Allerley Hausmittel

Von Kräutern, Salben und vergessenen Heiltraditionen

16.05.-31.10.2021


Eröffnung: 16.05.2021
Kuratiert von: Michaela Steinböck-Köhler

Über die Ausstellung

In früheren Zeiten vertraute die ländliche Bevölkerung fast gänzlich dem volksmedizinischen Wissen, denn der Weg zum Arzt war für die Bauern einst sehr weit und zu teuer. Bei nicht allzu schweren Erkrankungen wandte man sich eher an den Bauerndoktor oder ein Kräuterweibl. Die bäuerlichen Heiler*innen konnte man mit Naturalien entlohnen oder für sie bestimmte Arbeiten verrichten.

Ein weiterer Grund war, dass diese ebenso aus Bauernhäusern kamen und Angehörige desselben Standes waren wie jene, die sie riefen oder selbst aufsuchten. Es gab keine sozialen und sprachlichen Barrieren und so entwickelte man auch mehr Vertrauen zu ihnen und deren Behandlungsmethoden. Die Abgeschiedenheit vieler bäuerlicher Höfe verlangte nach größtmöglicher Selbständigkeit und so versuchte man sich zunächst einmal selbst zu kurieren.

Bei jedem Bauernhof und jeder Keusche gab es früher einen Hausgarten mit Gemüse, Blumen, Gewürzkräutern und Heilpflanzen, die auch von den Klöstern den Bauern nähergebracht wurden. Jeder Hof setzte sich mit der Wirksamkeit der Kräuter der Umgebung eingehender auseinander, um daraus Tees, Salben oder Tinkturen herzustellen, die auf uralte Erfahrungen ihrer Vorfahren zurückgingen. Trägerinnen des Heilwissens waren in den Familien die Frauen. Das Heilwissen wurde jeweils von der Großmutter an die Mutter, von Generation zu Generation überliefert.

Die Sonderausstellung spannt einen Bogen von den sogenannten Bauerndoktoren und „allerley Heilwissen“ bis zu vergessenen Hausmitteln, bäuerlichen Heiltraditionen und regionaltypischen Verwendungszwecken. Altes Wissen über Hausmittel und volksmedizinische Heilmethoden begleiten auch die Veranstaltungen und Vermittlungsprogramme und bieten so ein abwechslungsreiches Jahresprogramm.

Aus dem Programm

Mi 26.05.

14:30-16:00

Einführung zu "Allerley Heilmittel". Exklusiv für Pädagoginnen und Pädagogen

Zur Ausstellung> Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

Zur Ausstellung

> Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

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Das Österreichische Freilichtmuseum Stübing befindet sich in einem Naturschutzgebiet und „Natura 2000“-Gebiet. Insgesamt befinden sich auf dem Areal in Stübing 16 Bauern- und Kräutergärten, die nachhaltig und biologisch bewirtschaftet werden. Gezeigt werden hier Rekonstruktionen, die auf historischen Aufzeichnungen und dem Wissen basieren, welche Pflanzen zu welchem Nutzen angepflanzt wurden. Auch eine Permakultur und Felder werden von unserem Team im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing bestellt.

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Österreichisches Freilichtmuseum Stübing


8114 Stübing, Österreich
T +43-3124/53700
F +43-3124/53700-18
freilichtmuseum@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
26. März 2021 bis 31. Oktober 2021 Mo-So, Feiertag 09 - 17 Uhr

Einlass bis 16 Uhr