Archiv

2022

11.03.

Den Lernort Museum erweitern

Den Lernort Museum erweitern

Digitale Formate für Schulen

Mit der Pandemie wurde die Beziehung zwischen Museum und Publikum grundlegend auf die Probe gestellt. So auch die an sich bewährte Verbindung zu Schulen: Bildeten Museen bis dahin einen etablierten außerschulischen Lernort, waren diese plötzlich nicht mehr zugänglich. Auch andersherum entstand ein Vakuum – die sonst vergleichsweise gut erreichbare Besucher*innengruppe der Schüler*innen im Klassenverband blieb zu Hause. Hervorgegangen ist aus dieser Ausnahmesituation eine Fülle neuer digitaler Angebote, speziell auch für Schulen. 

2021

04.11. - 05.11.

Potenziale der Postkarte

Potenziale der Postkarte

Methodische Fragen zum Ausstellen, Verzeichnen und Vermitteln

Ansichten von städtischen Boulevards oder Landschaftsidyllen, von Industrieanlagen oder Feriensiedlungen, von alpinen Gipfeln oder Personen in ‚ortstypischer‘ Tracht: Postkarten haben seit der Wende zum 20. Jahrhundert den Blick der Menschen auf ihre Umgebung geformt, aber auch den stereotypisierenden Blick auf das ‚Andere‘ geprägt. Zugleich haben Postkarten die Menschen in einer breitenwirksamen Weise dazu angeleitet, mittels Bildern zu kommunizieren und neue Formen der gesellschaftlichen Interaktion und Verständigung angestoßen. 

2021

14.10. - 15.10.

Und jetzt?

Und jetzt?

Perspektiven der Holocaust Education in Museen

Aktuell befindet sich die Holocaust Education in Museen in einem Transformationsprozess. Sowohl der Hintergrund der Globalisierung und Digitalisierung als auch der Verlust von Zeitzeug*innen stellen dabei zentrale Wendepunkte dar. Aber auch eine zunehmend (selbst)kritische Haltung von Institutionen, Ausstellungsmacher*innen und Vermittler*innen verändert museale Präsentationen und Vermittlungsprogramme.

2021

22.09. - 24.09.

München

München

Zur Sichtbarkeit von Geschichte im öffentlichen Raum

Geschichte prägt den Raum. Sie manifestiert sich in der Anlage neuer Viertel und Straßen, in repräsentativen Gebäuden und großzügig angelegten Plätzen. Nachfolgende Entwicklungen und Ereignisse überlagern und überschreiben diese Spuren. In manchen Fällen werden sie zu einem späteren Zeitpunkt gezielt wieder sichtbar und zurück ins öffentliche Bewusstsein gebracht. So ist es auch in München: Als ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ gibt es in München eine Vielzahl von Plätzen und Orten mit Bezug zur Geschichte des Nationalsozialismus, die heute zu Lern- und Erinnerungsorten geworden sind. Andere Geschichten – etwa von Migration und Kolonialismus – sind währenddessen noch immer marginalisiert und kaum sichtbar, Erinnerungen an jüngere Ereignisse – wie etwa das Olympia-Attentat von 1972 – manifestieren sich erst langsam in der Stadt.

2021

17.06. - 18.06.

Klima. Aktivismus. Museum

Klima. Aktivismus. Museum

Kulturelle Dimensionen der Klimakrise

Extreme Auswirkungen der Klimakrise und der anhaltende Protest von jungen Aktivist*innen wie Fridays for Future haben die breite Öffentlichkeit in den vergangenen beiden Jahren alarmiert wie wohl nie zuvor. Es wird immer deutlicher, dass die Klimakrise nicht nur eine Naturkatastrophe ist, sondern von unserem Handeln abhängt – noch. Unser Handeln ist aber bekanntlich nicht nur rational, sondern kulturell geprägt und von Emotionen und Wertvorstellungen getragen. Immer mehr Museen greifen diesen Punkt auf, um die Klimakrise nicht nur aus naturwissenschaftlicher Sicht, sondern in ihren kulturellen und soziopolitischen Dimensionen zu erkunden. 

2021

31.05. - 01.06.

Das Wort haben

Das Wort haben

Konzepte von Zeitzeug*innenschaft in Ausstellungen

In mehr und mehr Ausstellungen kommen Menschen zu Wort. Als Zeitzeug*innen machen sie individuelle historische Erfahrungen sichtbar, schaffen übergreifende historische Zusammenhänge und sind oft zentrale Träger*innen des Ausstellungsnarrativs. Vielfach handelt es sich dabei um Stimmen, die sonst eher ungehört bleiben: Menschen mit Fluchterfahrung, Angehörige von Minderheiten, Aktivist*innen sowie direkte Zeug*innen vielfach marginalisierter Geschichten. Die direkte Integration ihrer Perspektiven hat das Potenzial, Definitionsmacht zu teilen und historische Vielstimmigkeit in den Ausstellungsraum zu bringen.

2021

23.04.

Digitale Museumspraxis, quo vadis?

Digitale Museumspraxis, quo vadis?

Offene Fragen zum digitalen Wandel im Jahr 2 mit Corona

Auf dem Weg der digitalen Transformation traf die Pandemie die Museen in unterschiedlichen Phasen. Während manche Häuser bereits umfassende Konzepte entwickelt hatten, um die unterschiedlichen Bereiche von Museumsarbeit um eine digitale Dimension zu erweitern, standen andere noch am Beginn dieses Prozesses. Was die Pandemie aber überall bedingte, war das Bedürfnis und die Notwendigkeit, trotz geschlossener oder kaum besuchter Häuser in Kontakt mit dem Publikum zu bleiben. Derzeit erleben wir eine Phase, in der die oft spontanen, experimentellen Zugänge dieser Zeit reflektiert – und verstetigt – werden können.

2021

15.03.

Andauernd

Andauernd

Vermittlungsarbeit dokumentieren

Die Praxis der Vermittlung ist gleichermaßen komplex wie ephemer. Sie entspringt umfassenden Überlegungen und Erfahrungen mit Themen und Besucher*innen, verfolgt verschiedene institutionelle und individuelle Zielsetzungen, bedient sich eines breiten methodischen Spektrums und entwickelt sich im Verlauf oftmals auf eine Weise, die nicht im Detail vorhersehbar und planbar ist. Doch was bleibt von diesem komplexen Prozess?

2020

30.11. - 01.12.

Daten im Raum

Daten im Raum

Visualisierungen als Formen des Argumentierens in Ausstellungen

In einer Gesellschaft, die in allen denkbaren Bereichen immer größere Datenmengen produziert, gewinnen Informationsgrafiken und andere Formen der Visualisierung an Bedeutung – auch in Ausstellungen und Museen. Egal ob es um die Darstellung von globalen Migrationsbewegungen, Klimaveränderungen, technischen Produktionsketten oder künstlerischen Beziehungsnetzwerken geht – Diagramme, Bildstatistiken, Karten und andere Formate ermöglichen die Darstellung komplexer Sachverhalte, die über Objekte allein nicht erzählt werden können. Das Spektrum der Anwendungen in Museen reicht dabei vom punktuellen Einsatz von Informationsgrafiken, die Kontextinformationen zu einzelnen Objekten vermitteln, über raumbildende Anordnungen bis hin zu Ausstellungen, die sich vom Originalobjekt ganz verabschiedet haben und Inhalte nur mehr über Informationsdesign erzählen.

2020

13.11.

Humboldt Forum

Humboldt Forum

Struktur und Inhalt – zum Stand der Dinge

Franziska Sauerbrey, Leiterin der Stabsstelle für Strategie, Koordination und Internationales, hat sich bereit erklärt einen Einblick in den aktuellen Planungsstand und die bevorstehende Eröffnung des Humboldt Forums zu gewähren, die in den kommenden Monaten schrittweise erfolgen wird. Sie wird über die besondere Struktur dieses neuen Kulturortes für Deutschland sprechen, das Zusammenwirken der beteiligten Akteur*innen, die zentralen inhaltlichen Anliegen sowie die verschiedenen Eröffnungsphasen. 

2020

19.10. - 20.10.

Religion im Museum

Religion im Museum

Kulturelles Handeln moderieren

Religion ist auf die Bühne des öffentlichen Diskurses zurückgekehrt. Das gilt auch für Museen und Ausstellungen. In den letzten Jahren lässt sich eine erhebliche Diversifizierung und Öffnung des Themas feststellen. Museen scheinen sich im Umgang mit Religion immer stärker als Orte der Begegnung und der diskursiven Auseinandersetzung zu verstehen. Zugleich erweitert sich die Perspektive auf Religion – als gelebte Praxis und kulturelles Handeln, aber auch als Konfliktfeld.

2020

17.09. - 18.09.

Kuratieren und Vermitteln

Kuratieren und Vermitteln

Modelle des vernetzten Arbeitens

Der Wandel gesellschaftlicher Funktionen des Museums stößt auch strukturelle Veränderungsprozesse im Inneren an. Einer davon ist die zunehmende Orientierung des kuratorischen Feldes hin zum Pädagogischen, womit auch gängige Trennlinien zwischen Kuratorinnen/Kuratoren sowie Kunst- und Kulturvermittlerinnen/-vermittlern in Bewegung geraten.

2020

19.06.

Was haben wir im Homeoffice für unsere digitale Museumspraxis gelernt?

Was haben wir im Homeoffice für unsere digitale Museumspraxis gelernt?

Interaktiver Erfahrungsaustausch mit Sabine Jank

Allerorten konnten wir in den letzten Wochen und Monaten beobachten, dass Museen angesichts von Covid-19 vermehrt digitale Angebote machten, mit Formaten experimentierten und Wege fanden, mit ihrem Publikum in Kontakt zu bleiben. Doch nicht nur die digitalen Angebote, auch die Abläufe dahinter waren anders als sonst. Viele Museumspraktiker/innen haben ihre Arbeit in den letzten Wochen und Monaten von zu Hause aus gemacht. War diese Situation einerseits von Prekaritätserfahrungen begleitet und zuweilen von schwierigen bis skurrilen Arbeitssettings geprägt, so öffnete sich andererseits eine ungeahnte Möglichkeit, neue Arbeitserfahrungen zu machen.

2020

08.05.

Öffnung für User*innen

Öffnung für User*innen

Crowd- und Community-Sourcing im Museum

Das Internet ermöglicht eine Vielfalt an Praktiken wie offenes Teilen, soziales Aushandeln, kreatives Remixen und dezentrale Zusammenarbeit, die auch ein integraler Bestandteil partizipativer Museumspraxis sind. Es liegt nahe, beides zusammenzudenken und digitale und partizipative Museumsprojekte zu entwickeln. Dabei steht die Öffnung für User*innen, ihre Perspektiven, Bedürfnisse, Mobilisierung und Beteiligung im Mittelpunkt des Interesses, was oftmals unter dem Begriff „Community-Building“ zusammengefasst wird.

2020

12.03. - 13.03.

Das queere Museum

Das queere Museum

Interventionen ins kollektive Gedächtnis

Museen genießen hohe Glaubwürdigkeit: Ihnen wird das Potenzial zugeschrieben, Werte wie Vielfalt, Teilhabe und Offenheit in einer Gesellschaft zu stärken. Historisch allerdings treten Museen eher als Repräsentanten normativer Werte hervor. Sammlungen und Ausstellungen spiegeln in aller Regel patriarchale, binäre und heterosexuelle Geschlechterordnungen. Was aber ist mit Lebensweisen und Identitätskonstruktionen jenseits dieser ,heterosexuellen Matrix‘? Wenn Museen tendenziell heteronormative Bilder zeichnen, stellt sich die Frage nach Gegenentwürfen!

2019

21.11. - 22.11.

Museumsaufsicht innovativ?

Museumsaufsicht innovativ?

Konzepte für die Kontaktzone

Wo früher „Saalwärter“ und „Aufseherinnen“ wertvolle Objekte bewachten und für Sicherheit und Ordnung sorgten, sieht ein modernes Museumsbild Mitarbeitende aus dem Besucher/innenservice als „Visitenkarte ihrer Institution“: Ob festangestellt oder outgesourct – sie sind die ersten Ansprechpersonen und in vielen Fällen die einzigen Repräsentant/innen des Museums im unmittelbaren Publikumskontakt.

2019

17.10. - 18.10.

Museum ohne Schließzeiten

Museum ohne Schließzeiten

Projekte für ein digitales Publikum

Die Erweiterung des Museums ins Netz ist eine der fundamentalsten Veränderungen, die die Institution aktuell durchläuft. Als Leitbegriff der digitalen Öffnung fungiert die Publikumsorientierung – einerseits, um neue Gruppen zum Museumsbesuch zu motivieren, andererseits aber auch, um Menschen online zu interessieren und einzuladen, sich von unterwegs oder zu Hause aus mit den Inhalten des Museums auseinanderzusetzen. Letzteres mit steigender Tendenz: Längst gibt es eine Statistik monatlicher „Klicks“ im Museum ohne Schließzeiten.

2019

26.09. - 27.09.

Unbequeme Zeiten

Unbequeme Zeiten

Politisches Handeln im Museum

Die Verbindung von öffentlich finanzierten Kulturinstitutionen mit der Politik ist von einer grundlegenden Spannung gekennzeichnet: Auf der einen Seite stehen wechselnde politische Verantwortliche, die mit ihrem Handeln den Programmen, Prinzipien und Wertehaltungen ihrer Parteien sowie ggf. eigenen Interessen und Schwerpunkten folgen. Je nachdem werden Forderungen formuliert bzw. wird über die Vergabe von Geldern und Positionen entschieden. Auf der anderen Seite stehen die Akteurinnen und Akteure in Kultureinrichtungen, die sich den institutionellen Traditionen, ihren jeweiligen Szenen und Scientific Communities sowie dem Publikum verpflichtet fühlen, ihre Programme aber auch gegenüber den Trägerinstanzen und politischen Gremien erklären müssen. 

2019

26.08. - 29.08.

Exkursion: Krakau, Auschwitz

Exkursion: Krakau, Auschwitz

Zwischen Gedenkkultur & Massentourismus

Der umfangreiche Lagerkomplex von Auschwitz, in dem zwischen 1940 und 1945 bis zu anderthalb Millionen Menschen ermordet wurden, ist weltweit zum Symbol für den Holocaust geworden. Heute sind die Reste der Lager in einer staatlichen Gedenkstätte zusammengefasst und öffentlich zugänglich: Museum und Friedhof, internationale Begegnungsstätte und Forschungszentrum, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes (1979). Wir widmen uns in einer dreitägigen Tour den Spuren des jüdischen Kraków und der Erinnerung an den Holocaust in der Schindler-Fabrik, auf dem Gelände des Lagers Plaszow und vor allem in der der Gedenkstätte „Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau“.

2019

13.06. - 14.06.

Über den Tellerrand

Über den Tellerrand

Gesellschaftsgeschichtliche Museen anderswo

In den letzten Jahren wurden viele Stadt-, Landes- und Nationalmuseen einer Erneuerung unterzogen, mit Folgen für die institutionelle Identität, die Sammlungskonzepte und die Programme für das Publikum. Sichtbar wird diese Reorganisation der gesellschaftsgeschichtlichen Museen nicht zuletzt in zeitgemäßen Dauerausstellungen bzw. Sammlungspräsentationen, die unterschiedlichen Tendenzen folgen: von chronologischen Durcherzählungen mit „eingehängten“ Exkursen zu Spezialthemen über Partialerzählungen, die von assoziativ angeordneten Einzelexponaten ausgehen, bis hin zu materialreichen Objektpräsentationen à la Schaudepot.

Kontakt

Museumsakademie Joanneum

Sackstraße 16, 8010 Graz (AT)

museumsakademie@museum-joanneum.at
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