton Herbert, war wichtiger, als die Werke zu besitzen. Von diesem Blickwinkel aus betrachtet wird Sammeln zu einer Struktur von Beziehungen, zu einem Weg, an einem sozialen Geflecht teilzuhaben.

 

Teilnehmende KünstlerInnen:
Carl Andre, Giovanni Anselmo, Art & Language, John Baldessari, Robert Barry, Marcel Broodthaers, Stanley Brouwn, Daniel Buren, Jean-Marc Bustamante, André Cadere, Hanne Darboven, Jan Dibbets, Luciano Fabro, Gilbert & George, Dan Graham, Douglas Huebler, Donald Judd, On Kawara, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Joseph Kosuth, Sol LeWitt, Richard Long, Mario Merz, Reinhard Mucha, Bruce Nauman, Giulio Paolini, A.R. Penck, Michelangelo Pistoletto, Gerhard Richter, Thomas Schütte, Robert Smithson, Niele Toroni, Jan Vercruysse, Didier Vermeiren, Lawrence Weiner, Franz West, Ian Wilson, Heimo Zobernig

Ausstellungskatalog

 

Programm:

 

09.06. – 10.06.2006
„Weiß Kunst?“
Sammlung und Wissen im Diskurs
Symposium

Kunsthaus Graz

Lendkai 1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9200
F +43-316/8017-9212
kunsthausgraz@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Kunsthauscafé

So-Do 9-23 Uhr
Fr-Sa 9-1 Uhr

T +43-316/714 957
 

Führungen

Sa 15:30 Uhr, So, Feiertag 11 Uhr (de), So 14 Uhr (en), ausnahmsweise Abweichungen möglich. Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung

 

1. Jänner 2018 13 - 17 Uhr
2. April 2018
21. Mai 2018
31. Dezember 2018

24. bis 25. Dezember
13. Februar 2018
24. bis 25. Dezember 2018
Programm und weiterführende Materialien

Downloads: