Der Alltag mit dem Coronavirus

Sammlungsaufruf

Der Alltag mit dem Coronavirus dokumentieren

 

Das Volkskundemuseum in Graz arbeitet aktuell an einer neuen Ausstellung und erweitert bereits seit einigen Monaten mit Sammlungsaufrufen seine Bestände. Ein wichtiges Anliegen ist es, Einschnitte im gesellschaftlichen und persönlichen Alltag zu dokumentieren und damit in Verbindung auch Formen der Bewältigung dieser Veränderungen zu thematisieren.

 

Kuratorin Birgit Johler: „Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.“ (Kleine Zeitung, 31.3.2020)

 

Reichen Sie Ihre Objektvorschläge inklusive der dazugehörigen Geschichte über unser Webformular ein!

Corona verändert das öffentliche und private Leben

Seit 16. März gelten auch in Österreich Maßnahmen, die, wie sich in der Zwischenzeit gezeigt hat, die Ausbreitung von Covid-19 massiv eingedämmt haben. Diese Schutzmaßnahmen haben das gesamte öffentliche und private Leben binnen kürzester Zeit radikal verändert, alle sind wir auf unterschiedliche Weise von dem sogenannten Lockdown betroffen und beeinträchtigt. Während viele Menschen durch ihre Arbeit dafür sorgen, dass „das System“ aufrechterhalten bleibt und etwa an Corona Erkrankte betreut werden, wurden in Österreich durch die Pandemie so viele Menschen arbeitslos wie nie zuvor in der Geschichte der Zweiten Republik. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer fürchten um die Zukunft ihres Betriebes. Aktuell werden die gesetzten Maßnahmen von der Politik schrittweise gelockert, das Coronavirus wird uns trotzdem noch länger unseren Alltag begleiten – wie lange, ist derzeit kaum abschätzbar ebenso wenig wie die längerfristigen Folgen dieser Krise auf individueller, lokaler und auf globaler Ebene.

 

Museen und Corona

Die Museen sind seit Mitte März wegen Corona geschlossen, sie öffnen – nach derzeitigem Stand – spätestens wieder mit 1. Juli. Das Virus hat auf vielfältige Weise die museale Arbeit beeinflusst. Tätigkeiten wie die Restaurierung oder die Objekterfassung wurden unterbrochen bzw. mussten anders organisiert werden. Als Orte des realen Zusammentreffens und des Austauschs sind sie derzeit geschlossen, viele Museen haben deshalb ihre Aktivitäten und Inhalte ins Internet verlagert. Auf diese Weise können sie mit ihrem Publikum in Kontakt bleiben und dabei auch als Museum Präsenz zeigen. Wie sich die „Corona-Krise“ auf die finanzielle Situation der Museen auswirken wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Für das Volkskundemuseum, das sich mit Menschen und ihren Lebenswelten beschäftigt, ist es in dieser Situation naheliegend, Artefakte in Zusammenhang mit der Pandemie zu sammeln. Seit Ende März ladet das Volkskundemuseum ein, Objektvorschläge digital einzureichen. Die eingelangten Beiträge – aus der Steiermark und darüber hinaus – werden dokumentiert und in Absprache mit den Einsender*innen auf der Website des Museums veröffentlicht. Es sind Momentaufnahmen vom Umgang mit einer individuellen und gleichzeitig weltweiten, sich permanent ändernden Ausnahmesituation und die noch nicht zu Ende ist. Parallel zum Objektaufruf sprechen wir auch gezielt mit einzelnen Personen, um deren Erfahrungen und Geschichten in die Sammlung mitaufnehmen zu können und um so Multivokalität und -perspektivität bei der Tätigkeit des Sammelns zu berücksichtigen.

Eine aktive inhaltliche Auseinandersetzung mit den eingereichten Objektvorschlägen wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Bildergalerie: eingereichte Objekte

Was gesucht wird

Corona erfordert von uns allen verändertes Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser neuen und für alle herausfordernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte diesen Alltag mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb bis auf weiteres Notizen, Materialien, Fotos, Filme oder Objekte, die das Leben mit Corona sichtbar machen. Dies können Corona-Zeugnisse aus allen Bereichen der jetzt aktiven Arbeitswelt sein, aus dem Homeoffice oder dem Homeschooling genauso wie gezeichnete Aufmunterungen für Mitbewohner/innen, ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine kreative Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Familienvideo an die Großeltern oder einfach nur ein Objekt/ein Gegenstand, das im „Corona-Alltag“ entsteht.

Bitte kontaktieren Sie uns!

Wir sind sehr interessiert, mehr über Ihre Objekte zu erfahren. 
Für eine gesicherte Übergabe kontaktieren Sie uns!
Wir freuen uns darauf.


Kontakt: 
Christiane Rainer
Wissenschaftlich-kuratorische Mitarbeit Steiermark-Schau 2021
+43-664 8017 9321
christiane.rainer@museum-joanneum.at

Schenkungsbedingungen Expand Box

Die/Der vorstehend genannte Schenkungsgeber/in übergibt die Schenkungsgegenstände mit allen Rechten, die ihr/ihm selbst an den Schenkungsgegenständen zugestanden sind. Die/Der Schenkungsgeber/in erklärt ausdrücklich, dass diese Rechte auch das ausschließliche und unbeschränkte Werknutzungsrecht gem. § 24 Urheberrechtsgesetz umfassen. Er/sie gewährleistet, dass die zugewendeten Objekte frei von Belastungen und Rechten Dritter sind.

Der Eigentümer/die Eigentümerin überlässt dem Volkskundemuseum die Gegenstände unentgeltlich.

Auf Nennung und Ausstellung besteht kein Anspruch. Das Volkskundemuseum ist befugt, die Objekte für den musealen Gebrauch zu verwenden und im Bedarfsfall wieder auszuscheiden.

Bitte akzeptieren Sie unsere Schenkungsbedingungen. Oder kontaktieren Sie uns direkt, wenn Sie eine befristete Leihgebung des Objekts/der Objekte vorziehen.

Sammlungsaufruf

Helfen Sie uns, die Vitrinen zu füllen!



Wir bauen um und eröffnen im Frühjahr 2021 eine neue permanente Ausstellung. Daher erweitern wir unsere Sammlung. 

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Volkskundemuseum

Paulustorgasse 11-13a
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9900
volkskunde@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


Führungen für Gruppen  und Schulklassen
Di-Fr von 03. April 2019 bis 06. Jänner 2020 auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung

Das Volkskundemuseum wird im Zuge der STEIERMARK SCHAU 2021 neu aufgestellt und ist daher von 07.01.2020 bis 09.04.2021 wegen Umbauarbeiten vorübergehend geschlossen und nur bei verschiedenen Veranstaltungen zugänglich.